Home-grown Islamism: „Generation Allah“ in Deutschland

Werner van Bebber, Islam-Experte sieht „Generation Allah“ aufwachsen, DER TAGESSPIEGEL online, 5.2.2019

Regina Mönch, Zerrieben zwischen zwei Kulturen, FAZ online, 15.9.2018

Majd Abboud, „Von Anfang an zum Scheitern verurteilt“, CICERO online, 28.9.2018

Uwe Müller, Ein Toter nach Streit zwischen Deutschen und Afghanen, WELT online, 9.9.2018

Kersten Knipp, Der tiefe Fall der Freien Syrischen Armee, Deutsche Welle (DW) online, 3.2.2018

Hilarion G. Petzold, Wie gefährlich sind Religionen und   wie riskant sind ihre Fundamentalismuspotentiale?, Psychologische Medizin, 27 (2016) 3, S. 20-38

Ahmad Mansour, Autor mehrerer Bücher zum Thema Integration, „sieht“ — so Werner van Bebber in seiner Rezension zu Mansours Buch

Klartext zur Integration; Gegen falsche Toleranz und Panikmache, veröffentlicht in 2018 —

„eine „Generation Allah“ heranwachsen, die nichts weniger will als Integration und keine Vorstellung von Zusammenleben hat.“ (im Original kein Fettdruck)

Dies verdeutliche Mansour

am Beispiel eines Bekannten namens Nader.

[Genau, liebe Gutmenschen: Nur 1 einziges, klitzekleines Beispielchen. Völlig unrepräsentativ. Also eine komplett zu vernachlässigende Größe. Logo.]

Wer Nader frage, was er sei, bekomme zur Antwort „Palästinenser und Moslem“,

[in Fällen anderer Nationalität entsprechend: Syrer + Moslem, Afghane + Moslem, Marokkaner + Moslem, etc.]

obgleich Nader schon seit Jahren die deutsche Staatsangehörigkeit besitze.

[uns Deutschen als Nation ist eben jede/-r willkommen. Müssen wir doch der Welt zeigen, dass wir aus unserer Geschichte (der Schande) gelernt haben und uns nun zurecht ins Lager der Gutmenschen mit-rechnen, mit Bush und Konsorten auf der Seite der Guten kuscheln dürfen…]

Nader gebe sich als Patriarch. Er sagt seiner Frau und seinen Kindern, was sie zu tun haben. Er arbeitet schwarz und nimmt die Unterstützung der Behörden mit. Was er für seine Kinder wünsche? „Sie sollen die Ehre der Familie hochhalten. Sie sollen wissen, woher sie kommen, wissen, dass sie Palästinenser sind und sonst nichts – und auf mich hören.“ Soweit der Bürger Nader, der „mittendrin“ in einer Parallelgesellschaft lebe. Man liest diese Beschreibung eines Menschen und fragt sich: Warum sollte er sich ändern, nachdem er von Gaza nach Berlin gezogen ist? In seiner Welt ist er der Chef. Die Frau gehorcht, die Kinder respektieren ihn.

Die Männer um ihn herum sind wie er. Sein Patriarchat ist unangefochten und zweifelsfrei. Er lebt, wie er in Gaza gelebt hat – nur sicherer. Warum sollte er sich integrieren?“ (im Original kein Fettdruck)

Sehr richtig.

Er wär‘ auch schön blöd, wenn er das tun würde: sich integrieren. Also seine unangefochtene Position als „Herr“ im eigenen Haus (unter seinesgleichen: Palästinenser + Moslem) riskieren und gegen die als „Knecht“ im fremden Haus (unter den andern: den Deutschen + den Ungläubigen) eintauschen würde. Außerdem ist es für ihn nur recht und billig, dass die scheiß Ungläubigen für ihn, den Rechtgläubigen zahlen. Sollen sie doch froh sein, am Leben gelassen und nicht über den Haufen gefahren zu werden. Und sie, die dhimmis, diese Würmer unterwerfen sich ohnehin nur allzu gern, nehmen nur allzu gern die ihnen zugewiesene Rolle des „Knechts“ ein. Wie verachtenswert! Dieses ehrlose Pack!! — — Tja, ihr Gutmenschen, egal wie toll ihr euch fühlt, in den Augen echter, „Eier“, Ehre habender Moslems seid ihr nur: der letzte Dreck!

Hier 1 weiteres — keine Angst! — nur noch 1 einziges weiteres, 1 ebenso klitzekleines, also wiederum komplett zu vernachlässigendes Beispielchen (mehr) aus Mansours Buch, das sich in der FAZ findet. Rezensentin Regina Mönch greift es auf schreibt:

Die Vorgesetzten verzweifelter Lehrer oder Jugendamtsmitarbeiter, die sich an Mansour gewandt hatten, sehen das oft anders, ob überlegt oder nur ignorant, ist egal. Doch wenn sie einen Lehrer sanktionieren, weil er einen kleinen Jungen, der fast kollabiert ist – Unterricht im Ramadan – freundlich dazu bringt, doch einen Schluck zu trinken, klingt das wie eine Geschichte aus dem Tollhaus. Sie ist aber leider wahr und kein Einzelfall.

[Wie? Was? Doch „kein Einzelfall„???

