Imam Husamuddin Meyer quakt auf Kulturzeit

Kulturzeit, 13.11.2019, ab min. 10,13

Imam Husamuddin Meyer mit weißem Turban auf rotem Grund, mit extrem langem weißen Bart nach Fundi-Art drapiert, einem kaftanmäßigen Kittel über dem Hemd und einem Holzspazierstock mit gerundetem Griff in der Linken sieht aus wie einem Karnevalskostümverleih — spezialisiert auf Mittelalter-Orient — entsprungen.

Einiges seines Lieblingsblabla aus dem nachfolgend vollständig widergegebenen Dialog mit Kulturzeit-Moderatorin Cécile Schortmann zu dem ängstlich aus der Türkei zurück-erwarteten IS-Gevolk in Fettdruck.

CM: Live bei mir im Studio ist jetzt der Imam Husamuddin Meyer. Er ist spezialisiert auf die Deradikalisierung von Islamisten, arbeitet als Seelsorger in der JVA in Wiesbaden und ist dort auch für junge IS-Anhänger zuständig. Herzlich willkommen, Herr Meyer.
HM: Dankeschön.

CS: Die Nervosität, die Aufregung in Deutschland ist g‘rade groß wegen dieser IS-Anhänger, die hier zurückerwartet werden.

[Abgeschoben von Muttis Liebling Erdoğan, mit dem sie seinerzeit einen großartigen Deal aushandelte…]

Sie haben Erfahrung mit solchen Radikalisierten. Wie mit ihnen umgehen? Und wie viel Gefahr geht von ihnen aus?
HM: Ja, zunächst muss ich da ein bisschen was korrigieren, weil meine Aufgabe ist eigentlich die Seelsorge

[so wie unser Oberpfaffe Gauck und Pfaffentöchterlein Mutti. Och, da wird einer/einem ja richtig warm um‘s Herz]

und die religiöse Betreuung

[Wie die wohl aussieht? Beispiel gefällig?

„Und die Ungläubigen – zur Hölle sollen sie versammelt werden“ (8,37)]

im Gefängnis, nicht die Radikalisierung. Aber ich mach diese Arbeit seit elf Jahren und hab schon von Anfang an festgestellt, dass dieses Thema immer wieder aufkommt, dass immer wieder Fragen dazu gestellt werden: Ist Terrorismus im Islam erlaubt? Und natürlich, als dann diese Hochphase kam, wo ganz viele Leute sich angezogen gefühlt haben und von dem sogenannten Islamischen Staat, ich sag lieber Satanischer Staat,

[vgl. Satanische Verse…]

weil mir das gar nicht gefällt, dass das in diesem Zusammenhang so genannt wird; und dann sind natürlich auch schon die ersten zurückgekommen. Man muss sagen, die meisten, mit denen ich im Gefängnis arbeite, sind normale Kriminelle; aber es sind viele, es sind, sagen wir mal, 10-15 Prozent der Leute, sind anfällig für Radikalisierung, wenn einer mal kommt, der ideologisiert ist. Und deswegen ist dieses für mich natürlich immer, birgt immer eine Gefahr in sich. Wenn jemand kommt, der ideologisiert ist und der dann auf Leute trifft, die Wut in sich haben [sogenannte Wutbürger] und diese Wut gerne kanalisieren würden; und ihre kriminellen Handlungen, die sie vorher schon

CS: Was machen Sie dann in diesem Moment, wenn Sie das merken?
HM: Also, wichtig ist erst mal, dass man die große Mehrheit schützt, indem man immer predigt, in den Freitagspredigten, die wir auch anbieten im Gefängnis, dass man schon mal eine Grundimmunisierung versucht zu erzeugen bei den Leuten, die dafür anfällig sein könnten. Dann ist natürlich, das seelsorgerische Angebot ist freiwillig. Das heißt nur diejenigen kommen in den Genuss, die selber dies wünschen. Und häufig ist es dann so, dass die Ideologisierten erst mal nicht mit einem Imam sprechen wollen, der nicht ihrer Meinung ist, der einer anderen Richtung, sozusagen, folgt. Und da braucht man erst mal viel Geduld. Aber meine Erfahrung ist, dass die Leute doch, wenn sie eine Weile da sind, dann eben das Angebot in Anspruch nehmen und auch gerne mal mit jemandem sprechen, der Muslim ist und der auch theologische Kenntnisse hat und wo man dann auch theologische Gespräche führen kann.

[ER aber „stärkte euch durch seine Hilfe und versorgte euch mit guten Dingen, auf daß ihr dankbar sein möchtet.“ (8,27)

Und so offenbarte ER den Engeln:

„Ich bin mit euch; so festiget denn die Gläubigen. In die Herzen der Ungläubigen werde ich Schrecken werfen. Treffet (sie) oberhalb des Nackens und schlagt ihnen die Fingerspitzen ab!“ (8,13)

Ach, wie friedfertig ist doch Allah. Gepriesen sei seine Barmherzigkeit! Und die seiner Vollstrecker, seiner Henker. Wie im Himmel so auf Erden!]

