Erdoğan weiht Köln-Ehrenfelder Moschee ein

(Başkan Erdoğan Köln Merkez Camii açılışında konuştu , Sabah online, 29.9.2018)

Der Steinmeier und Co. sonst gern Schmähende zeigte sich diesmal großmütig und stolzierte sultanesk über den ihm zu Ehren von Steinmeier ausgelegten Roten Teppich.

Der allseits Hofierte sprach dann auch noch vor und anlässlich der Eröffnung der Ehrenfelder Moschee über seine Ditib-Brüder und -Schwestern, verbunden im Glauben, hinweg – huldvoll frohlockend –

an die andern, das Noch-Mehrheitsvolk der Nicht-Türken gewandt:

„Buradaki kardeşlerimiz […] Köln şehrine ve elbette Almanya’ya böyle güzel bir eseri hediye ettiler.“

„Unsere hier lebenden Geschwister […] vermachten der Stadt Köln und ganz Deutschland ein so schönes Werk zum Geschenk“.

Also freut euch gefälligst, ihr kuffar. So schön ist euer Scheiß-Dom nicht. Auf dass ihr euch endlich bekehren möget!

Denn sonst ist euer das Feuer!

Also sprach der Prophet: „Kostet die Strafe des Brennens!“ (Sure 3, Vers 182)

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Nach dem Mord an Susanna F.: Susanne Schröter beobachtet „Kulturenclash“

 


Verdächtiger Ali B. ist wieder in Deutschland, tagesspiegel.de, 9.6.2018

„Das ist jetzt kein Einzelfall mehr“, welt.de, 9.6.2018

„Die deutsche Gesellschaft muss sich aus Expertensicht spätestens nach dem Fall Susanna Konzepte für den Umgang mit patriarchalisch geprägten und aggressiven Männern überlegen. „Das ist jetzt kein Einzelfall mehr“, sagte die Ethnologin und Leiterin des Forschungszentrums Globaler Islam an der Frankfurter Goethe-Universität, Susanne Schröter, mit Blick auf andere Fälle wie die Kölner Silvesternacht oder Kandel.

[Schön, dass Experten – wofür eigentlich? – sehen, was jeder nicht völlig von der Gutmenschzunft Verblödete ohnehin sieht und weiß.

Und doch sind da nach wie vor die Vernebler und Kleinredner der (vorwiegend) psychologischen Zunft (siehe weiter unten)]

„Es ist eine neue Situation, und die hat etwas mit den vielen jungen Männern aus patriarchalischen Strukturen und Kulturen zu tun.“ Der Fall der getöteten Susanna aus Mainz hat bundesweit für Aufsehen gesorgt. Der irakische Flüchtling Ali B. soll nach ersten Ermittlungsergebnissen die 14-Jährige vergewaltigt und umgebracht haben.
Im Islam wie auch in anderen Religionen gebe es patriarchalisch geprägte Normen, die Gewalt und sexuelle Übergriffe legitimierten, so die Forscherin.

[Welch großartiges Expertenwissen!! Welche völlig verblüffende, einzigartig neue Erkenntnis!!]

Im Fall Susanna könne [!] dies der Hintergrund sein: „Dieser junge Mann hatte ganz offensichtlich überhaupt keinen Respekt.“ Weder vor der deutschen Gesellschaft noch vor Frauen oder Polizisten, so die Forscherin. Er habe das Mädchen als reines Sexualobjekt gesehen.

[Wir gratulieren zu dieser überaus spitzfindigen Schlussforderung. Welch intellektuelle Großtat! Welch Expertenwissen! Toll! Danke!]

[…]

„Aber sicherlich haben wir im Moment etwas, was ich als Kulturenclash bezeichnen würde.“

[Wie denn? Was denn? Wo denn? Da versuchen uns all die Gutmenschen tagaus, tagein einzutrichtern, dass es keinen Kulturenclash gebe, alles nur Einbildung sei… Und dann das? Ob die Frau geisteskrank ist? Man/frau sollte sie auf geistige Gesundheit hin untersuchen lassen. Am besten von Herrn Wagner…

Ergebnisoffen, natürlich…]

Durch die Flüchtlingskrise seien viele Männer aus muslimisch geprägten Ländern nach Deutschland gekommen, deren Frauenbild ein völlig anderes sei.