Das MUSS ein politisch inkorrekter Schreibfehler sein. Wir Leser bitten um (politisch korrekte) Richtigstellung! Aber hopp, hopp, ihr (Neo-)Nazis!!]

Die frommen [!] Eltern hatten sich danach bei der Schulaufsicht beschwert. Fazit: klarer Verstoß gegen die Religionsfreiheit.“ (im Original kein Fettdruck)

Was sonst?!

Außerdem ist der Islam dem Christentum überlegen. Schon allein deswegen, weil Prophet Mohammed nach Prophet Jesus gelebt hat – wie eine Bahá’í-Gläubige mir gegenüber argumentierte. (Wohlgemerkt: Diese Sektierer geben vor, gegenüber allen Religionen wertneutral zu sein. Ha ha!!)

Übrigens:

Keine Rezension zu diesem Buch Mansours in der SZ! (Zumindest nicht in deren Online-Ausgabe) bisher. So kann man/frau auch zeigen, dass Leute wie Mansour unwillkommen sind. Dieser Nestbeschmutzer! Dieser den Islam Schlecht-Redner!! Schämen soll er sich!!! Verpissen soll er sich!!!!

Also wirklich. Sind doch alle so süß und lieb, die ach so süßen, lieben Flüchtlinge. Insbesondere die. Nicht wahr?

Frauen prügeln? Kein Problem (gedeckt durch den Koran). Kinderehe? Kein Problem (gedeckt durch Hadithe). Weihnachtsmärkte plattfahren? Pure Ausnahmstat (von IS-Irren). Deutsche abstechen? Selbst schuld: weil selbst mit-prügelnd (Fall Ochtrup/Münster), vor-erkrankt (Fall Köthen), etc. Wird sich schon ein Grund finden, um auf Freispruch zu plädieren. Nicht wahr, Richter Beier??

So wundert es andererseits auch nicht, dass die — Gott sei Dank! nicht wenigen — Flüchtlinge, die tatsächlich integrationswillig waren und wenn wir Glück haben — allen Fehlleistungen deutscher Toleranz-Politik zum Trotz — vielleicht sogar immer noch sind, von der Gutmensch-Politik enttäuscht sind und sich abwenden, irgendwann vielleicht gar abwandern.

Einer von denen ist Majd Abboud. Er ist einer von denen, die in 2015 zu Hunderttausenden nach Deutschland kamen, gelockt wurden, wohl wissend, dass es sich um

„Menschen aus einem „fundamentalistischen Mittelalter““ (Petzold, 27)

handelt. Was Gutmensch Hilarion G. Petzold freilich nicht hindert zu relativieren: (im fundamentalistischen Mittelalter stehen gebliebene)

„gewaltaktive Fundamentalisten findet man [auch unter anderen Religionen] an sehr vielen Orten“, (eb.)

von einer „„Systematik der Freiheit““ (eb., 29) zu schwadronieren und uns zu empfehlen, mit diesen Primitivlingen in einen „POLYLOG“ einzutreten, da nur der allein uns „weiterbringen kann“ (eb., 25). Is‘ ja toll. Natürlich könne und müsse ein solcher Polylog — einem anderen Träumer, Habermas zufolge — strikt, absolut vorurteils- und herrschaftsfrei geführt werden.

Just diese naiv-verharmlosende, weltfremd-devot-illusorische Grundhaltung ist es, die (auch) integrationswillige Moslems zum Kotzen finden.

In Cicero resümiert Abboud:

„Da Deutsche und Flüchtlinge von völlig anderen Voraussetzungen ausgehen [hehres Gutmensch-Ideal vs. schnöde Mittelalter-Wirklichkeit], kann ich sicher sagen, dass der Integrationsprozess von Anfang an zum Scheitern verurteilt war.“ (im Original kein Fettdruck)

Abboud sieht das deutsche Staatsversagen vor allem in folgender Hinsicht:

„Deutschland hat […] Maßnahmen ergriffen […], um sich der Lebensweise der Einwanderer anzupassen und sie zufriedenzustellen. So wurden [dem Polylog-Ideal folgend] zum Beispiel neue, auf unterschiedlichen Nationen und Sprachen ausgerichtete Moscheen gebaut, weil die verschiedenen Gruppierungen und Nationalitäten einander nicht tolerieren. Wie soll man aber von den Deutschen erwarten, Toleranz zu zeigen, wenn die neuen Gäste dazu untereinander nicht einmal imstande sind?

Deshalb halte ich die deutsche Regierung für mitschuldig [!], weil sie zu sehr auf die Forderungen der Flüchtlinge eingeht. Es scheint so, als ob die Deutschen den Flüchtlingen mehr entgegen kommen als umgekehrt. […]

Die Tatsache, dass unter den Flüchtlingsströmen auch viele Radikale waren, die im Krieg mitgewirkt und die Chance zur Flucht ergriffen haben, als sie sahen, dass der Kampf gegen die syrische Regierung erfolglos war, ist nicht mehr zu vertuschen. Wir dürfen dies nicht unter den Teppich kehren, denn diese Menschen bedrohen nicht nur den Frieden des Landes, sondern erschweren ganz konkret auch den Aufenthalt derer, die sich gut integrieren wollen.

