Niklas Maaks Kritik an „Technophoria“

Andreas Krieger, Künstliches Meer in der Sahara und vollvernetzte Städte, ttt, 19.7.2020

Laut Andreas Krieger „erzählt“ Niklas Maaks Roman

„Technophoria“ […] vom ewigen, sinnlosen Traum der Herrscher, die Erde nach ihrem Wunsch zu formen und die Schwachen zu unterwerfen. Die Herrscher: sind vielleicht bald die Maschinen. Die Diener: wären dann wir.“

Leider ist der Roman – als Roman! – konzeptionell wenig überzeugend. Das Pro und Contra der Technik-Phorie und ihrer machenschaftlichen Umsetzung wird nicht in eine stringente Handlung überführt. Zudem sind die Roman-Charaktere wenig detailliert und nicht authentisch ausgestaltet.

Das ist schade: Denn Maak zählt zu denen, die über KI – insbesondere in ihrer smarten Spielart – nicht nur schwafeln, sondern intensiv nachdenken.

In Kriegers Beitrag (für ttt) sind folgende 5 höchst bedenkenswerte Zitatblöcke Maaks eingewebt:

I – Ziel smarter Technologie, allgemein

„Das Ziel der ganzen smarten Technologien ist das, dass man dem Menschen, wenn man es freundlich macht, seine Wünsche von den Augen abliest oder aus den Gedanken abliest. Unfreundlicher oder realistischer müsste man sagen, das Ziel ist, ihn komplett vorausberechenbar zu machen. Die Internetkonzerne wollen schon wissen, was wir übermorgen wollen, ja, und erzählen uns dann auch, was wir wollen. Das heißt: der Preis dieser ganzen Komfort- und Sicherheitstechnologien ist, dass wir in unseren freien Entscheidungen immer mehr geändert werden.“

II – Umbau der Städte zu smart cities

„Der Umbau all unserer Städte in smart cities ist eigentlich das größte ökonomische Programm seit Erfindung des Kapitalismus. Man kann sagen: am Ende als dessen, was sozusagen der Kapitalismus, wie wir ihn kennen, Industriekapitalismus ökologisch angerichtet hat, kommt jetzt der ökologische Umbau der Städte, wo alles rausgerissen wird aus den Städten, was da verbaut wurde, von Fassaden, Dämmungen, Straßen, Autos: Alles was in den letzten hundert bis zweihundert Jahren darein gesteckt wurde, muss raus und wird ersetzt durch eine Palette von neuen Produkten. Das ist natürlich ein absurd großer Markt.“

III – Überlegungen zur Flutung der Kattarasenke

Krieger: „Achtzig Kilometer von der Mittelmeerküste liegt in der Sahara die Kattarasenke mit dem tiefsten Punkt Afrikas von minus hunderteinunddreißig Meter.“

Maak: „Und die Idee war immer, dass man diesen kleinen, gar nicht großen Weg überbrücken kann. Dann fließt aus dem Mittelmeer das Meer in die Kattarasenke rein. Kattara ist sicherlich eins der großen Weltumbauprojekte gewesen [!] mit enormem Potenzial. Wenn man sich vorstellt, wenn es klappt, [!] hat man da ein Meer, an dem Städte gebaut werden können, Handel getrieben werden kann, eine ökologische Industrie entstehen kann, weil man mit Wasserenergie diese Industrien speisen kann. Das ist ein enormes Potenzial. Wenn es schief geht – es gibt auch Skeptiker, die sagen, dann gerät das gesamte meteorologische Gleichgewicht auseinander; und diese Wolken ziehen vielleicht gar nicht über die Sahara, wo sie segensreiche Wirkung entfalten könnten, sondern sie ziehen nach Europa. Dann haben wir in Europa für die nächsten sechshundert Jahre eine Dauerregenzeit.“

IV – Begegnung mit dem Gorilla: eine Intervention

„Der Mensch geht in den Dschungel und trifft den Gorilla und ist ganz gerührt, weil er glaubt, er hat die ganze Welt zum Guten repariert, ja, und plötzlich sieht er aber, das ist gar kein archaisches Paradies. Der Gorilla ist nicht mehr das unberührte Tier, von dem er geträumt hat. Der Gorilla ist selber jetzt neugierig und verändert sich auf eine Weise, die der Mensch nicht kontrollieren kann. Also schon wieder läuft er in dem Moment, wo er glaubt, jetzt haben wir ‘s geschafft, in eine Situation rein, wo alles sich radikal verändert, und er kann ‘s nicht mehr kontrollieren.“

V – Inkorporation in smarte Welt(en)

„Ja, man kann sagen, dass uns die Roboter und die Computer immer nähergekommen sind, dass wir erst den Computer als ein Gegenüber wahrgenommen haben. Dann war plötzlich an unserer Hand in Form eines Mobiltelefons, einer smart watch. Dann wurde es schon Teil des Körpers und fraß Teile des Körpers an. Und plötzlich müssen wir feststellen: wir sitzen im Roboter. Wir sind vom Roboter aufgefressen worden. Wir sitzen in Häusern, die Roboter sind. Wir sitzen in Autos, die uns in all unserem Handeln überwachen. Das heißt: wir sind in der unangenehmen und unkomfortablen Situation, dass die sogenannten smart homes, smart cities, die uns ja dienen sollen und unser Leben einfacher und bequemer und sicherer machen sollen eigentlich Geräte sind, ja, dramatisch könnte man sagen: Monster, die uns verschluckt haben. Wir sitzen drin, und jetzt wird‘s schwierig, einen Ausgang zu finden.“

Maaks Befund ist konsequent dystopisch, aber so: dass er auch Gedanken-Spielräume für die Entwicklung von Gegenszenarien zulässt und einfordert. Denn noch sind die Prozesse nicht unumkehrbar und die Freiheit unseres Willens ist noch nicht perdu…

Doch wie gesagt: In seinem Roman gelingt es Maak leider nicht, sein Vorhaben clare et distincte auszuführen. Schade!!

— Selbst, wenn wir wollten, wir können uns der Sorge gar nicht entziehen. Nutzen wir dies, unser (existenzialontologisches) eigenstes Potenzial!!

Elie Rosen widersetzt sich Gutmensch-Propaganda

Martin Hoferick, Antisemitismus in Österreich, Kulturzeit (3sat), 25.8.2020

Peter Schneeberger im Gespräch mit E. Rosen, Elie Rosen über Formen des Antisemitismus, Kulturzeit (3sat), 25.8.2020

Ingrid Kornberger, Synagogen-Angriff: Verdächtiger ist 31-jähriger Syrer, Die Presse online, 24.8.2020

Vorspiel

Kaum hat ein ach so süßer Flüchtling einen antisemitischen Anschlag verübt (in Graz am 22.8.2020), wird von der Gutmenschfraktion der Vorfall entsprechend verharmlost. So äußert denn Martin Hoferick in seinem Kulturzeit-Beitrag Antisemitismus in Österreich (drei Tage später) die Befürchtung:

„Der Festgenommene, ein Geflüchteter aus Syrien [„der seit sechs Jahren in Österreich leben soll“ (Kornberger)] wird als Anhänger eines islamischen Antisemitismus stilisiert. So wird der Vorfall von Rechten instrumentalisiert.“

Der Anschlag selbst wird gar nicht erst thematisiert, ist also nicht berichtenswert und folglich gar nicht (so) schlimm. — Anders wär’s natürlich, wenn ein ach so un-süßer, ach so böser Neonazi der Täter wäre. — Schlimm ist für Gutmensch Hoferick nur, dass die anderen, i.e. die bösen Rechten, sprich die Nicht-Gutmenschen dies Stück für ihre, i.e. moralisch verwerflichen Zwecke propagandistisch nutzen könnten.