[Was die Experten alles wissen. Gut, dass wir sie haben, auf dass sie uns über das Offensichtliche aufklären…]

Sie unterschieden zwischen „ehrbaren“, früh verheirateten

[am besten noch im Kindesalter, nicht wahr Herr Erdoğan?]

Frauen im Haus und anderen, die sich Rechte und Freiheiten herausnehmen.
„Nach diesen Normen sind wir alle Schlampen – weil wir uns nicht verschleiern, weil wir im Sommer Haut zeigen, weil unsere Kleidung figurbetont ist, weil wir Alkohol trinken, rauchen et cetera.“

[Herzlichen Glückwusch, Frau Expertin! Hat zwar lang gedauert, bis Sie’s begriffen, aber immerhin, Sie haben’s begriffen…]

Verschärfend zur kulturellen Prägung komme hinzu, dass es mehr junge Männer als Frauen in Deutschland gebe. „Wir haben mindestens eine Million junger Männer aufgenommen, für die es hier keine jungen Frauen gibt.“ Junge Männer zwischen 16 und 30 Jahren wünschten sich eine Partnerin und neigten zu Aggressionen, wenn das nicht klappe. „Sie haben überhaupt keine Chance, alle eine Freundin zu kriegen, weil es in dieser Altersgruppe nicht genug freie Mädchen und Frauen gibt. Das sind schon mal ganz ungünstige Voraussetzungen“, so Schröter.“ (Das ist jetzt…; im Original kein Fettdruck)

Na, denen kann geholfen werden: Gratis Puffbesuch für die lieben, süßen Flüchtlinge!! Und vorab Viagra-Pillen, damit’s ja richtig flutscht. Frau Merkel, tun Sie was für die Integration! Spenden Sie! Öffnen Sie die Haushaltsschatullen! (Dafür haben die depperten Steuerzahler doch eingezahlt, nicht wahr?)

Und außerdem: Ganz so schlimm, ist es nun wahrlich auch wieder nicht, weiß Gegengutachter Ulrich Wagner:

„Der Fall Susanna wecke Ängste in Teilen der Bevölkerung, die auch durch Fehleinschätzungen entstünden, sagte der Marburger Sozialpsychologe Ulrich Wagner. „Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass wir Wahrnehmungsfehlern unterliegen und zur Überschätzung der tatsächlichen Zustände neigen, wenn es um den Zusammenhang von Kriminalität und bestimmten Gruppen geht.“

[Sag ich doch.

Frau Schröter: Sie sind geisteskrank! Sie neigen zu schamloser Übertreibung. Schämen Sie sich! Und gestehen Sie Ihre Unwissenschaftlichkeit ein! Sonst, tut mir leid, muss ich Sie untersuchen! Das kann für Sie nicht gut ausgehen… Verstehen Sie?!]

Man könne den Sorgen aber begegnen, sagte der Psychologe. Etwa indem man sich bewusst mache, dass die Wahrscheinlichkeit, dass man selbst oder das eigene Kind Opfer einer solchen Tat werde, gering sei.“ (Verdächtiger…)

Sehen Sie, Frau Schröter: Kein Grund zur Sorge!!

Na denn: Augen zu! Gute Nacht, Deutschland! Und süße Träume!

Erkenntnis eines Testspiels: Erdoğan-Fans Özil und Gündoğan ausgepfiffen

Frog1

Boris Kálnoky, Erdogan zieht in sein ganz persönliches Versailles, welt.de, 29.9.2014

Christoph Cöln, Der Fall Gündogan / Özil wird zum ernsthaften Problem, welt.de, 9.6.2018

„Bisschen ratlos gemacht“, spiegel.de, 6.6.2018

Merkel kritisiert Treffen von Özil und Gündogan mit Erdogan, spiegel.de, 15.5.2018