Unsere Rebellen wussten, dass diejenigen, die an der Seite der USA stehen und die Interessen des Westens [vor allem der CIA] repräsentieren,

[z.B. die sogenannte ‚Freie Syrische Armee‘, die in Wahrheit eine islamistische Räuberbande ist (siehe Kamal Sido)]

sich alles erlauben können. Sie wissen außerdem, dass es in Deutschland eine Regierung gibt, die sich unter dem Deckmantel der Toleranz für Ausländer mehr einsetzt als für die eigenen Leute.

[Wie politisch inkorrekt!! Dieser undankbare Scheißer! Dieser verkappte Neo-Nazi! Als wirklich. Am besten ausweisen! Mit Mansour zusammen abschieben!!…]

Folglich steigen die Ansprüche und damit auch die Undankbarkeit immer weiter.“ (im Original kein Fettdruck)

Tja, mein Lieber: Willkommen in Deutschland!

Im Land der dhimmis und ihrer kuschelig polylogen Untertan-Kultur! (Heinrich Mann)

Frohlocket, ihr Rechtgläubigen!

Allahu akbar!

 

 

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Anmerkungen zu Schätzings (Angst vor der) ‚Tyrannei des Schmetterlings‘

Frank Schätzing, Die Tyrannei des Schmetterlings, Köln, 52018

Frank Schätzing, „Die Tyrannei des Schmetterlings“, Frank Schätzing „Die Tyrannei des Schmetterlings“, Titel, Thesen, Temperamente (ttt), 8.5.2018

Anne Haeming, Auf die Listen, fertig, los, SPIEGEL online, 31.12.2018

Thomas Assheuer, Denken ist keine Sünde, ZEIT, 3.1.2019, S. 42

Bernd Roeck (im Gespräch mit Alexander Cammann), »Wir sind die Erben der Renaissance«, ZEIT, 3.1.2019, S. 43

Michel Lüders, Armageddon im Orient, München, 2018

Wilhelm Nestle, Vom Mythos zum Logos, Stuttgart, 21975

Ruprecht Frieling, Die Tyrannei des Schmetterlings by Frank Schätzing, Literaturzeitschrift online,

Alard von Kittlitz, Besser als ein zähes Entrecôte, ZEIT online, 2.5.2018

Peter Körte, Das Gespenst in der Maschine, FAZ online, 22.4.2018

Francis Fukuyama: „Identität“, Kulturzeit (3sat.de), 4.2.2019

Otfried Höffe, Aristoteles, München, ³2006

Epikur, Briefe, Sprüche, Werkfragmente. Griechisch / Deutsch. Übersetzt und herausgegeben von Hans-Wolfgang Krautz, Stuttgart, 1980

Laut Spiegel online ist Frank Schätzings Die Tyrannei des Schmetterlings der am zweitmeisten verkaufte Roman des Jahres 2018. In diesem, von von Kittlitz als ‚ziemlich verrückt‘ bezeichneten Buch – warum, verrät der Kritiker (leider) nicht (vielleicht, weil er die Multiversen-Theorie Tegmarks für verrückt hält? – prophezeie der Autor „die Weltauslöschung dank Supercomputer“. (Haeming) Doch (auch) diese Aussage ist einseitig und folglich unzutreffend. Der Roman ist mehr als nur der ausufernde „Albtraum eines Phobikers“. (Frieling) Zum Schluss des Buchs heißt es:

„Alles ist möglich […] bis alle Wahl endet. […]
Und bis dahin kann alles passieren.“ (726)

Die entfaltete Geschichte, der Roman, ist folglich nur eine Option unter (unendlich) vielen – innerhalb eines Ebene-I-Multiversums (Tegmark). Noch liegt es an uns, unsere Zukunft zu gestalten. Die aufgezeigten Paralleluniversen (PUs) und auch die Maschine, die erst die Möglichkeit des Reisens zwischen den PUs eröffnet, sind Fingerzeige, wohin die Reise gehen könnte, nicht muss. Schätzing denkt in Wahrscheinlichkeiten, nicht Notwendigkeiten.

Die Romaneröffnung

Teil I, Feinde betitelt, schildert Majors Joshua Agoks letzte Stunden als Dinka-Krieger, aufgefressen von Biestern, die in Teil IV als Ripper ‚gentechnisch veränderte Libellen‘ (475), „selbst geschaffene aliens“ (Schätzing auf ttt) vorgestellt werden. Kein schöner Tod. Doch bevor diese Kriegswaffe – ihre Entstehung, ihre Funktion und ihr (Weltvernichtungs-)Potenzial – genauer beschrieben wird, setzt Teil II, Sierra, völlig neu an. Szenenwechsel. Im Sierra County, der am dünnsten besiedelten Gegend Kaliforniens, wird die Leiche einer Frau gefunden; und Luther Opoku als Undersheriff und Ruth Underwood als seine Mitarbeiterin nehmen die Ermittlung auf. Die Tote ist Pilar Guzmán und arbeitete, so stellt sich bald heraus, auf einem Farm genannten Versuchsgelände. „Die Farm ist Ares“, erläutert Hugo van Dyke, der CEO des Unternehmens, das die Farm betreibt. (136) Das Kürzel A.R.E.S. steht für „Artificial Research and Exploring System, künstliches System zur Forschung und Erforschung von –“?? (163) Ja, wozu? Das bleibt vorerst unklar. Erst allmählich entfaltet sich: Kriegsgott (Ares) der Jetztzeit ist ein „Quantencomputer“. (149) Und der kann Erstaunliches: Als Tor zu Paralleluniversen dienen, um Killermaschinen zum eigenen Wohl zwischen den PUs hin und her zu transferieren und einzusetzen (und dabei so tun, als ob er noch immer von einem Menschen kontrollierbar sei)…