Hauptstück

Und dann tritt auf: Gutmensch Peter Schneeberger.

Im Gespräch mit Elie Rosen, auf den der ach so süße Flüchtling einen Anschlag plante, versucht Schneeberger Rosen dazu hinzuleiten, den Antisemitismus zu einem Neonazi-Problem zu erklären. Doch Rosen widersetzt sich. So ein Schelm…

Hier die ungekürzte Textpassage:

Schneeberger frägt – Hofericks Befürchtung wiederholend und damit dem Zuschauer einbläuend: „Eine Studie hat ergeben, dass mehr als die Hälfte der antisemitischen Übergriffe in Österreich einen rechtsextremistischen Hintergrund hat. Steht es zu befürchten, dass die Angriffe in Graz politisch instrumentalisiert werden?

 

Doch Rosen antwortet wider Erwarten: „Wir führen, das heißt über die Israelitische Kultusgemeinde in Wien ein Monitoring durch von antisemitischen Vorfällen in Österreich. Ich gebe aber zu bedenken, dass dieses Monitoring ein Monitoring ist, das sich stützt auf gemeldete Vorfälle. Die Erfahrung zeigt, dass eine Vielzahl von, unter Anführungszeichen, kleinen Vorfällen, das heißt insbesondere Vorfällen, wo es nicht zu physischen Übergriffen kommt, erst gar nicht gemeldet. Die Dunkelziffer ist also sehr groß. Ich für meinen Bereich in Graz kann unterstreichen, dass wir es hier mit einem primär linksorientierten und das heißt primär Israel orientierten beziehungsweise muslimischen Antisemitismus zu tun haben. Letztendlich ist es aber auch egal, woher der Antisemitismus rührt, ob rechts-links, oben-unten, muslimisch oder Israel orientiert. Es ist inakzeptabel. Wofür diese Differenzierung allenfalls von Interesse ist, ist wie man die einzelnen Formen bekämpfen kann, weil hier wird man wohl auch differenziert vorgehen müssen.“

Nachspiel

Dass Rosen Schneebergers Vorurteil nicht bestätigte, sondern sogar die Linken (!!!) als Erst-Haupttätergruppe (!!!) und Muslime als Zweit-Haupptätergruppe (!!!) ausmachte, dürfte die ganze Kulturzeit-Redaktion schockiert haben. Schlecht geplant und noch schlechter gelaufen…

Daher: kaum zu fassen, dass das Interview trotzdem auf Kulturzeit ausgestrahlt wurde. –: Eine Autorität an Integrität wie Rosen anzugreifen, ist eben nicht opportun: Selbst wenn sie sich anders äußert als gewünscht/erwartet, empfiehlt es sich nicht, sie gegen sich aufzubringen.

Eben schlecht geplant und noch schlechter gelaufen…

Menschenrechtler El Mourabit verurteilt rassistische deutsche Polizei

Blaise Francis El Mourabit über Polizeigewalt, Kulturzeit, 18.8.2020

Er machte „Jagd auf Motorradfahrer“, tagesschau.de, 19.8.2020

Am Tag des jüngsten „mutmaßlichen islamistischen Anschlag[s] in Berlin“ am 18. August 2020 (tagesschau) veröffentlichte 3sat ein

„Kulturzeit-Gespräch mit Menschenrechtsanwalt Blaise Francis El Mourabit über Handy-Videos von Polizeigewalt in den sozialen Medien.“ (Untertitel des Kulturzeit-Beitrags; im Original kein Fettdruck)

Wie könnte wohl El Mourabits Verteidigungsrede des vermeintlichen Attentäters wohl aussehen?

I

Zunächst zur Faktenlage:

a) Stellungnahmen:

1. Martin Steltner, Sprecher der Staatsanwaltschaft Berlin warf dem Beschuldigten vor: „Jagd gemacht zu haben auf Motorradfahrer“.

2. „Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) zeigte sich bestürzt über den Anschlag. Unbeteiligte seien „aus dem Nichts heraus Opfer einer Straftat geworden“.“ (Tagesschau; im Original kein Fettdruck)

b) Tagesschau-Bericht:

Der Mann war der Polizei wegen mehrerer Straftaten bekannt – darunter Körperverletzungsdelikte. So auch vor zwei Jahren in seiner Unterkunft. In Ermittlerkreisen heißt es, er habe damals ebenfalls „Allah ist groß“ gerufen und gedroht, er werde viele Menschen umbringen. In diesem Zusammenhang war er offenbar auch in psychiatrischer Behandlung.

[Also: ein eigentlich ganz Lieber,— nur leider durch – wohl – deutsche Verhältnisse schrecklich traumatisierter, süßer Migrant.]

Personen, die psychisch auffällig sind, sich nicht in einem islamistischen Umfeld bewegen

[obwohl er bei „der Polizei […] als Kontaktperson eines islamistischen Gefährders geführt“! wird. Doch das zählt nicht: Denn die zwei haben wohl – ich schwöre – nur Karten gespielt, Tee getrunken und bißchen Haschpfeifchen geraucht.]

und selbst radikalisieren, seien für die Sicherheitsbehörden in ihrer Gefährlichkeit besonders schwer einzuschätzen, erklärt [der zum] ARD-Terrorismusexperte[n hoch gepuschte] Michael Götschenberg. Grundsätzlich, so heißt es in Sicherheitskreisen, habe sich die Bedrohungslage mit Blick auf den islamistischen Terrorismus in den vergangenen Monaten spürbar beruhigt.

[Wider besseres Wissen. Der jetzige Anschlag widerspreche der Gutmensch-Propaganda selbstredend nicht!!]

Der 30-jährige Iraker war 2016 nach Deutschland eingereist. Sein Asylantrag war abgelehnt worden, zuletzt lebte er [der Polizei bekannte Schläger!] mit Duldung in einer Berliner Wohnung zur Untermiete.

[Sprich auf Kosten des Steuerzahlers. Ist er doch eine — im Gutmensch-Jargon gesprochen — „Bereicherung“ für Deutschland.]

Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurden nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios keine Waffen gefunden. Die beschlagnahmten Datenträger werden zurzeit noch ausgewertet.

[Zum Pamphlete-Schreiben scheint er wohl nicht zu geistig krank zu sein…]

Offensichtliche Hinweise auf Verbindungen zu islamistischen Kreisen fanden die Ermittler in der Wohnung nicht.“ (im Original kein Fettdruck)

Wie auch? Hat er doch mit seinem islamistischen Freund in selbst auferlegtem Schweigen wohl nur Karten gespielt…

II

Mögliche Verteidigungsstrategie

Ein Menschenrechts-Gutmensch-Aktivist wie El Mourabit — der als Migrant mit deutschen Steuergeldern finanziert andere Migranten in ihrem Recht auf Einbürgerung und lebenslange Alimentierung durch die Steuerzahler vertreten darf — hat obigen Aussagen gemäß leichtes Spiel:

1. Der Polizeisprecher machte sich der Vorverurteilung schuldig: Einem ach so süßen Migranten „Jagd auf Motorradfahrer“, ggf. gar Bio-Deutsche (!) vorzuwerfen, zeigt wieder mal (siehe Kulturzeit-Beitrag) das social profiling der durch und durch scheiß rassistischen deutschen Polizei: Nicht der ach so süße, so gute, weil Deutschland bereichernde Migrant, sondern die scheiß böse, faschistische deutsche Polizei gehört eingeknastet!!

2. Eigentlich hat der sogenannte „Anschlag“ ja ohnehin gar nie nicht stattgefunden. Alles nur ein tragisches Missverständnis. Die Lenkung hat wohl versagt…

3. Außerdem sei der Täter ja nachweislich ohnehin nur ein — wie hinreichend bekannt — psychisch Kranker, sprich durch deutsche Behörden-Willkür!! schrecklichst Traumatisierter!! Wie kann man/frau einem ach so süßen Migranten auch sein Asylgesuch ablehnen. Klar, dass der traumatisiert ist und ausflippt. Sollte man/frau Verständnis für haben!!