Udo Lindenberg, Sonderzug nach Pankow Songtext

Özil saß wegen einer Verletzung bei der WM-Generalprobe [am 8.6.2018 gegen Saudi-Arabien] in Leverkusen nur auf der Bank. Gündogan wurde eingewechselt – und sofort ausgepfiffen. Obwohl der Bundestrainer [Joachim Löw] und sein Assistent [Oliver Bierhoff] die Fans noch zur Unterstützung für den Mittelfeldspieler aufgefordert hatten. Es half nichts. Die Fans protestierten.
[…]
Sympathie für den Machthaber?
Genau darin liegt das Problem. Denn Gündogan hat sich zwar bei einem Medientag im Trainingslager in Eppan den Fragen der Journalisten gestellt, doch mehr als die Behauptung, dass es sich bei dem Treffen nicht um ein politisches Statement gehandelt habe, kam dabei nicht heraus. Worum aber soll es sich sonst gehandelt haben?
Beide Spieler übergaben Erdogan bei dem Treffen in London ein Trikot mit persönlicher Widmung, Gündogan sogar mit der Widmung: „Für meinen Präsidenten, hochachtungsvoll“ – dabei besitzt der in Gelsenkirchen geborene Premier-League-Star zwar die deutsche, nicht aber die türkische Staatsbürgerschaft. [!] Der medienwirksam inszenierte Termin spielte Erdogan mitten im Wahlkampf in die Hände.“ (Der Fall…; im Original Namen nicht im Fettdruck)

Und wie reagiert(e) unser weiser Bundespräsident??

„In einem Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“ sagte Steinmeier, er habe sich zunächst gefragt, ob beide überrumpelt worden seien. „Es hat mich dann, ehrlich gesagt, auch ein bisschen ratlos gemacht.““ (Bisschen ratlos…; im Original Name nicht im Fettdruck)

ein bisschen ratlos??

Wie sieht dieser verschleimt-parteiische Greis – ein Skandal, dass dieser ιδιώτης überhaupt zu einem Staatsorgan, ja Bundespräsidenten gemacht wurde – wohl aus, wenn er mal völlig ratlos sein sollte?? Ob er dann in die Hose scheißt?? Und das so fotogen wie einst Zappa on toilet??…

Über Honecker hieß es einst bei Udo:

„Ich weiß, tief in dir drin, bist Du eigentlich auch’n Rocker / Du ziehst dir doch heimlich auch gerne mal die Lederjacke an / Und schließt Dich ein auf’m Klo und hörst West-Radio“…

Was Udo wohl über unsern (Pseudo-)Präsidenten Steinmeier dichten würde??

Und Mutti? Was denkt Mutti?

„Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich über ihren Sprecher Steffen Seibert kritisch zu dem Treffen der beiden Fußballnationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan geäußert. Es sei eine Situation gewesen, „die Fragen aufwarf und zu Missverständnissen einlud“, sagte Seibert in Berlin.“ (Merkel kritisiert…; im Original Namen nicht im Fettdruck)

Ja, gibt’s denn das?

Mutti traut sich ja nicht mal, selbst zu quaken. Und lässt noch dezidierter abwiegeln als Steinmeier: Alles nur ein klitzekleines, unbedaftes Missverständnis.
So so: ein Missverständnis. Was bitte schön soll an der Äußerung „Für meinen Präsidenten, hochachtungsvoll“ missverständlich sein? Klarer kann man kaum sagen, für wen das Herz schlägt, wo man seine Heimat sieht.

Die Fußballfans (zu Leverkusen) jedenfalls waren/sind nicht ratlos: Sie buh(t)en!! Sie wollen diese zwei Fußball-Clowns nicht mehr in der Nationalelf sehen. Recht so!!

Özil und Gündoğan: Haut ab zu eurem Präsidenten Erdoğan nach Aksaray und nehmt unsre beiden Ober-Politidioten-Schleimer am besten gleich mit!!

 

Merkels Versagen: Erdoğan exportiert den innertürkischen Kampf „schwarz“ gegen „weiß“ nach Deutschlands

(Can Dündar, Türken vor der Wahl, Aus dem Türkischen von Sabine Adatepe, ZEIT, 31.8.2017, 46)

Wie so häufig schon kritisiert Can Dündar auch in diesem Artikel das reaktive Verhalten der Bundesregierung gegenüber dem Despoten Erdoğan.