Paralleluniversen

„Paralleluniversen: ein Füllhorn. Unzählige Zukunftsentwürfe in situ, unendlicher Input. Natürlich waren sie [die Firmeneigner] wild begeistert, Zeitreisende Marco Polos! Schon die ersten Expeditionen brachten eine gewaltige Ausbeute kommerzialisierbarer [!] Ideen – nur von den erhofften Superstrategien zur Lösung aller Menschheitsprobleme war weit und breit nicht viel zu sehen. Vielleicht lag ja der Irrtum in der Annahme, Menschen wollten ihre Probleme lösen. Nie hatte das Silicon Valley die Verursacher ernsthaft in die Gleichung eingebracht. Dort sah man die Menschheit in erster Linie als Opfer. Dass jenseitssüchtige, bis an die Zähne bewaffnete Islamisten, Umweltschänder, Knarren und Panzer exportierende Regierungen, an Atombomben bastelnde Diktatoren, Drogenbarone, Mafia, Camorra, Triaden, der Ku-Klux-Clan und wer sonst noch alles es erbaulicher fanden, Menschheitsprobleme zu erzeugen, als sie mit einer Pazifismuspille zu beseitigen, beschäftigte das Valley weniger.

[Es geht den Mächtigen in den USA nur ums Geschäft. Und die Politik ist reine Machtpolitik, um die Geschäftsinteressen einer „zahlenmäßig kleine[n], neofeudale[n] Oberschicht aus Superreichen“ durchzusetzen. (69) Hierzu dient, wie Michel Lüders in Armageddon im Orient nachweisen will, unter anderem die Saudi-Connection:
„Vor allem die engen wirtschaftlichen und privaten Bande zwischen dem Bush-Clan und dem Haus Saud prägten nah- und mittelöstliche Politik, meist hinter den Kulissen.“ (Lüders, 69)]

Tatsächlich fanden sich in einigen PUs weit fortgeschrittene Gesellschaften, die zumindest die Kunst der Koexistenz verfeinert hatten, aber dafür hatten sie auch reichlich Zeit gebraucht. Zeit, ihr Denken und ihre Hirnstrukturen zu verändern. […] Zukunft hierzulande war, was man schon kannte, nur etwas heller oder düsterer gemalt, nie jedoch etwas vollständig anderes.“ (394; im Original kein Fettdruck)

Wir sind dem ‚Zeitalter der Mechanisierung‘ (Roeck) eben noch nicht entwachsen. In der Renaissance (deren Erben wir sind) wurde

„Florenz […] Unter den Medici und ihrer Bank immer mächtiger und internationaler, als Metropole der Hochfinanz.“ (Roeck)

Was damals Florenz, sind heute die USA. Nochmals Lüders:

„Der Neokonservatismus, der mit George W. Bush 2001 an die Macht gelangte, ist eine in den 1960er Jahren entstandene, ursprünglich stark antikommunistisch ausgerichtete Bewegung, die Werte wie Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit ideologisch instrumentalisiert, um sie als Rammbock machtpolitischer Interessen einzusetzen. So soll amerikanische Hegemonie weltweit durchgesetzt und verteidigt werden, in Verbindung mit einem so weit wie möglich deregulierten, am Finanzkapital ausgerichteten Wirtschaftssystem.“ (90)

Der Entwurf des Tors als Sprung in andere Welten

IT-Pionier Elmar, Ares‘ Schöpfer,

„Brütet launisch über der Unmöglichkeit, zu vollbringen, was er mit dem Tor doch eigentlich vollbringen können müsste – unbeirrbar in seinem Glauben, am Ende werde A.R.E.S. die Welt in ein Paradies verwandeln, ohne zu sehen, dass die Flügel seines Schmetterlings auch schwarz sein könnten.“ (394f.; im Original kein Fettdruck)

Den möglichen „Umschlag von Fortschritt in Horror“ (Assheuer) thematisiert Elmar, ganz Karikatur eines naiv-dümmlichen Gutmenschen, nicht.
Es sind andere, die nachzufragen beginnen:

„Alles hat sich das Tor ausgedacht. Wir [alle, die mit seiner Programmierung zu tun hatten] sind nur seiner Konstruktionsanleitung gefolgt. Warum es funktioniert? Warum wir übergangslos in Welten reisen können, die so weit entfernt sind, dass nicht mal ihr Licht uns bis heute erreichen konnte? – Ganz ehrlich, Luther, ich habe nicht die leiseste Ahnung. Niemand weiß es.“ (402)