Fazit: Alles nur eine Frage der Definition und des Vorurteils.

 

Femizide in der Türkei: unter der AKP auf Rekordhoch

Anne Brühl, Angst vor dem Mann, Auslandsjournal (ZDF), 6.8.2020

Milena Hassenkamp, Die Türkei ringt mit den Frauenrechten, Spiegel online, 8.8.2020

Jürgen Gottschlich, Geschlagen, gewürgt, verbrannt, taz online, 22.7.2020

Konvention des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, Deutsches Institut für Menschenrechte

Femizid: Es sind keine Einzelfälle, mdr online, 10.6.2020

Patricia Hecht, Besser tot als frei, taz online, 7.2.2020

Clemens Zerling, Vom phallischen Hermes zum weisen Trismégistos. Ein Offenbarungsprinzip und seine bunte Ausdrucksfülle, Basel u.a., 2019

Anton Weiher (Hrsg.), Homerische Hymnen, griechisch und deutsch, [Nachdruck der Ausgabe von 1951] München, 1970

Angesichts des jüngsten Vorhabens des Sultans (siehe Rückeroberung der Hagia Sophia zur Moschee) und seiner „Regierungspartei [AKP…], ein internationales Abkommen zu Frauenrechten zu kündigen“, weist Anne Brühl in ihrem Beitrag darauf hin, dass der bei uns zumeist unter dem Schlagwort „Ehrenmord“ diskutierte Themenkomplex in der Türkei unter Erdoğan massiv zunahm: Im Schnitt stirbt in der Türkei jeden Tag mehr als eine Frau durch häusliche Gewalt.

„Für 2019 hat die Plattform „Wir stoppen die Frauenmorde“ (Kadın Cinayetlerini Durduracağız) 474 derartige Delikte gezählt. Bis auf drei Fälle wurden alle Morde von Ehemännern, Ex-Ehemännern, Lebensgefährten oder anderen Männern aus dem unmittelbaren familiären Umfeld verübt.“ (Gottschlich; im Original kein Fettdruck)

Zum Vergleich:

Jeden dritten Tag wird in Deutschland eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet.“ (mdr; im Original kein Fettdruck)

In 2019 registrierte das Bundeskriminalamt in Deutschland insgesamt 111 Femizide. (mdr)

Einst gerierte sich die AKP-Türkei gar als Vorreiter:

„Die Türkei hatte das Abkommen des Europarats [„Konvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“] als erstes Land überhaupt ratifiziert – 2012.“ (Brühl; im Original kein Fettdruck)

Zum Vergleich:

„Deutschland [hingegen] hat[te erst] am 12. Oktober 2017 die Beitrittsurkunde zum „Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“ beim Generalsekretär des Europarats hinterlegt.“ (Dt. Institut…; im Original kein Fettdruck)

Heute will sich der Sultan von seinem einstigen Pseudo-Frauen-Kuschelkurs verabschieden. Er passt nicht (mehr) zur Sultan-Maske.

Auffällig nur, dass unsere Menschenrechtsfreunde (insbesondere die der taz) zwar Gewalt gegen Frauen anderswo, hier: der Türkei, lautstark und vehement verurteilen, sich aber kaum echauffieren, wenn bei uns einer der ach so süßen Flüchtlinge/Migranten auffällig wird. Dann greift sofort die allem übergeordnete Maxime der politischen Korrektheit, sprich Maulkorb, und – wenn nicht zu verleugnen – die Einzelfall-Doktrin plus sofortiger/gleichzeitiger Relativierung. So leitete Patricia Hecht ihren Artikel zum Jahrestag der Ermordung Hatun Sürücüs mit dem Satz ein:

„Die meisten Frauen werden hierzulande von Deutschen ohne Migrationshintergrund umgebracht. Die Öffentlichkeit verdrängt diese Tatsache gern.“ (im Original kein Fettdruck)

Ohnehin verbiete sich social profiling: eine Differenzierung nach Nationalität, Religion und allen sonstigen Kategorien, die „Minderheiten“ als besonders gewaltbereit diskriminieren könnten. –: Sind doch alle* ach so süß, die ach so süßen Migranten (extrem) islamistischer Vorprägung aus Syrien, Afghanistan, Irak, etc. und partiell extremistischer Vorprägung wie z.B. der Nordost-Türkei…

In dem Moment, in dem Migranten die Grenze ihres Heimatlandes überschreiten, gilt ihre islamistische Sozialisation als vergeben und vergessen und sie werden zu ach so süßen Flüchtlingen glorifiziert. Helleluja!

Ist doch der Islam, wenn er denn zu uns kommt, eine – wie es im Gutmensch-Sprech heißt – „Bereicherung“: per se. Lehrt der Koran uns amoralischem, ungläubigem, unaufgeklärtem Kapitalistenpack doch unseren selbstverschuldeten Untergang:

„Jedem Volk ist eine Frist gesetzt; und wenn ihre Stunde gekommen ist, dann können sie (sie) auch nicht um einen Augenblick hinausschieben […]

Die aber, die Unsere Zeichen verwerfen und sich mit Verachtung von ihnen abwenden, die sollen die Bewohner des Feuers sein; darin müßen sie bleiben.“ (Sure 7, Verse 35 u. 37)

Wie lange es wohl noch dauern wird, bis unter den Gutmensch-Dhimmis die Forderung laut wird nach Umkehr des Integrationsgebots: —

Sprich Integration von uns kuffār und kāfirūn unter die Herrschaft des Islam

der — inshallah — zahlreichst uns zuströmenden Besser-Mensch-Importe?

—–

* Alle ist u.a. eine Zuschreibung von allen an eine/n: Gott Pan (zu deutsch „all“) erhielt seinen Namen, weil alle der um Zeus versammelten Olympier „von Herzen […] froh und vergnügt wurden“, als Gott Hermes ihnen seinen wider ihr Schönheitsideal gestalteten, sprich doppelt gehörnten, Ziegenbock-bebarteten und -füßigen Sohn voller Stolz präsentierte:

„Pan aber nannten sie ihn, weil er [sie] alle vergnügte.“ (19. Hymne, An Pan, Vers 45ff, hier 47; siehe auch Zerling, 19f.)

Murat Cem war VP01. Zeit, Dank zu sagen: Çok çok teşekkürler, Murat kardeş!

Jörg Diehl, Roman Lehberger u. Fidelius Schmid, Under Cover. Ein V-Mann packt aus. München, 2020

Frank Jansen, Szene wächst auf mehr als 12.000 Menschen, Tagesspiegel online, 14.1.2020

Yassin Musharbash, Jenseits. Thriller, Köln, 2019

Mark Fahnert, Lied des Zorns, Thriller, München, 2019

Daniel Silva, Der Hintermann. Thriller. Aus dem Amerikanischen von Wulf Bergner. München,

42019

Die jüngsten Zahlen zur Entwicklung der Islamistenszene in Deutschland sind alarmierend. Sie wird gegenwärtig auf mehr als 12.000 Personen geschätzt. (siehe Artikel Frank Jansen).

Erschreckend ist aber auch der Vertrauensverlust in den Verfassungsschutz. Der Tagesspiegel bot/bietet in seiner Online-Ausgabe seinen Lesern die Möglichkeit an einer Umfrage teilzunehmen. Knapp 50 % kreuzten auf die (allein) zur Abstimmung gestellte Frage: „Wie groß ist Ihr Vertrauen in das Bundesamt für Verfassungsschutz?“ die Felder „Eher gering“ oder gar „Sehr gering“ an. Sprich: die Hälfte der Teilnehmer sagt, kein Vertrauen in die Arbeit der Verfassungsschutz-Profis zu haben! Auch wenn die Befragung – anders als behauptet – wohl kaum Repräsentativität beanspruchen kann, so liegt die aktuelle Stichprobengröße immerhin bei 3.096 Rückmeldungen im Befragungszeitraum: 1.5.-30.7.2020 (Mittag).