„Die Spannungen [zwischen der Türkei und Deutschland] eskalieren auch [!], weil Deutschland keine klare Türkeipolitik verfolgt. Erdoğan gibt das Ziel vor, nach seinen Zügen richtet sich Berlins Reaktion.

[Mutti und ihr Kabinett sind unfähig, eigenständige Politik zu machen. Sie lassen sich vom Sultan wie windelweich, rückgratlos geprügelte Hunde durch die Manege ziehen, sabbern, winseln und buckeln. Ergebnis:]

Eine Zickzackpolitik zwischen »Wir dürfen die Türkei nicht verlieren« und »Wir können die Türkei nicht akzeptieren«. […] Erdoğan profitiert von den Spannungen, das treibt Menschen zwischen den Fronten den Radikalen in die Arme.“

Soll sich an dieser Türkei-Agonie, der unentschlossenen, verzagten und kriecherischen Haltung unserer Regierenden etwas ändern, soll dagegen opponiert werden, weiter und immer weiter, immer mehr und mehr “die gefährliche Polarisierung aus der Türkei [zu] importieren“, so ist nur ein einziges Mittel möglich und geboten:

Merkel muss weg!

Und das heisst mit ihr die CDU, insbes. der großartige, auf Krise spezialisierte Innenminister und

das ach so gewohnt devote Regierungsbeipack: SPD.

Mahalle baskısı: Erdoğan setzt verstärkt auf den Stand der Wächter

(Michael Martens, Erdogans Nachtwächter, FAS, 3.9.2017, 7)

Erdoğans neuester Coup: Um die Bespitzelung des eigenen Wahlvolks zu komplettieren, setzt der Sultan seit neuestem zusätzlich auch auf bekci (Wächter) in den Nicht-PKK-Regionen:

Am „29. April [2017…] schuf der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan […] Fakten: Per Notstandsdekret, seinem Lieblingsinstrument bei der Erschaffung einer Türkei nach seinen Vorstellungen [yeni Türkiye (neue Türkei) geheißen], verfügte er, dass 7000 Stellen für „bekci“, Nachtwächter, zu schaffen seien. […] Vor einigen Tagen haben in Istanbul und anderen türkischen Städten [denn] mehrere 100 der neuen Hilfspolizisten ihren Dienst angetreten.“

Umsetzung des Prinzips des mahalle baskısı

Ali Haydar Hakverdi, seit zwei Jahren Abgeordneter für die oppositionelle „Republikanische Volkspartei“ [(CHP)] im Parlament in Ankara, warnte […] davor, dass die Wächter ein zusätzliches Überwachungsinstrument der AKP seien: Das Nachtwächtersystem sei [als Instrument des mahalle baskısı] entworfen worden, „um aus dem Stadtviertel Nachrichten zu erhalten und als kleinste Einheit des Staates in das Viertel einzugreifen.“

Zusätzlich wird das im Kampf gegen die PKK in 1985 etablierte Dorfschützer-System forciert:

„außer den „Nachtwächtern“ sollen auch die trotz starker Kritik nie aufgegebenen „Dorfwächter“ in Südostanatolien wieder mehr zum Einsatz kommen.“

Intention und Folge der Dorfwächter-Politik war und ist:

„Zehntausende Menschen wurden vertrieben, ganze Landstriche, vor allem an der Grenze zum Irak, wo die PKK bis heute ihre Rückzugsgebiete hat, planmäßig entvölkert.“

Der Kampf gegen die Kurden wird nun also nicht nur militärisch und polizeilich, sondern auch wieder verstärkt paramilitärisch geführt:

“Der kundige, auf türkische Militaria aller Art spezialisierte Publizist Metin Gürcan schreibt dazu, die Zahl der aktiven Dorfwächter solle von derzeit 67 000 auf 90 000 aufgestockt werden. Etwa 18 000 Dorfwächter, die 2017 in Rente gehen, sollen durch 25 000 jüngere Nachrücker mehr als ersetzt werden – bei höherem Gehalt, verbesserten Sozialleistungen und besserer Bewaffnung. Die Dorfwächter würden damit noch vor den Nachbarschaftswächtern die größte paramilitärische Truppe in der Türkei, sagt Gürcan. Ankara erwäge sogar, sie mit Maschinengewehren, Raketenwerfern und gepanzerten Fahrzeugen auszurüsten, um sie vor Anschlägen der PKK zu schützen.“ (im Original kein Fettdruck)

Willkommen in Gabriels Urlaubsparadies!!