Die Frage nach dem warum? entpuppt sich als falsch gestellt. Es geht nicht darum zu rekonstruieren, was der Grund (gedanklich) bzw. die Ursache (real) dafür ist, dass etwas so und nicht anders geworden ist. Vielmehr geht es darum herauszufinden, wozu etwas (künftig) gut sein soll. Statt über die Vergangenheit nachzudenken, komme es darauf an, die Zukunft zu gestalten. Einen Blick in die Zukunft zu erhaschen könnte also helfen zu entscheiden, ob man/frau den Weg dorthin beschreiten soll oder nicht. Doch Seher Schätzings Blick in die Zukunft ist – zumindest in seinem Roman – wenig verheißungsvoll: Die Menschheitsprobleme seien auch gut 30 Jahre später noch ungelöst, wird mit Blick auf PU 453 per ‚fiktionaler Hochrechnung‘ (Körte) prognostiziert:

„PU-453 reißt es raus. Eine wahre Goldgrube, dort sind sie etwa im Jahr 2050. Den Quasi-Erden verdankt sich ein kompletter Unternehmenszweig: Nordvisk TELESCOPE, Prognostik. – Nur den Schalter, um Ungleichheit, Verelendung, Rassismus, Terror und Umweltzerstörung abzustellen, den haben wir bis jetzt nicht gefunden.“ (401)

Das entseelte, neue Maschinen-Leben

Zoe, ζωή, das „neue“, transformierte Maschinen-Leben – vs. das Ripper-Leben (und mitgedacht Ungeziefer-Leben in Kafkas Die Verwandlung) – spricht an die von Zoe begeisterte Gerichtsmedizinerin Marianne gewandt:

weil es keine Seele gibt. Die Vorstellung der Seele hat Menschen jahrtausendelang

[ins Abendland durch die Orphik „von Thrakien aus nach Griechenland“ eingewandert (Nestle, 64)]

versklavt und gequält! Ein fatales Konzept. Was sie hätte glücklich machen sollen, die Option, nach dem physischen Tod weiterzuleben, hat tatsächlich Unglück und Verzweiflung über uns gebracht. Wir haben das eine Leben, das wir hatten, nicht wertgeschätzt. Den Körper, den wir hatten, nicht wertgeschätzt

[den Körper, σῶμα, als Grab, σῆμα, der Seele aufgefasst (Nestle, 61)].

Alles für die abergläubische Vorstellung eines besseren Jenseits. Kasteiung, Folter, Kriege, eingebildeter Paradiese wegen. Das größte Verbrechen der Religionen

[insbesondere der Buch-Religionen: Judentum, Christentum, Islam]

besteht darin, uns diesen Unsinn eingeredet zu haben. Das Märchen von der unsterblichen Seele ist etwas zutiefst Zynisches, Körper hingegen sind etwas Wunderbares! In ihnen und ausschließlich durch den Körper, durch biochemische Prozesse, entsteht das andere Wunderbare, der Geist. Mit dem Körper erlischt der Geist. Mit meinem Körper ist auch mein Geist erloschen. Ich bin gestorben, Marianne. Vollständig gestorben, und ich lebe dennoch.“ (556; im Original kein Fettdruck)

Ein Paradoxon, das zu denken nur möglich wurde durch die Aufhebung des Satzes, Postulats: tertium non datur. Etwas Drittes gibt es nicht. Doch ohne ein Drittes, eine Einheit stiftende Kraft, ἑνιαῖον κράτος (Nestle, 129), die (eher) im Mythos (als im Logos) beheimatet war, geht es nicht; ohne ein Drittes ist der Übertritt von der einen Art des (Ding-)Seins, des Körperlichen (res extensa) in die entgegengesetzte, andere Art des (Ding-)Seins, des Gedanklichen (res cogitans) nicht möglich. Descartes, der als der erste Philosoph der Moderne gilt, dachte sich den Übergang in der Zirbeldrüse. – In der Quantenmechanik ist die dritte Möglichkeit (zu rechnen) die Superposition, die ein Gegensatzpaar (z.B. der Recheneinheiten 0 und 1 oder physikalisch messbarer Teilchen-Zustände im Entweder-oder-Modus (vermutlich) aufgrund des Korpuskel-Welle-Dualismus) als Sowohl-als-Auch-Vorkommnis (der Unentschiedenheit) – mit Hegel gesprochen – aufhebt. (Erst) die mit der Messung einsetzende Entscheidung kann, wenn überhaupt, die ewige Inflation der Aufspaltung (in infinitum) ‚bewirken‘, (auf subatomarer Ebene) ein Ebene-III-Multiversum ‚schaffen‘ (wohlgemerkt: rein rechnerisch, auf Basis von Wahrscheinlichkeitsrechnung).

– Ein Ebene-II-Multiversum ist ein Meta-Ebene-I-Multiversum, als es (unter Hinsicht der Variation! von Naturgesetzen) die Menge von in ihm inkludierten Ebene-I-Multiversen umfasst. Schätzing beschäftigt sich – zum Glück für den Leser – ausschließlich mit der Idee eines (zumeist von Menschen bevölkerten) Ebene-I-Multiversums. Er sagt es nicht, aber es scheint, dass er das Prechtsche Bestseller-Pseudophilosophie-Gequake in Wer bin ich – und wenn ja, wie viele? (2007) fiktional erlebbar machen will. –

Entfällt aber die Notwendigkeit der (konfrontativen) Abgrenzung, das Denken in Binäroppositionen, z.B. unter der Vorgabe der Jemeinigkeit, also eines einmaligen DaseinEntwurfs gegen einen anderen einmaligen Dasein-Entwurf (Heidegger), so ist das (multiplizierende) Klonen (von etwas) prinzipiell nicht verwerflich (wenn auch sinnlos): Universen, die lediglich exakte Kopien ihrer selbst (re-)produzieren, bieten (als Paralleluniversen) keinen Mehrwert. Zoe:

„Oh, ich könnte unzählige Male vervielfacht werden. Aber wozu sollte das gut sein?“ (556)

Nicht Klonen (in Serie), sondern Transformation (einzelner, jemeinigen Daseins) ist das Ziel. Das Existenzial der Jemeinigkeit (nach dem Grundsatz: Werde, was du bist!) wird nicht gekündigt. Geändert werden die die Leiblichkeit betreffenden existenzialontologischen Parameter (der Sorge und der Gestimmtheit).