Wie gut also, dass es dem Verfassungsschutz gelang, eine Vertrauensperson (VP) wie Murat Cem in die Szene einzuschleusen. In Under Cover berichten die drei Spiegel-Reporter Jörg Diehl, Roman Lehberger und Fidelius Schmid über ihre Gespräche mit Cem alias VP01, die laut Polizei und Verfassungsschutz tiefer in die Szene eindringen konnte als jede andere VP. Und doch verspielte der Verfassungsschutz leichtfertig die sich durch diese VP eröffnenden Möglichkeiten, die Szene nachhaltig zu infiltrieren.

In ihrem Vorwort schildern die Verfasser, wie es zur Abfassung des Buchs kam (ab der Kontaktanbahnung per Mail am 22. Januar 2018) und stellen uns dankenswerterweise die Person näher vor, die sich hinter dem Pseudonym Murat Cem verbarg/verbirgt, wie und soweit sie sich ihnen in ihrer Zusammenarbeit ab „Frühjahr 2019“ hinweg erschloss. (16) Über ein Jahr dauerte es, bis Cem nach seinem Ausscheiden als VP01 aus dem Polizeidienst die Spiegel-Redaktion erstmals kontaktierte und fragte, ob sie Interesse an einer Story über seine VP-Vergangenheit habe. Aus den wieder ein Jahr später erst stattgefundenen Gesprächen wurde dann ein Buch.

„Murat Cem wurde geboren als Sohn türkischer Gastarbeiter, wuchs in einem Problemviertel auf, rutschte in die Kriminalität hinein, wurde von der Polizei erwischt, packte aus und stieg auf zum besten V-Mann, den die Ermittler in Nordrhein-Westfalen nach eigenem Bekunden je hatten. Er kaufte Drogen und Waffen, er überführte Mörder, er infiltrierte die Islamistenszene und schlief Kopf an Kopf mit Anis Amri in einer Moschee.“ (14; im Original kein Fettdruck)

Doch das „BKA glaubte, Murat sei ein Märchenerzähler, ein Wichtigtuer und Lügner. Den Terroranschlag auf dem Breitscheidplatz [am 19. Dezember 2016] sah Murat im Fernsehen, weinend. […]

Wahrscheinlich weiß Murat, der heute Anfang 40 ist und sich knapp 20 Jahre lang verstellen musste, nicht einmal genau, wer er überhaupt ist. Dieses Buch sei für ihn auch eine Form der Therapie, sagt er.

Sein Leben ist eine Geschichte, in der Täuschung und Verrat alltäglich sind. In der es darum geht, das Vertrauen von Menschen zu gewinnen, ihnen nahezukommen, sich mit ihnen anzufreunden, um sie auszuhorchen und hinter Gitter zu bringen. Das ist Murats Job gewesen, seine Berufung – ein Mann in streng geheimer Mission. Über viele Jahre erzählte er nicht einmal seiner Ehefrau, was er genau mit der Polizei zu tun hatte.

»Ich habe es geliebt«, sagt Murat.“ (15; im Original kein Fettdruck)

Nach Ende ihrer Unterredungen mit Cem, die sich etwa ein Jahr hinzogen, ziehen die drei Journalisten das Fazit:

„Fast zwei Jahrzehnte lang riskierte Murat sein Leben für den Staat. Und zahlte am Ende einen hohen Preis dafür.“ (16)

Will man/frau verstehen, was in der Kommunikation der Beamten mit Murat Bey letztlich so unbefriedigend, letztlich sogar verhängnisvoll lief, ist zunächst festzuhalten, dass V-Leute zumeist aus einem Unterschicht- bzw. unterprivilegierten (Gast-)Arbeiter-Milieu, häufig mit Kleinkriminellen-Vergangenheit stammen, das brav-biederen, politisch korrekt agieren müssenden Beamten des gehobenen Diensts, die sie führen sollen, (extrem) fremd ist — im Gegensatz zu Salafismus-/IS-Rekrutierern, was es denen – anders als der Polizei bzw. dem Verfassungsschutz – so leicht macht…

In Murats Worten:

„»Wer wird denn V-Mann? Kriminelle und Verrückte. Ich war beides.«“ (301)

Seine Herkunft hinderte Murat jedoch nicht daran, die Seite zu wechseln und sich voll für die Polizei zu engagieren. Um so bedauerlicher, dass die ihn ausbremste und verbrannte:

„»Ich glaube, wenn sie mich ordentlich behandelt hätten, […] hätte [ich] noch 100 Jahre für die Polizei gearbeitet. […] Wenn mich einer gefragt hätte: ›Liebst du deine Familie oder die Polizei‹ […], ich hätte gesagt: ›Ich liebe die Polizei.‹ […] Ich hätte sogar meinen Bruder verpfiffen, meinen eigenen Bruder.«“ (300f.)

Zusammengefasst: Murat vereint(e) zwei Eigenschaften, die für erfolgreiche Spitzel-Arbeit unerlässlich sind: Möglichst absolute Loyalität zum Auftraggeber und trotzdem zugleich die völlige Verwurzelung mit der auszuspionierenden Szene. Doch je intensiver der Kontakt zu den Auszuspionierenden wird, desto mehr besteht die Gefahr, dass die VP die Seite wechselt. Diese im Grunde leicht verständliche psychologische Einsicht scheint Murats Führungspersonen leider fremd gewesen zu sein…

Um die Psychologie der Akteure ggf. besser verstehen zu können, lohnt ein Blick in Politthriller, die die Islamismus-Thematik bespielen.

Einige Thriller wie Der Hintermann von Daniel Silva sind freilich extrem konstruiert und wählen Personen fern aller Realität zu ihrem Protagonisten-Ensemble. Dies ist im Fall Silvas umso bedauerlicher, als er als CNN-Journalist und im Orient tätig (!) war. Aufschlussreich, detailliert und plausibel ausgeführt ist bei ihm lediglich das Interessen- und Kommunikationsgeflecht zwischen den westlichen Geheimdiensten. In islamistische Netzwerke hingegen scheint er wenig – realitätsnahen – Einblick zu haben…

Mark Fahnert ist im Hauptberuf Polizist. Auch sein Thriller Lied des Zorns ist extrem konstruiert. Seine Protagonisten wandeln sich zudem im Lauf der Handlung, ohne diesen Wandel freilich überzeugend darzulegen. Legt man/frau seinen Thriller zugrunde, so erweist sich Fahnert als Polizist mit wenig Begabung und Empathie, sich in VPs einfühlen zu können. Auch bei ihm liegt der Fokus auf innerpolizeilichen (Netzwerk-)Strukturen: mit Tendenz zu Überzeichnung. So schwadroniert er über die „Monstrosität“ einer „geheime[n] Polizeistelle mit nachrichtendienstlichen Befugnissen“… (203)

Positiv hervorzuheben ist hingegen Yassin Musharbashs Thriller Jenseits. Musharbash wird vorgestellt als Autor mit deutschen und jordanischen Vorfahren (!) und vielfältigen journalistischen Erfahrungen. Zudem veröffentlichte er ein Buch über al-Qaida. (!) In seinem Thriller gelingt es ihm daher, sowohl ein IS-Leben (über den kompletten Lebenszyklus von der Rekrutierung über die Zeit im IS bis zum Ausstiegsversuch) als auch die Verhandlungen mit deutschen Behörden, insbesondere dem Verfassungsschutz, über die Rückkehr aus dem IS nach Deutschland realitätsnah, einfühlsam und überzeugend auszugestalten. Der Autor zeigt, wie sensitiv gerade verletzliche Netzwerke wie der IS auf Störungen/Irritationen im Verhaltensgrundmuster reagieren und Personen als suspekt aussortieren, von denen sie nicht absolut überzeugt sind.