Erdoǧans Pütschchen (Nachtrag)

 

(Erdoğans langer Arm. Türkische Spione in Deutschland?, maybrit illner, ZDF, 30.3.2017)

Erich Schmidt-Eenboom, Geheimdienstexperte, äußerste sich bei Maybrit Illner wie folgt:

„Nach dem angeblichen, dem Pseudo-Putsch in der Türkei, den die türkischen Nachrichtendienste […] Nach einer Analyse der CIA handelt es sich um einen Pseudo-Putsch, den Erdoǧan inszeniert hat, um einem potenziell echten Putsch zuvorzukommen.“

„Weil man den Türken natürlich auch nachweisen konnte, dass sie bis Sommer 2014 so etwas wie eine Dschihadisten-Autobahn in der Türkei hatten, das heißt, [dass sie] Kämpfer aus Libyen und dergleichen über die Türkei zum IS geschickt haben, vorsätzlich.“

 Erdoǧan „ist Neo-Osmanist. […] Er ist bestrebt, einen eurasischen, islamischen Staat bis 2023 einzuzführen, und das mit Gebietsansprüchen gegenüber Griechenland, Bulgarien und dem Nordirak, deutlich geäußert, ganz deutlich geäußert. Da gehen auch alle Analysen hin. Und ich warne davor, so zu tun, als wenn wir nur im Vorfeld des Referendums eine Verschärfung der Situation haben. Denn alle nachrichtendienstlichen Planungen für die Türkei sehen vor, den MIT [(Millî Istihbarat Teşkilâti)] mit den Nachrichtendiensten des Innenministeriums, dem der Gendarmerie und den beiden großen Abhörbehörden zu einer ganz großen Geheimdienstcommunity zusammenzuschmelzen. Und das ist dann das Instrument, um aus der Türkei endgültig einen demokratiefernen Staat zu basteln.“

„Alle westlichen Nachrichtendienste sehen nicht das geringste Indiz dafür [dass die Gülen-Bewegung in den Putsch involviert war…]. Und wenn Sie mal in die Nachrichtenlage der westlichen Dienste reinschauen, dann hat Herr Erdoǧan ja 2014 diesen wunderbaren Präsidentenpalast atombombensicher gebaut mit allen Schutzmaßnahmen gegen Abhören; und sie hören dann aus den westlichen Nachrichtendiensten, dass es trotzdem Abflüsse gegeben hat. Das heißt, die NSA und andere westliche Nachrichtendienste sind in der Lage, auch die geheimste Telekommunikation Erdoǧans zu knacken. Und die kommen dann zu dem Ergebnis: Ein vorgetäuschter Pseudo-Putsch.“

((siehe auch: Ein inszeniertes Pütschchen; Ermutigung zum PutschChronik eines Pütschchens

 

Die Ditib-Hetze geht weiter

(Jörg Hilbert, Karaman Yavuz und Esra Özer, Spalten statt integrieren: Einblick bei DITIB, Panorama, 21.2.2017)

(Robert Bongen, Jörg Hilbert, Esra Özer und Erkan Pehlivan, Staat im Staate: Türkische Beamte in deutschen Moscheen, Panorama, 23.3.2017)

Ein Bericht und seine Wirkung:

Panorama, 21.2.2017

Fall 1:

İsHak Kocaman, Vorsitzender des Ditib-Moscheevereins (bzw. der Muradiye Camii) Hamburg-Wilhelmsburg postete auf seiner Facebook-Seite Zitate (?) des Imams Timurtaş Uçar mit der Aussage:

„Bizi laiklik baǧlamaz. Bizi demokrasi baǧlamaz. Bizi Kamalizm baǧlamaz. Bizi Allah’ın kitabı Kur’an-i Kerim baǧlar.“

[Laizismus ist für uns nicht bindend. Demokratie ist für uns nicht bindend. Kemalismus ist für uns nicht bindend. Uns bindet Allahs Buch, der Koran.]

und:

„İslamın dışında kalan Türk’ün, de Kürd’ün suratına tüküreyim. Ne kıymeti var, müslüman olmadıktan sonra!”