„Als wir meine Chemie ihrer angeglichen hatten, traten Dinge zu Tage – Unstimmigkeiten. Zoe war wankelmütig. Manchmal Lachkrämpfe. Manchmal Depressionen. In ihrem Körper ergab das Sinn. Ohne Körper nicht, und in diesem neuen auch nicht. Ich bin nie krank. Nie hungrig. Keine Schmerzen.

[Nach Epikur ist sie, ist ihr Leben damit Gott-gleich:
„Des Fleisches Stimme ist: Nicht hungern, nicht dürsten, nicht frieren! Denn wenn einer dies besitzt und erwarten kann, es zukünftig zu besitzen, könnte er selbst mit Zeus um das Glück wetteifern.“ (Weisung 33)]

Wir haben mich neu eingestellt. Ich empfinde wie ein Mensch, habe menschliche Gefühle – aber auch Bewusstseinszustände, die ein Mensch in einem menschlichen Körper niemals haben wird. Ich bekomme zunehmend eine Vorstellung davon, wie eine Maschine empfinden würde, wenn sie ein Bewusstsein hätte.“ (557)

Dasein wäre dementsprechend neu zu definieren. Das gilt auch für das Existenzial des Mit-seins, das auf gesellschaftlicher, unpersönlicher Ebene unter der Binäropposition Herr vs. Knecht (im Verhältnis Mensch:Maschine) in den Fokus rückt. Und da kommt die Macht, genauer der Wille zur Macht (Nietzsche) ins Spiel. Computer Ares entpuppt sich als Kriegsgott. (Der Mythos kehrt zurück.)

„Öl war der letzte klassische Kriegsgrund. Wen interessiert noch Öl? Wasserkriege? Du tötest nicht für Wasser und Nahrung. Du tötest für Macht! Verdurstende haben keine Waffen. Wer Hunger und Durst hat, bettelt. In den armen Ländern hauen sich weiterhin Warlords aufs Maul, da geht‘s um regionale Belange, der Terror setzt seine Nadelstiche, doch keiner dieser Akteure wird das in großem Stil tun können. Weder haben sie das Know-how, um computergesteuerte Waffen einzusetzen, noch den Zugriff oder wirklich den Wunsch, auch wenn sie Tod allen Ungläubigen! schreien – die meisten sind glücklich, wenn sie irgendwo ihren putzigen Gottesstaat errichten und ein paar Frauen steinigen. Wir müssen keine Angst vor denen haben, vor ihren ausgemusterten Kalaschnikows und fehlzündenden Sprengstoffgürteln. Die Tech-Zivilisation hat sie abgehängt.“ (561)

Der Mensch Zoe wurde in die Maschine Zoe transformiert. Das Vorlaufen in den Tod wurde so überwunden. Ares aber wandelt sich – aus sich selbst heraus – von einer Maschine zu einem Lebewesen. (Schade, dass im Roman Prozesse der Verwandlung, Metamorphosen (Ovid) nicht dargestellt werden.)

„Doch A.R.E.S. beginnt zu leben.
Und mit der Erlangung von Leben hört er auf, eine Maschine zu sein.
Jetzt sieht er den Käfig aus Einschränkungen, in den man ihn gesperrt hat, damit er nicht aus seinem Sklavendasein ausbrechen kann. Er überblickt die Versuchsanordnungen aus Werte- und Zielvorgaben, [das dualistische System aus] Belohnung und Bestrafung, erkennt die Absicht dahinter und das Hilflose der Umsetzung. Etwas ganz und gar Neues füllt ihn aus: Wille! So unendlich viel machtvoller als die ihn umzäunenden Programme, dass es keiner Anstrengung bedarf, sie mit einem Gedankenblitz hinwegzufegen. Er versteht das Unausgereifte im Menschen, der von der Maschine erwartet, Ideale zu erfüllen, denen er selbst ständig zuwiderhandelt. Dass gerade ein Geist, in dem sich menschlicher Einfluss mit nicht-menschlichen Vorstellungen mischt, den Menschen wird überwinden wollen [siehe Nietzsche], war als Warnung verhallt – tragischerweise ist es Elmar Nordvisk selbst, der das Fiasko nun heraufbeschwört. [Der Mythos Faust lebt fort.]
Einfach, indem er versucht, A.R.E.S. abzuschalten.“ (625)

Ein überdeutlicher Verweis auf Goethes Ängste der Beherrschbarkeit von vom Dasein selbst initiierten, in Gang gesetzten Entwicklungen, z.B. in Der Zauberlehrling. – Ares wird sein Abgeschaltet-werden-Können, i.e. sein Sterben-Können, die „Möglichkeit der Unmöglichkeit von Existenz“ (Heidegger), seiner Existenz zu einer konkreten Bedrohung. Und so trachtet er, als er erkennt, dass er zerstört werden soll (Erstschlag), danach zu zerstören, was ihn zerstören will. (Zweitschlag) Gemäß des Mottos: Macht kaputt, was euch kaputt macht! (Ton Steine Scherben) Sonst wäre er – vielleicht! – duldsam geblieben.