Auch die deutsche Islamistenszene agiert – wie Under Cover ausführt – extrem vorsichtig und verfügt über eine ausgefeilte Feinsensorik des Controlling ihrer Entscheidungszirkel. So nah Murat dem Attentäter Amri auch kam, letztlich hatte er nie eine Chance, voll akzeptiert zu werden. Da er aber darin talentiert war/ist, auf andere zuzugehen, sich auf sie einzulassen und sein Leben mit ihnen – fast – vorbehaltlos zu teilen, kurz in seinen Aktionen authentisch zu sein, war/ist es ihm immerhin gegeben, an den inneren Kreis der anderen so nah als – einem Außen-stehen-Bleibendem überhaupt – möglich heranzukommen. Dies war/ist nachrichtendienstlich von kaum zu überschätzendem Wert.

Murat verbrannt zu haben, ist für den Verfassungsschutz und uns alle daher höchst tragisch und für seine Führungspersonen ein Armutszeugnis.

Çok sağolun, Murat’cığım!

 

 

Chinas Griff nach Europa – laut „Kronzeugin“ Sayragul Sauytbay

Sayragul Sauytbay und Alexandra Cavelius: Die Kronzeugin. Eine Staatsbeamtin über ihre Flucht aus der Hölle der Lager und Chinas Griff nach der Weltherrschaft. Zürich, 2020

Laut Sayragul Sauytbay, der als Kasachin selbst betroffenen, inhaftierten, gefolterten und geflohenen Kronzeugin über die Vorgänge der von China euphemistisch Berufsbildungszentren genannten Lager zur  Umerziehung der muslimischen Bevölkerung in Turkestan, gebe es einen „Drei-Stufen-Plan der Regierung Chinas“ (im Original kein Fettdruck) mit folgender beunruhigender Strategie:

Erste Stufe, 2014 bis 2025: in Xinjiang die Assimilation derer vornehmen, die dazu bereit sind, und die Eliminierung derer, die nicht dazu bereit sind. […]

Zweite Stufe: 2025 bis 2035: nach der Assimilierung in China folgt die Besetzung der Nachbarländer.

Langsame Einnahme, zum Beispiel von Kirgistan, Kasachstan oder Usbekistan, unter anderem durch die »Belt and Road Initiative« («Neue Seidenstraße«) und großzügige Kreditvergaben. Die wirtschaftlich gebeutelten Länder sollen sich Peking gegenüber hoch verschulden. Immer mehr Chinesen würden sich dort ansiedeln und einbürgern, Fabriken aufbauen, aber auch in Medienhäuser, Verlage und TV-Stationen investieren, um auf diese Weise der chinesischen Politik einen Weg in diese Länder zu ebnen. Weiterhin würde Peking Informanten und Spione in die Fremde schicken, um Regierungsgeheimnisse zu sammeln.

Dritte Stufe: 2035 bis 2055: Nach der Verwirklichung des chinesischen Traums folgt die Besetzung Europas.“ (240f; im Original kein Fettdruck)

Zudem soll es

„eine Liste mit 26 Staaten [… geben], sortiert nach den größten Feinden der Volksrepublik China.

Platz 1: USA. Platz: 2: Japan. Platz 3 oder 4: Deutschland oder Kasachstan. Wer von beiden vorne oder hinten lag, weiß ich nicht mehr genau.“ (248)

Wenn wir, sprich unsere politischen und wirtschaftlichen Eliten, eine (weitere) Intensivierung unserer politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu China intendieren, gar fordern, sollten wir NIE vergessen, dass China ein extrem repressives Gesellschaftssystem lebt und zu expandieren FORCIERT – siehe Tiananmen-Massaker vor 31 Jahren (4. Juni 1989), gerade erst begonnene Hongkong-Assimilation (per „Sicherheitsgesetz“), fortbestehende Drohung zur Rückintegration Taiwans, etc… Vorsicht vor diesem Partner tut Not!

 

Markus Gabriels gefeiertes Geschwafel über Moral und moralischen Fortschritt

Claudia Kuhland, Moralischer Fortschritt, ttt, 26.7.2020

Frank Schätzing, „Soziale Nähe ist wichtiger als Business und Konsum“, KLAMROTHS KONTER, ntv, 28.7.2020

Der Untertitel zu Claudia Kudlands Video lautet: „Philosoph Markus Gabriel weist einen Weg aus dunklen Zeiten“. Immerhin spricht sie von einem, nicht dem Weg schlechthin. Moderator Max Moor nennt Gabriel vorsichtig- distanzierend einen „renommierte[n] Philosoph[en]“. Das (allein) sagt über die Qualität nichts aus.

Das Werk, um das es geht, heißt: Moralischer Fortschritt in dunklen Zeiten. Universale Werte für das 21. Jahrhundert. Allein schon der Titel bedient auf Absatz(-Steigerung) zielende Klischees: „Fortschritt“ trotz „dunkler Zeiten“ dank Gabriel, dem Meister des totalen Durchstiegs. Kauft Leute! ttt hat’s empfohlen!! Die wissen, was gut ist!!!

Dann schauen wir mal, was Guru Gabriel Großartiges zu verkünden hat:

„Dunkle Zeiten

Gibt es auch helle Zeiten? Wohl kaum. Also macht diese Charakterisierung nur Sinn für die, die in Antagonismen denken und zudem ein pessimistisch-irrationales Vorurteil/Grundgefühl hegen und pflegen. Denn die sollen das Machwerk doch letztlich kaufen.

bestehen darin, dass es eben Kräfte wie Propaganda, Ideologie, Manipulation, Lüge, Fake News, Donald Trump und so weiter gibt, die uns die Tatsachen, also den Blick darauf, was wir tun sollen, verstellen. Und die Aufgabe der Philosophie besteht jetzt darin, ja, den Blick freizuräumen.“

Das heißt: Philosophie soll die zweckgebundene Vermeintlichkeit von Wahrheit (als Wahrheit von Aussagen) enttarnen. Mag sein. Doch selbst, wenn man/frau dem zustimmt, so ist die Nennung des Namens „Trump“ in diesem Zusammenhang sinnlos, weil sinnwidrig. Denn eine Person ist per se weder wahr noch falsch. Weder sie selbst noch – im Fall Trumps – ihre Wähler handeln per se (rein) rational vs. (rein) irrational. (siehe Keith E. Stanovichs jüngstes, noch nicht erschienenes Buch).* Gabriel selbst also betreibt Propaganda, indem er irrationale Vorurteile der Gutmenschen bedient und als wahr verkauft.

Zum sich selbst bestätigendem „ja“ weiter unten…

„Menschen beurteilen das Gute, das Neutrale und das Böse auf andere Weise.

Nach welcher Rücksicht? Jeder Forscher weiß, dass ohne diesen Bezug Forschungsresultate keine Relevanz beanspruchen können.

Ja,

Der Philosoph bestätigt sich selbst. Er zeigt sich wiederholt als Propagandist in eigener Sache.

man wird also andere ethische Urteile nachweisen können, teilweise,

Auch wenn unklar bleibt, worauf sich diese Relativierung beziehen soll –: auf ethische Urteile im Allgemeinen oder im Besonderen? – so ist jedenfalls zu konstatieren, dass Gabriel eine lediglich partiale Gültigkeit von Werturteilen unterstellt.

in Saudi-Arabien, insbesondere bezüglich Geschlechterrollen, als in Deutschland. Das ist so. Und der Gedanke des Universalismus lautet jetzt nur, dass eben wenn zwei sich in moralischen Fragen streiten, einer Recht haben muss.