Ich spucke auf das Gesicht der Türken und Kurden, die außerhalb des Islam bleiben. Welchen Wert hat man schon, wenn man/frau nicht Muslim (geworden) ist.“

Auf einer von Ditib-Hamburg organisierten Pilgerreise skandierten norddeutsche Jugendliche in Mekka:

„Kahrı perişan eyle, Allahım, vatanımızı böldürtme, ezanımızı, Allahım, Polisimize Askerimize vatan için çalışan vatan evlatlarına sen yardım eyle! Allahu ekber!“

„Verdamme und vernichte sie, Allah! Spalte unser Vaterland nicht! Erhöre unser Gebet, Allah! Hilf unserer Polizei, unseren Soldaten und all unseren Geschwistern, die für das Vaterland arbeiten!“

Einer der Teilnehmer postete später:

„Reis emret, yıkalım Almanya’ya!“

Führer befiehl! Lass uns Deutschland zerschlagen! („Reis“ ist der Ehrentitel, den AKP-ler Erdoğan gern geben.)

Panorama, 23.3.2017

Auf den Panorama-Bericht hin distanziert sich Ditib von den im Bericht zitierten Passagen und:

Der Vorsitzende tritt – mehr oder weniger freiwillig – zurück.

Freilich ist dieser Rücktritt nur Farce, Verdummung für das Volk der Ungläubigen: In seiner Moschee wird Kocaman als Held, als Märtyrer gefeiert. Er sei ein Opfer der Medien.

Susanne Schröter:

„Solche Ausfälle gegen Minderheiten, gegen Nicht-Muslime, gegen Juden, die haben wir in relativ vielen Ditib-Gemeinden in den letzten zwei Jahren ausgraben können.“

Fall 2:

Der Vorsitzende der Ditib-Moschee Merkez Camii in Braunschweig veröffentlichte auf seiner Facebook-Seite:

a)  einen Aufruf zur Gewalt gegen Nikolaus.

Noel Baba’yı bekliyoruz.

Wir warten auf den Nikolaus,

heißt es unter einem Foto, das grimmige Männer mit grimmigen Knüppeln zeigte. (Falls Sie es noch nicht begriffen haben: Nikolaus ist eine Metapher für die Ungläubigen, uns Christenpack.)

b) Unter einem Foto mit aufgebahrten Leichen, gewickelt in Tücher mit der israelischen Flagge, heißt es:

Rabbim sayılarını arttırsın!

Möge sich die Zahl meiner Rabbis erhöhen!

c) Die israelische Fahne als Aufdruck auf Klopapier.

Kurz nachdem die Journalisten dies bei Moscheebesuchern anprangerten, ist die Facebook-Seite des Imams „nicht [mehr] verfügbar“.

Und auf Facebook kursiert nun ein Video:

„Ihr wertlosen Nazi-Journalisten, bleibt weg von meiner Moschee!“

Da ist sie wieder: Die Nazi-Keule, die Erdoğan in letzter Zeit so gern auspackte…

Doch selbst dies ficht Dhimmis nicht an: Es lebe die Toleranz! Hurra!!

((siehe auch: Ditib verunglimpft Juden und Christen

Erdoğan schwingt weiter die Faschismus- und Demographie-Keule II

(Erdogan behauptet, Europa denke über „Gaskammern“ nach – traue sich aber nicht, Huffington Post online, 19.3.2017)

(Erdoğan, Merkel! Başta sen…, Sabah online, 19.3.2017)

I

Erdoğan schwingt weiter die Faschismus-Keule. Jetzt ist die Kanzlerin persönlich dran…

„Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) [die er herablassend mit Du anspricht, was sie bislang zumindest nicht moniert hat! Schließlich ist er doch ihr Schatziputzi…] persönlich „Nazi-Methoden“ vorgeworfen. In einer im Fernsehen übertragenen Ansprache am Sonntag sagte er an Merkel gerichtet: „Du wendest auch gerade Nazi-Methoden an.“ [„Merkel. Sen de şuanda Nazi uygulaması yapıyorsun.„]

Er fuhr fort: „Bei wem? Bei meinen türkischen Geschwistern [und auch Verwandten] in Deutschland [„Kime? Almanya’daki kardeşlerime de vekillere de.“ …] sagte Erdogan.

