Simone Hoffmann über die Wirkung des Islamistischen Terrors auf die Meinungsfreiheit in Frankreich

Kulturzeit“ vom 28.10.2020

Nizza: Tote und Verletzte bei Messerangriff, ZDF Panorama, 29.10.2020

Simone Hoffmann stellt in ihrem Beitrag für die Kulturzeit vom 28.10.2020 die Frage:

„hat der islamistische Terror der Republik längst einen Maulkorb verpasst?“

Sie beantwortet die Frage eher mit ja. 3 Statements hat sie ausgewählt, um dies zu belegen:

I

Patrick Pelloux, der sieben Jahre für Charlie Hebdo arbeitete:

„Die Politik muss schnell reagieren, sonst wird es dramatische Konsequenzen haben, nicht nur in Jahren, sondern schon in den nächsten Monaten. Es geht es nicht um die Frage, ob es noch einen Anschlag geben wird, sondern nur noch darum, wann.“

„Es muss eine Empörungswelle geben. Wir haben jahrhundertelang gebraucht, um uns von der Diktatur des Klerus zu befreien, der die Macht hatte. Die Unterdrückung des Volks durch die Kirche war einer der Motoren der Französischen Revolution.“

II

Kevin Boussuet, Lehrer:

„Man kann in Frankreich tatsächlich nicht mehr alles sagen, weil inzwischen manche Themen die Schüler schockieren. Wir bemerken, wie es auch eine Identitätsfrage für sie ist. Sie haben eine muslimische Identität, die ihre republikanische Identität zerschmettert. Sie sind in Familien aufgewachsen, in denen sich alles um die Religion dreht. Und dann kommt die Schule.“

III

Hassen Chalghoumi, Leiter der Moschee von Drancy

„Die moderaten Moslems sind die Mehrheit. Sie müssen aufwachen. Wacht auf! Im Namen der Menschheit und Allahs, eures Gottes, den diese kriminellen Mörder für sich allein beanspruchen.“

Fazit

Die Interviewten antworteten zwar aus (beruflich bedingt) unterschiedlicher Perspektive auf die Aushöhlung der Meinungsfreiheit, doch die wesentlichen Gründe sind klar benannt: Die Lethargie der säkularen, wenig glaubensüberzeugten Christen sowie die Zurückhaltung (bzw. das klammheimliche Einverständnis) gemäßigter Moslems stärkt die Position der (extrem) gewaltbereiten Islamisten, die Pluralität von Meinung (in gewaltloser Konfliktaustragung) zu akzeptieren weder gelernt haben noch jemals lernen werden wollen. Wenn aber Bildung scheitert — und das Scheitern ist ob der Bildungsverweigerung und -bekämpfung der Islamisten vorprogrammiert, bleibt dem Staat nur mehr möglich, der Aggressivität seiner Feinde durch Gegengewalt, die Exekutive, (möglichst vor der Tat) im Rahmen der Verfassung Einhalt zu gebieten. Eine Serie von (hoffentlich allesamt vereitelten) Terroranschlägen ist die nur schwer zu beendende Folge…

 

 

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