Wer (welche Autorität) sagt das? Worauf (auf welchem Prinzip) gründet diese Behauptung?

Es gibt eine Realität, eine moralische Realität, die darüber richtet, wer richtig liegt und wer falsch.

Keith E. Stanovich und sein Team untersuchten die Wähler(schaften) von Trump und Hillary Clinton und fanden heraus, dass beide Wähler(schaften) sich hinsichtlich rational:irrationaler Begründung nicht signifikant unterschieden/unterscheiden. — Moralische Überlegenheit (über einen anderen) ist zudem per se irrational: Sie basiert auf Übertragung eines Herr/Knecht-Antagonismus von politischen Machtverhältnissen zum Zweck der eigenen moralischen Aufwertung und das heißt im Umkehrschluss: per se zu Lasten, i.e. der Abwertung anderer.

Der werte-relativistische, oder sogar werte-nihilistische Diskurs suggeriert, dass es sozusagen in Ungarn weniger schlimm ist, Flüchtlinge zu misshandeln als in Deutschland,

Der Verweis auf die ach so süßen Flüchlinge darf nicht fehlen: als Indikator der Zugehörigkeit zum Lager der Gut-, genauer: Bessermenschen.

als ob sozusagen das menschliche Denken auf der anderen Rheinseite schon ein ganz anderes wäre, ja.

Wenn Gabriel von seiner Aussage so überzeugt ist, warum schiebt er dann noch ein sie bekräftigendes „ja“ hinterher?

Auf der anderen Rheinseite ist zweifelsfrei auch gleich hier. Und in Ungarn ist es genauso moralisch verwerflich Flüchtlinge zu misshandeln wie zum Beispiel in Deutschland.

Aus Sicht eines Gutmenschen, wohlgemerkt! Denn der weiß was gut und böse ist a limine: für jetzt und alle Zeit: instinktiv, also eben nicht aus rationalem Grund. Denn sonst müsste Gabriel einen zureichenden Grund anführen. Dies bleibt er jedoch schuldig.

Moralischer Fortschritt ist eben nicht automatisch,

per Knopfdruck?

sondern führt immer dazu, dass die retardierenden Kräfte, die eben durch Propaganda, Manipulation, Ideologie und Lüge den Fortschritt verhindern wollen, dass die lauter, kräftiger, gefährlicher werden müssen, gerade deswegen weil Fortschritt stattgefunden hat.

Gabriel propagiert einen Sinn in der Geschichte: moralischer Fortschritt genannt. Dieser ist jedoch nur relativ und stets durch moralischen Rückschritt gefährdet. Moralischer Rückschritt setzt moralischen Fortschritt voraus: Moralischer Rückschritt ist, laut Gabriel, a se reaktiv. Wie kann es dann aber zu Fortschritt kommen?

Anders Hölderlin: Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch. (Patmos-Hymne) Demnach sind Krisen not-wendig (als Zwang von außen), um Auswege aus der Krise zu (er-)finden. Frank Schätzing formuliert diesen Zusammenhang unter Bezug auf technologischen (nicht moralischen) Fortschritt so:

„Wenn wir feststellen, dass Fortschritt tatsächlich immer aus Krisen kommt, dann kommt er natürlich immer von denen, die zwar die Möglichkeit zum Fortschritt haben, aber wo auch die Not am größten ist.“ (bei Klamroth)

Oder wie das Sprichwort sagt: Not macht erfinderisch. Diesen Aspekt aber unterschlägt Gabriel.

Die Präsidentschaft von Donald Trump, ja, ist eben nicht nur die dunkle Zeit der Trump-Regierung,

irrationaler Gutmensch-Sprech

sondern gleichzeitig geht es dort um Me-too, Black Lives Matter, Antirassismus,

All diese Bewegungen sind Reaktionen auf Krisen! Auf negativ empfundene: also Reaktionen auf (irrationale) Erlebnisse.

und so weiter, ja.

Und schon wieder das den eigenen Mist bekräftigende „ja“. Objektiv-rationale Argumentation hat dies nicht nötig. Gabriel enttarnt sich selbst wieder mal als pseudo-rational Sprachandelnder.

Also moralischer Fortschritt und moralischer Rückschritt, ja,

und nochmals…

kämpfen immer gegeneinander. Das ist das uralte Theorem eines Kampfes des Guten und des Bösen, aber das kann man auch ganz säkular und nüchtern beschreiben.“

Könnte man/frau…

„Ja, ich bin tatsächlich deswegen optimistisch, dass der Kampf letztlich, ja,

und nochmals…

von den Guten gewonnen wird,

sprich: den Gutmenschen!

weil die Tatsachen siegen.

Sofern sie nicht wie von den Gutmenschen, z.B. Gabriel, propagandistisch kontextualisiert werden.

Optimist zu sein in diesen moralischen Fragen heißt eben nicht, alles wird schön, ja,

siehe oben…

sondern es bedeutet nur, dass es möglich ist und sogar sehr wahrscheinlich, dass die Menschheit sich in Richtung des moralisch Guten sich dauerhaft entwickelt.“

Platon lässt grüßen. (Er ist der Erfinder der Identität des Wahren, Guten und Schönen.) — Und doch nur vermeintlich: Denn Platon glaubte, dass das Athen seiner Zeit (wie die griechischen πόλεις insgesamt) seine einstigen Ideale verraten habe. Geschichte ist diesem Idealisten nach eine Verfallsgeschichte…

FAZIT: Gabriel ist als ein Irrationalist enttarnt, der sich als Rationalist und Realist ausgibt. Sein Geschreibsel ist nichts als Propaganda in eigener Sache und erfüllt – zum Zweck des Verkaufs und zur Selbstbeweihräucherung gleichermaßen – die vorgefassten Gutmensch-Erwartungen. Hurra!!

Mit Philosophie hat der Stuss freilich nichts zu tun…

*Ein (von Heinz W. Droste geführtes) Interview mit Stanovich zu seinem neuen Buch erscheint demnächst auf Wissenschaft & Kommunikation

 

 

Rückeroberung der Hagia Sophia zur Moschee

Karin Senz, Erstes Gebet seit 86 Jahren, tagesschau.de, 24.7.2020

Christian Buttkereit, Die „Rückeroberung“ der Hagia Sophia, tagesschau.de, 24.7.2020

Christian Buttkereit, Tausende bei Freitagsgebet: Hagia Sophia ist wieder Moschee, BR24, 24.7.2020

Katja Belousova, Was hinter Erdogans Inszenierung steckt, ZDF heute, 24.7.2020

Hagia Sophia: Geht ja gut los – Imam Ali predigt mit Schwert des Todes!, 1984 Magazin online, 24.7.2020

İhlas Haber Ajansı (İHA), Erbaş: Çiğneyen lanetlenir, Sözcü online, 24.7.2020

Meriç Velidedeoğlu,  ‘24 Temmuz Lozan Günü’, Cumhuriyet online, 24.7.2020

Martin Gehlen, Der Kalif fordert den Gehorsam der Muslime, Stuttgarter Zeitung online, 6.7.2014

Pelin Ünker (Mit Agenturen), Daniel Derya Bellut, Verena Greb, Die Hagia Sophia ist wieder eine Moschee, Focus online, 24.7.2020

Susanne Burkhardt, Leitmotiv der Eroberung, im Gespräch mit Susanne Güsten, 24.7.2020

Bundesamt für Verfassungsschutz, Bundesamt für Verfassungsschutz stuft AfD-Teilorganisation „Der Flügel“ als gesichert rechtsextremistische Bestrebung ein, Pressemitteilung vom 12.3.2020