Mit Blick auf Europa sagte der türkische Staatschef, dort könnten „Gaskammern […]“ wieder [… errichtet] werden [„gaz odalarını kuracak yeniden“ ], aber „das trauen sie sich nur nicht.“ Offen ließ Erdogan, wen er mit „sie“ genau meinte.

Erdogan gebraucht Nazi-Vergleiche inflationär

Erdogan gebraucht Nazi-Vergleiche derzeit inflationär. Allein im Konflikt um die Wahlkampfauftritte er mindestens schon fünf Mal öffentlich gewütet, wenn man die jüngsten Angriffe einrechnet.

  • Am 5. März sagte Erdogan:“Ich habe gedacht, der Nationalsozialismus in Deutschland ist vorbei, aber er geht noch immer weiter.“ Und: „Eure Praktiken machen keinen Unterschied zu den Nazi-Praktiken in der Vergangenheit.“ Er war erbost gewesen, weil deutsche Kommunen Wahlkampfauftritte türkischer Politiker abgesagt hatten.
  • Am 11. März sagte er über die niederländische Regierung: „Sie sind so befangen, so ängstlich“. Und: „Das sind Überbleibsel der Nazis, das sind Faschisten.“ Die niederländische Regierung hatte zuvor einen türkische Minister nicht einreisen lassen.
  • Am 15. März sagte Erdogan auf einer Rede in der zentraltürkischen Provinz: „Der Geist des Faschismus geht um in den Straßen Europas.“
  • Am 16. März sagte er: „Das ist der neue Nationalsozialismus.“ Er bezog sich in seiner Rede vor Anhängern im westtürkischen Sakarya wieder auf die Niederlande.“ (im Original kein Fettdruck)

— Fragt sich nur, worin die jüngste (Faschismus-)Eskalationsspirale enden soll??

— Und wer oder was in der Klimax-Strategie als nächstes aus dem Pandora-Sack gelassen werden wird??

II

Doch auch die Demographie-Keule wird wieder mal geschwungen. Erdoğan:

„Şimdi bizi Hollanda’da sayımızı azaltmakla tehdit ediyorlar. [etzt drohen sie uns, unsere Zahl in Holland zu reduzieren.] O zaman ben de Hollanda’daki kardeşlerimize diyorum ki [Daher sage ich unseren Geschwistern in Holland:] bak ben Türkiye’de 3 çocuk diyorum. Siz 5 çocuk yapın. [Schaut, in der Türkei sag ich 3 Kinder. Ihr aber sollt 5 Kinder zeugen.] Bunlar tabi rahatsız oldular. [Klar, das macht sie unruhig.] Bunlara şuurlu bir şey söyleyin hopluyorlar.“ Redet mit ihnen vernünftig und sie hopsen. (im Original kein Fettdruck)

Gerade der letzte Satz offenbart Erdoğans Strategie:

Die Spitzenpolitiker Europas als Schwächlinge demaskieren und am Nasenring durch die Manege ziehen…

Und die Dhimmis kuschen und hopsen mit…

Dem Untergang entgegen…

Also sprach der Dhimmi zum Herrn:

»Wenn du die Wahrheit sprichst«, sagte er dann, »so verliere ich nichts, wenn ich das Leben verliere. Ich bin nicht viel mehr als ein Tier, das man tanzen gelehrt hat, durch Schläge und schmale Bissen.« (Nietzsche, Zarathustras Vorrede, 6)

 

 

 

Der Faschismus-Vorwurf des türkischen Operettensultanats demaskiert es selbst I

(Stefan Ihrig, Atatürk in the Nazi Imagination, Cambridge/US & London/UK, 2014)