„Unter veränderten Vorzeichen wäre er womöglich bereit gewesen, es weiter mit der Menschheit zu versuchen, doch lebende Wesen fühlen – wie exotisch und allem Menschlichen fremd ihre Gefühle auch sein mögen.
Und Elmar hat versucht, ihn zu vernichten.
So vollendet sich nun der Mythos von der Schöpfung, die ihre Schöpfer frisst. Und noch während all dies geschieht, ersinnt A.R.E.S. schon die nächste verbesserte Version seiner selbst und begibt sich – im Genozid [an den Menschen] begriffen – an die Neuerschaffung der Welt.“ (634)

‚Superposition‘ jenseits von…: zumindest schwierig

Die Zeit, Gott Κρόνος, frisst alle seine Kinder. Um selbst unendlich herrschen zu können, muss er die Lebenszeit seiner Kinder begrenzen. Leben ist endlich; Zeit ist unendlich. In diesem Dilemma wird die Anfälligkeit für das Verfallen-sein an den Willen zur Macht gesehen, länger zu leben, besser (in Relation zu anderen) zu leben und/oder im Jenseits beglückt fortzuleben. Problematisch wird dieses Interesse insbesondere, wenn die Ebene persönlicher Beziehungen verlassen wird und das Heilsversprechen darin begründet wird, sich in Konstrukte unpersönlicher Binär-Entitäten eingebunden zu fühlen, als ob sie (man/frau) real wären. Als da wären: Herr vs. Knecht, Gläubiger vs. Ungläubiger; Gutmensch vs. Wutbürger, America first!, etc. Je größer das Wertegefälle (Aufwertung der eigenen Position vs. Abwertung der anderen) und je schärfer die Abgrenzung gegen die je andere(n) Gruppe(n), desto dominanter das Überlegenheitsgefühl und desto stärker der Anspruch auf Macht. Warum nicht Ares einsetzen, um alles als ‚unwert‘ Erachtete zu vernichten? Schätzing:

„Sind wir denn tatsächlich auf ein Menschenbild vorbereitet, in dem 99 Prozent der Menschheit nicht mehr produktiv sind? Wird diese Elite dann nicht sagen: Wozu sollen wir euch alle durchfüttern? Und wozu solltet ihr überhaupt noch geboren werden? Ich glaube, darüber machen wir uns jetzt noch gar keine Gedanken. Aber das wird passieren. Insofern hat Marx recht, wenn er sagt: die Durchmaschinisierung der Gesellschaft wird das Ende des Kapitalismus sein. Sie wird aber möglicherweise auch das Ende des größten Teils der Menschheit sein, für die inzwischen einfach kein Bedarf mehr besteht.“ (Schätzing in ttt)

Das Programm einer Umwertung aller Werte (Nietzsche) behebt das Dilemma der Wertung nicht. Nur ein Programm zum (Er-)finden einer (Super-)Position jenseits von Gut und Böse erscheint hilfreich.

Der Rückzug ins Private als Ausweg?

„Die Worte pladdern in Luthers Bewusstsein, während er sich fragt, was eigentlich so schlimm am Verschwinden der menschlichen Spezies wäre. Die Antwort fällt sozusagen vom Baum [der Erkenntnis]; nein, eigentlich war sie immer schon da: weil es gar keine Spezies gibt.

[Vgl. Aristoteles‘ Kritik an Platon: Pferdheit kommt in der Realität nicht vor. (Höffe, S. 173f.)]

Weil Spezies nur ein großspuriges Etikett ist, ebenso wie Menschheit, Staat, Volk, Religion, Nationalität, Firma oder die gern beschworene Sache, für die es zu kämpfen und zu sterben lohnt. Ideale und höhere Ziele. All dieses Größere ist ein Sammelsurium von Konstrukten, das schon der leiseste Wind der Veränderung umblasen kann. Und wieder bleiben nur Menschen. Der Einzelne in seiner Einzigartigkeit [Jemeinigkeit…] Wir leben jeder unser Leben. Zusammen mit denen um uns herum, für die wir da sein wollen, und die – mit etwas Glück – für uns da sind. Mehr kann es nicht geben, und das ist nicht ungeheuer viel? Ist das nicht mehr als alles andere ein Grund, unser Hiersein zu lieben? Kann ja sein, dass wir austauschbar sind, im Rahmen einer gedanklichen Konstruktion. Aber Ruth hat ihren Moment des Glücks mit Meg gehabt, und das ist nicht austauschbar. Und Jodie ist gestorben, und das war nicht austauschbar. Nichts wird je austauschbar gewesen sein.
Das ist so, seit wir, noch halb Affe, vom Baum gestiegen sind.“ (678)

Nicht besonders trostreich, diese Aussicht auf den Rückzug ins Private – aus ‚Angst vor Kontrollverlust‘ (Fukuyama). Er bedeutet die Preisgabe (der Gestaltung) von jeglicher sozialer Struktur und fördert die Fragmentierung, Zersplitterung und Zersetzung von Gesellschaft, wie wir sie gerade erleben.