Istanbul Tourist Information, Hagia Sophia – Die Heilige Weisheit

— Presseberichte —

Das Datum für die erste Predigt nach der Rückeroberung der Hagia Sophia war mit Bedacht gewählt:

„Der Termin 24. Juli scheint nicht zufällig gewählt. Die regierungsnahe Zeitung Sabah hat darauf hingewiesen. Am gleichen Tag im Jahr 1923 schloss die Türkei mit damaligen Großmächten den Vertrag von Lausanne. In ihm sind die Grenzen mit Griechenland festgeschrieben.“ (Senz)

Am Tag, an dem sich der Friedensvertragsschluss von Lausanne (Lozan Barış Antlaşması) zum 97. Mal jährte, enterte der Präsident des Amts für Religiöse Angelegenheiten (Diyanet İşleri Başkanı), sprich für Islamismus türkischer Prägung, Ali Erbaş, die Kanzel der rückeroberten Hagia Sophia und predigte mit der Rechten auf das Schwert gestützt (kılıçla) dem auserwählten Volk mit Erdoğan an der Spitze:

“Bugün müminlerin sevinç gözyaşları içinde kıyama durduğu, huşu ile rükuya vardığı ve şükürle secdeye kapandığı gündür”

Heute ist der Tag, an dem wir [Allah] Treuen in Freudentränen ausbrechen und voll Ehrfurcht und Dank uns [vor ihm] niederwerfen.

„Ayasofya’nın ibadete açılması […] İslam medeniyetinin bütün zorluklara rağmen yükselmeye devam edişinin ispatıdır.“

Die [Wieder-]Öffnung der Hagia Sophia für das [islamische] Gebet […] ist der Beweis dafür, dass die Islamische Zivilisation trotz aller Schwierigkeiten voranschreitet.

Bereits die AKP-Initiative zur Umwidmung der Hagia Sophia wurde martialisch mit Schwert-Rhetorik vorgetragen:

„Begleitet wurde die AKP-Initiative von nationalistischer Rhetorik. „Die Hagia Sophia ist unser geographischer Besitz. Wer es mit dem Schwert erobert hat, besitzt auch die Eigentumsrechte“, polterte etwa der stellvertretende AKP-Vorsitzende Numan Kurtulmuş. „Die Hagia Sophia ist Teil unserer Souveränität.““ (Focus; im Original kein Fettdruck)

Nicht mal IS-Kalif Abu Bakr al-Baghdadi (Ibrahim Awad Ibrahim al-Badri) inthronisierte sich mit dem Schwert in der Hand. Das blieb auf Geheiß des neo-osmanischen Sultans seinem Obereinpeitscher Erbaş vorbehalten. Allāhu akbar!

„Es war Erbas, der Chef der Religionsbehörde, der die Gebetskanzel fast wie ein Eroberer bestiegen hatte: Mit einem Schwert in der Hand. Eine islamische Geste, bei der es darauf ankommt, in welcher Hand das Schwert getragen wird: Wer es rechts trägt, offenbart seine Absicht, es zu benutzen und zielt darauf ab, den Feind einzuschüchtern. Erbas trug es rechts.“  (Buttkereit; im Original kein Fettdruck)

Katja Belousova wies zudem darauf hin, dass die Inszenierung auch eine Rolle für den Sultan bereit hielt! Denn es war der Präsident der Republik Türkei, Erdoğan höchst-selbst, der zu Beginn der Zeremonie als Imam auftreten und die erste Sure des Korans, Al-Fātiḥa (Fatiha Suresi), beten durfte.

„1. Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen.

2. Aller Preis gehört Allah, dem Herrn der Welten,

3. Dem Gnädigen, dem Barmherzigen,

4. Dem Meister des Gerichtstages.

5. Dir allein dienen wir, und zu Dir allein flehen wir um Hilfe.

6. Führe uns auf den geraden Weg,

7. Den Weg derer, denen Du Gnade erwiesen hast, die nicht (Dein) Mißfallen erregt haben und die nicht irregegangen sind.“

Ein Staatsoberhaupt als Imam:

Für Beobachter in Istanbul ist klar: Durch diese Geste stellt sich Erdogan in eine Reihe mit den großen osmanischen Sultanen.“ (Belousova; im Original kein Fettdruck)

Die Richtigkeit dieser Mutmaßung zeigte sich u.a. zudem darin, dass Erdoğan unmittelbar nach Ende des Freitagsgebets das Grab von Mehmed II. besuchte, der 1453 Konstantinopel eroberte. Die historische Bedeutung wird klar, wenn selbst die vermeintlich „objektiv“ berichtende Website des türkischen Istanbul Tourist Information meint, explizit darauf hinweisen zu müssen:

„Nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen wurde die erste große Andacht am 3. Juni 1453 als Freitagsgebet mit dem Eroberer Fatih Sultan Mehmet abgehalten.“ (im Original kein Fettdruck)

In dieser Tradition also sieht sich der zum Imam ausgebildete Präsident der Türkei. Der 24. Juli 2020 wird in die Geschichte eingehen als Tag der neo-osmanischen Rückeroberung, der Re-Inthronisierung des Sultans, des Endes der durch Atatürk gegründeten Republik Türkei und…

— Analyse und Fazit —

Website-Stellungnahmen: Die Tagesschau-Redaktion sendete ein divergentes Bild. Während Karin Senz auf das Auftreten und die Botschaften von Erbaş nicht einging, sprach Christian Buttkereit schriftlich (nicht aber in seinem Audio-Beitrag für den BR!) Klartext. ZDFheute ging auf seiner Website sogar noch ausführlicher als Buttkereit auf die Botschaft des „Gebets“ ein.

vs.

TV-Stellungnahmen: Doch weder in Jörg Brases Bericht für das heute-journal noch in Oliver Mayer-Rüths Beitrag für die tagesthemen vom 24.7.2020 wurden weder Erdoğan als Imam noch Prediger Erbaş auf das Schwert gestützt gezeigt. Auch die Moderatoren beider Sendungen übergingen (verschweigend, aber politisch höchst korrekt) die Thematisierung dieser Symbolik: und zwar völlig!!

Stört das doch das Bild des ach so friedfertigen Islams und der ach so friedfertigen Migranten, die sich dank Mutti und Gutmenschenpack mittlerweile millionenfach in Deutschland tummeln, dank Lobbyisten ungestört (auch aus den Parlamenten heraus) agieren und zudem noch großzügig alimentiert werden.

Nur wenig beachtete Medien (u.a. auch Deutschlandfunk Kultur: Audio, nicht TV!) und die böse, böse, ach so böse AFD redet wieder mal Klartext. Auf dass der Verfassungsschutz diese Störer des dhimmi-Wohlgefühls endlich komplett – und nicht nur den „Flügel“ – liquidieren möge!! Auf dass es auch in Deutschland bald von den Minaretten schalle:

Allāhu akbar!

 

Migrantenfeindliche Übergriffe der Frankfurter Polizei

Otobong Nkanga über unser Verhältnis zur Natur, ttt, 19.7.2020

Frankfurt erlässt nach Krawallen Betretungsverbot für Opernplatz, Welt online, 20.7.2020

Nicolai Hagedorn, Ein strukturelles Problem, neues-deutschland.de, 1.1.2019

Was steckt hinter den Gewaltausbrüchen?, tagesschau.de, 20.7.2020

— I —

In einem in ttt am 19. Juli ausgestrahlten Beitrag äußert(e) sich Otobong Nkanga zum Thema Migration:

„Es geht ihnen [den Migranten] doch nicht unbedingt um den neuen Ort oder die Menschen dort, sondern sie möchten sich im Land verwurzeln. Sie wollen vielleicht nicht die Kultur übernehmen, nicht das Essen, aber sie brauchen Boden, um ihr Essen anzubauen. Das sind ganz verschiedene Denkweisen, ob man nun annimmt, jemand müsse sich dort integrieren, wo er lebt, oder ob er an einem Platz kommt, um ihn zu gestalten und seine eigenen Bedürfnisse anzupassen. Das sind zwei ganz verschiedene Dinge.“

Wie schön, dass eine Schwarzafrikanerin mal klar sagt, was die ach so süßen Flüchtlinge nach Europa zieht: Sie wollen hier Fuß fassen, Wurzen schlagen, sich reproduzieren und genauso weiterleben, wie sie es aus ihren Herkunftsländern gewohnt sind!! — Wie sagte einst Erdoğan so schön:

„Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“

Seid zahlreich und mehret euch, bis Deutschland unser ist.