Stefan Ihrig behauptet in seinem lesenswerten Buch (über Atatürks Vorbildwirkung auf die Nazis bei der Errichtung des III. Reichs — ein Reich, eine Partei, ein Führer — u.a.:

Werner Daitz, Alfred Rosenberg’s envoy with the convoluted title of main department director in the Foreign Policy Office of the NSDAP [!!…] saw Kemalism, Nazism, and Fascism all as emanations of the same thing„. (118f; im Original kein Fettdruck)

Wenn die Mitglieder des türkischen Operettensultanats (Özdemir) die Parole ihres Herrn nachbeten und nun unisono all die Europäer, die die Wahlkampfauftritte auf EU-Boden verboten, als Faschisten verunglimpfen, so zeigt dies just die Denkweise der Nazi-Vordenker von einst:

Einst versuchte Hitler es Atatürk gleich zu tun (wie Ihrig diffizil und detailliert aufzeigt und nachweist), jetzt versucht Erdoğan deren beider Erbe anzutreten…:

Indem er den andern unterstellt, Faschisten zu sein, lenkt er den Hass von sich (als dem wahren Faschisten) auf die andern um… Und es funktioniert…

Auch: weil unsere Kuschelpolitik ihn gewähren lässt. Demaskierung gelingt nur durch Konfrontation.

Und noch eins wollen wir festhalten: Selbst Hitlers Aufstieg hätte verhindert werden können:

Wenn seine Gegner und Feinde nicht immer und immer wieder vor ihm gekuscht hätten…, bis es zu spät war…

Rutte vermasselt Çavuşoğlu Wahlk(r)ampfspektakel in den Niederlanden

(„Das geht viel zu weit“, SPIEGEL online, 11.3.2017)

(Erdoğan’dan Hollanda’ya tarihi tepki: Uçaklarınız nasıl gelecek, Sözcü, 11.3.2017)

Der niederländische Premierminister Mark Rutte zeigt unserer hündischen Politikerkaste, wie man/frau mit Primitivlingen wie Çavuşoğlu (einem Hanswurst von Erdoğans Gnaden) umzugehen hat: Nicht hofieren und anbiedern wie Gabriel, Gauck, Steinmeier und süt anne Merkel (die Amme, die Erdoğan mit ihrer Milch am Leben hält und nährt (siehe: Der vor Çavuşoğlu winselnde Gabriel)), sondern:

Kalt stellen.

Das wirkt!!!

(Çavuşoğlus und insbesondere) des Operettensultans unmittelbar-ungefilterte Spontan-Reaktionen zeigen vollends die untopbare Primitivität und Hilflosigkeit ihres Sprachhandelns. Die subito in die Ecke gestellten Erdoğan und sein Gefolge können nur noch hysterisch-schlichtes Schlagwörter-Gekreische. Erdoğan:

„Bunlar ne siyaset biliyor, ne uluslararası diplomasi nedir onu biliyor. Bunlar bu kadar ürkek, bu kadar korkak, bunlar nazi kalıntısı, bunlar faşist bunu böyle biliniz.“ (Video-Ausschnitt und Wiedergabe auf Sözcü; im Original keine Hervorhebungen)

Zu deutsch: „Sie [die niederländischen?? „Diplomaten“??] wissen nichts von Politik; sie wissen nichts von Diplomatie. Sie sind so überaus ängstlich, so überaus feige. Sie sind Nazi-Relikte. Sie sind Faschisten. Das sollt ihr wissen.“ (eigene Übersetzung; Videoausschnitt in den tagesthemen, 11.3.2017)

Welch Selbstoffenbarung: Der Sultan, der gewohnt ist, dass alle vor ihm kuschen (übrigens: wie er einst vor seinem Vater), wird nervös, wenn dem plötzlich mal nicht mehr so ist. Und er sieht keinen Ausweg mehr als vor seinen Anhängern den Trotzkopf zu geben, rumzubaffen und ihnen einzureden, dass die andern die Spielverderber, die Bösen sind…

Welch armer Wicht!!

Und welch armselige Gestalten, die ohne türkischen Pass und fern der Türkei (also für Erdoğan und seine Schergen unerreichbar), trotzdem also, sich seinem Spiel beugen, vor diesem Wurm winseln…

Welch Theater…