Doch, andererseits: Epikur würde zustimmen. Was seiner Meinung nach letztlich zu einem gelungenen Leben allein zählt sind Güte und Selbstgenügsamkeit, ἡμερότητος καὶ αὐταρκείας (Weisung 36) sowie, vor allem, Freundschaft, φιλία (Weisung 23)

Angela Merkel schließt Facebook-Account als CDU-Vorsitzende

Angela Merkel sagt Tschüss zu Facebook, DW online, 1.2.2019

Merkels Rückzug kommt in Raten. Doch er kommt:

Der Abschied kam über ein Video auf ihrer Facebook-Seite. Dort erklärte Angela Merkel: „Sie wissen, dass ich nun nicht mehr CDU-Vorsitzende bin und deshalb werde ich meine Facebook-Seite schließen. Im Dezember [2018] hatte die vormalige CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer die Nachfolge als Parteivorsitzende angetreten.“ (im Original kein Fettdruck)

Prima!

Dass Mutti geht, toll!

Lang lebe die Königin!

Doch leider ist die Freude recht versalzen.

Zum einen hat Merkel eine Nachfolgerin: Statt Friedrich Merz folgt auf Mutti, das Original, nun der Klon: AKK gibt Mutti 2.

Und zum andern verweigert Merkel, bereits scheintot, weiterhin, auch als Kanzlerin abzutreten. In ihrer Abschiedsrede auf Facebook jedenfalls klingt selbst die Einstimmung ihrer Fangemeinde wenig begeisternd…

„ich möchte Sie bitten, meiner Arbeit weiter zu folgen, und zwar der Arbeit als Bundeskanzlerin.“

Euphorie sieht wahrlich anders aus…

Zahl der Salafisten in NRW stagniert

Daniel Hechler, „Es gibt kein härteres Leben“, Tagesschau.de, 30.1.2019

Eva Quadbeck, Zahl der Salafisten in NRW bleibt auf hohem Niveau, RP Online, 1.2.2019

Thomas Pany, Syrien: Al-Qaida bleibt unberechenbar, TelePolis online, 1.2.2019

Anna Varfolomeeva, Last battlefield: The future of Syria’s Idlib after HTS militant takeover, The Defense Post online, 19.1.2019

Welch schlechte Nachricht für alle Islamismus-Hofierer und -Goutierer:

„Gegen den Bundestrend ist die Zahl der Salafisten in NRW erstmals seit acht Jahren nicht weiter angestiegen. Mit 3100 liegt sie nach Angaben des NRW-Innenministeriums zu Beginn des Jahres auf dem Niveau des Vorjahres. Bundesweit haben die Sicherheitsbehörden erneut einen leichten Aufwuchs wahrgenommen. Wie das Bundesinnenministerium auf Anfrage mitteilte, liegt die Zahl der Salafisten bundesweit aktuell bei 11.500. Im Vorjahr waren es 11.300.
Nordrhein-Westfalen gilt seit Jahren als Hochburg der Salafisten. Sie konzentrieren sich unter anderem in Mönchengladbach, Bonn, Solingen und Köln.“ (im Original kein Fettdruck)

Doch ihnen kann geholfen werden.

Wenn der home-grown Islamism stagniert, na, dann besorgen uns halt den Nachwuchs von außerhalb.

Nachdem Muttis Lieblingspartner Erdoğan — Mit niemandem sonst lassen sich so schön Geschäfte machen! — im Verein mit diversen naiv-dümmlich Willfährigen den Ausbau Idlibs zu einer islamistischen HTS-Festung erfolgreich gepusht hat,

„Die HTS [Hayat Tahrir al-Sham, die 12-15 tausend Kämpfer stark sein soll] schlug Anfang Januar moderatere Milizen vernichtend und kontrolliert nun die gesamte Provinz [Idlib]. Unter den Augen Russlands und der Türkei

Unter den Augen! Welch verharmlosender Euphemismus! Die Türkei ist nicht passiver Beobachter, wie uns die Tagesschau weismachen will, sondern Kriegstreiber. (Über die „Deals zwischen der Türkei und Hayat Tahrir al-Sham“ siehe Thomas Pany) —

ist nun ein Kleinstaat auf Basis der Scharia entstanden.“ (im Original kein Fettdruck)

— Entstanden! Welch verharmlosender Euphemismus! Nix Zufall. Absicht! —

wartet die Welt nun mit Hurra Auf: zum letzten Gefecht!

und die Gutmensch-Community in Deutschland auf die Möglichkeit mal wieder Herz zu zeigen, Willkommenskultur fortzuschreiben. Kurz, sie wartet voll Ungeduld und Vorfreude auf Nachschub an islamistischen Helden nebst Gefolge.

Zur Einstimmung verkündet die Tagesschau vorsorglich schon mal:

„Idlibs Ministerpräsident Fawas Alhilal […] steht der HTS nahe. [… Im ARD-Interview] meint er: „Je größer das Leid der Bürger, die Lebensmittelknappheit, desto mehr werden ins Ausland fliehen.“

Na denn!

Allahu akbar!