Nur unser verblödet-naives Multikulti-Gutmenschenpack weigert sich beharrlich, das zu sehen:

Nicht sein kann, was nicht sein darf. 

— II —

Zuletzt in Frankurt kam es in der Nacht vom 18. zum 19. Juli zu einer Randale, an der sich überwiegend aus dem Umland angereiste Migranten beteiligten:

In der Nacht zum Sonntag war es auf dem Opernplatz in Frankfurt zu Ausschreitungen gekommen. Nach Angaben von Polizeipräsident Gerhard Bereswill wurden die Einsatzkräfte aus der Menge mit Flaschen angegriffen, obwohl sie deeskalierend gehandelt hätten. Mindestens fünf Beamte seien verletzt, mehrere Polizeifahrzeuge seien beschädigt worden. 39 Personen wurden festgenommen.

Die 39 festgenommenen Personen hätten überwiegend Migrationshintergrund, sagte Polizeipräsident Bereswill bei der Pressekonferenz. „Das reicht von Syrien, Türkei bis zu Spanien und Marokko.“ Es handele sich um 38 junge Männer und eine Frau. Sie seien zwischen 17 und 23 Jahre alt.

Die Personen der Gruppe seien überwiegend polizeilich bekannt, unter anderem wegen Körperverletzung, Diebstahlsdelikten und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Zum Teil seien die Personen alkoholisiert gewesen. Von den 39 Personen seien lediglich zehn Personen in Frankfurt wohnhaft. Gegen die Verdächtigen laufen Ermittlungen wegen schweren Landfriedensbruchs, Körperverletzung und versuchter Körperverletzung.“ (im Original kein Fettdruck)

Übrigens: Alle 39 Randalinskis wurden umgehend von der Justiz wieder auf freien Fuß gesetzt. Sind doch alle ach so süß, die Schläger, insbesondere die ach so süßen Flüchtling-Zuckerpüppchen unter ihnen!

Kann aber auch sein, dass die Haftrichter — wie Durchblicker Daniel Loick bereits vor über einem Jahr — das fiese Spiel der Polizei durchschauten:

„Daniel Loick ist Fellow am Center for Humanities and Social Change in Berlin. Soeben hat er im Campus-Verlag das Buch »Kritik der Polizei« herausgegeben, das sich u.a. mit polizeilichem Rassismus und mit der Frage von Polizei und Rechtsstaatlichkeit auseinandersetzt.“ (im Original kein Fettdruck)

Loick stellte damals bereits fest:

„Betroffenenverbände und Opfergruppen weisen schon seit sehr langer Zeit auf den Rassismus bei der Polizei hin.“

Nun ist ’s klar: Die im TV gezeigten Videos der Randale sind allesamt fake! Die Randale ging eindeutig von der durch und durch rassistischen Polizei aus! Die Polizei-Provokationen (z.B. einem Verletzten zu Hilfe kommen zu wollen) wurden (wieder mal) unterschlagen!! Die gegen die Polizei Agierenden hatten also alles Recht auf ihrer Seite: Sie mussten sich gegen die rassistisch-migrantenfeindlichen Übergriffe der Polizei wehren. Ihr gutes Recht!

— III —

Wird also Zeit, dass die Legislative alsbald einschreitet und der Polizei asap und absolut, striktest untersagt, Migranten auch nur in die Nähe zu kommen!!

Und außerdem sollte es von Staats wegen allen Staatsorganen, der Presse und allen Bürgerinnen und Bürgern verboten werden, Unschönes, id est Unwahres*, über Migranten zu sagen:

„Die Vorfälle in Frankfurt erinnern an die Krawalle in Stuttgart Ende Juni: Dort hatte es Auseinandersetzungen auf dem Schlossplatz zwischen Feiernden und der Polizei gegeben, an denen mehrere Hundert Menschen beteiligt waren. Im Anschluss war die Polizei in die Kritik geraten, weil sie bei ihren Ermittlungen auch das Umfeld der Verdächtigen und deren familiären Hintergrund – zum Beispiel die Nationalität der Eltern – untersuchte.

Kritik an Äußerungen zu Migrationshintergrund der Verdächtigen

Auch in Frankfurt gibt es Kritik über die Äußerungen zum möglichen Migrationshintergrund der Randalierer. Der Frankfurter Landtagsabgeordnete Turgut Yüksel (SPD) bezeichnete sie als völlig verfehlt.“

Gut dass wir in deutschen Parlamenten integre Persönlichkeiten —: da mit Migrationshintergrund — wie Turgut Yüksel — vom Namen her unschwer als Türke identifizierbar — sitzen haben, die ungeniert Migrationslobbying betreiben (dürfen): auf dass die Maulkorbgesetze rasch kommen mögen!

* Wenn Platon recht hat und das Wahre, Gute und Schöne identisch sind, so sei denn auch der Analogieschluss dem Idealisten wohlfeil, dass das Unwahre, Ungute und Unschöne identisch sind. Also spricht der Gutmensch: Über wen oder was Unschönes zu sagen, ist a priori unwahr. Nur Schönes ist Wahres. — Wir sehen (wieder mal), Primitivphilosophie kann durchaus nützen.

Übrigens: Ein von der bloßen Richtigkeitsthematik entkoppeltes Wahrheitsverständnis gibt Heidegger in Vom Ereignis (abgefasst zwischen 1936-38): „Wahrheit [als Wahrheit des Seyns] »ist« als Da-gründung und Da-sein.“ (329)

 

Ayasofya ist wieder unser, elhamdülillah!

„Das vergiftet die Beziehungen zur Türkei“, tagesschau.de, 11.7.2020

Merkel: „Dann ist das nicht mein Land“, ntv, 15.9.2015

Erkan Arıkan, Kommentar: Die Hagia Sophia wird wieder Moschee – Ein Schachzug Erdogans für den Machterhalt, Deutsche Welle online, 10.7.2020

Turgay Yildiz, YAŞASIN AYASOFYA İBADETE AÇILDI!, youtube, 10.7.2020

Freut euch, Ihr Brüder, Ihr Schwestern!

Endlich ist die Ayasofya (Hagia Sophia) wieder unser. Gepriesen sei Allah! Sein Prophet und Sultan Erdoğan, der Beste, der Schönste, der Herrlichste — nach dem Propheten!

Fluch über die Ungläubigen!

Im Land steht ’s freilich nicht zum Besten, aber wen schert ’s!! YAŞASIN AYASOFYA İBADETE AÇILDI!

Und Mutti nebst Gefolge, was machen die?? — Sie zeigen ihr kleinmütig „freundliches Gesicht“, kuschen und ducken sich. — Doch umsonst! Denn das Schwert ist unser!! Und wir haben erst begonnen…

„Sie sprachen «Oh weh uns, wir waren wahrlich Frevler !»

Und dieser ihr Ruf hörte nicht eher auf, als bis Wir sie niedermähten, in Asche verwandelnd.“ (Sure 21, 15f.)

Allāhu akbar!