Gründung Salonikis (ca. 310 v. Chr.)

Frog1(James Romm, Der Geist auf dem Thron. Der Tod Alexanders des Großen und der mörderische Kampf um sein Erbe, Aus dem Englischen von Karl Heinz Siber, München 2016)

Über die Gründung Salonikis schreibt James Romm (in seinem lesenswerten Buch über den Kampf um Alexanders Erbe):

„Unter den Überlebenden des Hungerinfernos von Pydna [316 v. Chr.] hatte Kassander eine Halbschwester Alexanders des Großen gefunden. Thessalonike, eine Tochter Philipps aus der Verbindung mit einer griechischen [!!] Frau namens Nikesipolis. In dem Gerangel um die Nachfolge Alexanders war Thessalonike bis dahin unsichtbar geblieben, obwohl sie ledig und noch im gebärfähigen Alter war. Kassander ergriff diese unverhoffte Chance und heiratete Thessalonike umgehend. […]

 

Kassander machte sich daran, Erben zu zeugen. Er war entschlossen, dass die Monarchie durch ihn weiterleben würde […]

 

Kassanders lange Erfolgssträhne hielt an: Thessalonike sollte ihm in den kommenden Jahren drei Söhne gebären, Knaben, die mindestens zu einem Teil noch Argeadenblut in den Adern hatten […]. Den Namen seiner Frau verwendete er zur Benennung einer von ihm gegründeten Stadt auf makedonischem Boden, als Zeichen der Dankbarkeit für Ihre Passivität [!!] und Fruchtbarkeit. Die Stadt lebt und gedeiht bis heute: Thessaloniki, im Norden Griechenlands.“ (300f; im Original keine Hervorhebungen durch Fettdruck)

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