CS: Aber jetzt noch mal zurückzukommen auf die Leute, die jetzt hier erwartet werden. Die werden nicht alle ins Gefängnis kommen. Denn sie sind ja nicht nur, weil sie eine gewisse Ideologie verfolgen, gleich für den Knast, sozusagen, bestimmt. Da gibt‘s ja gar keinen Grund. Wie geht man mit diesen Menschen um? Wie kann man sie integrieren wieder in diese Gesellschaft?
HM: Ja, natürlich wird versucht, jetzt, bei denen eine Straftat nachzuweisen. Und ich kann jetzt nur von meiner Arbeit im Gefängnis sprechen. Wichtig ist vor allem, dass man, also, meine Aufgabe sehe ich darin, dass ich mich um die Seele kümmere der Menschen, dass ich auch schaue, was ist der Hintergrund. Warum sind die Leute überhaupt so geworden und wie sieht ihr innerer Zustand jetzt aus? Weil häufig ist ‘ natürlich schon so, und wir wissen alle nicht, wie die letzten, die jetzt zurückkommen aus Syrien, wie die drauf sind. Die ersten, die zurückgekommen sind, mit denen ich bis jetzt gearbeitet habe, sind fast durch die Bank desillusioniert gewesen. Die haben festgestellt, es war alles ganz anders dort unten als sie dachten. Und da war‘s natürlich nicht schwer. Da muss man natürlich dann schauen, inwieweit sind sie traumatisiert. Hab‘n sie Dinge erlebt oder eventuell sogar selber gemacht, die großen Schaden angerichtet haben an ihrer eigenen Seele auch. Oder, wie das jetzt bei den neuen ist, die jetzt kommen und länger geblieben sind. Ob die stärker ideologisiert sind, das wird sich dann zeigen nachher.

CS: Aber dennoch, Sie sind ja der Überzeugung, dass wir das schaffen.

[Wie einst Hilfspfäffin Mutti vorgab.]

Sie gucken da positiv in die Zukunft und sagen, Sie gehen von ungefähr 80 Männern aus, oder auch Familien, die hier hin kommen. Und Sie meinen, wir werden das im Griff haben?
HM: Also, von diesen 80 sind wahrscheinlich nur wenige Männer, die meisten sind Frauen und Kinder. Da ist es noch mal anders. Und das ist natürlich wichtig, dass mit denen, es gibt auch extra Deradikalisierungsprogramme, die dann gezielt mit diesen Leuten arbeiten. Meine Aufgabe ist die Seelsorge. Ich kümmere mich um den Menschen. Ich schau den Menschen erst mal ganz normal an und versuche festzustellen, ist denn das Herz getötet worden, sozusagen, durch den Aufenthalt dort unten. Weil durch diese Gehirnwäsche, die dort stattfindet, versucht man ja das Herz zu töten auf eine Art. Sonst ist man nicht in der Lage, diese Gewaltverbrechen dort durchzuführen. Und meine Aufgabe ist dann erst mal, das Herz wieder zu wecken und zu versuchen, dann da ein Gefühl, eine Barmherzigkeit wieder ‚vorzulocken und eventuell zu schauen, wie man die Wunden heilen kann, die da entstanden sind durch den Aufenthalt [: dort unten].

CS: Wir sehen das bei sehr brutal kämpfenden Menschen des IS. Was machen Sie für Erfahrungen? Was sind da, was stecken da, wenn Sie sagen: wir gucken da auf die Seele, für Menschen dahinter?
HM: Ja, bis jetzt, diejenigen, mit denen ich gearbeitet habe, die sind dahin gegangen aus verschiedenen Gründen, aus Abenteuerlust, weil die sind oft sehr jung gewesen, das waren oft 15-16-Jährige, die da verführt worden sind dahin zu gehen, weil sie was erleben wollten, weil sie vielleicht auch gedacht haben, dort wird man nicht diskriminiert, dort geht man in den Islamischen Staat. Das war eher ein genialer Werbetrick, dass sie das so genannt haben. Und dann sind sie dort angekommen und haben festgestellt, da kann man sehr schnell umkommen. Man kann sehr schnell geköpft werden von den eigenen Leuten.

[Köpfen: das darf man eben nur den andern antun, den kuffār. Die haben’s verdient! Ist’s doch SEIN Auftrag! (siehe 8,13)]

Die haben mir berichtet von dem Nachbarn, der grade mit ihnen gegessen hat, dessen Kopf dann nachher in der Mitte des Raums lag. Das sind natürlich schon Sachen, die man sich gar nicht vorstellen kann hier; und wo man schauen muss, wie kann man so was verarbeiten.

CS: Sie sagen, im Gefängnis sorgen Sie möglichst dafür, dass halt diese wirklich ideologisch Radikalisierten gar nicht mit denen zusammenkommen, die vielleicht eine Wut in sich tragen und anfällig dafür sind. Wie kann man denn generell, wenn wir in die Zukunft blicken, Radikalisierung vermeiden? In diese Richtung Islamismus?
HM: Ja, da gibt‘s, ja da müssen natürlich auch die Moschee‘, die Imame müssen da stärker zur Brust genommen werden, das heißt die müssen sich stärker mit dem Thema beschäftigen, dass da auch in den Moscheen; das ist jetzt nicht so, dass da, die Moscheen Brutstätten sind. Das nicht, aber die Imame sprechen nicht über das Thema immer. Und dann gibt‘s oftmals so kleine Gruppen, die dann sich bilden und die dann über solche Themen vielleicht nachdenken, weil die Themen nicht bearbeitet werden. Es gibt keinen Schulunterricht, wo über Islam gesprochen wird.

[Ach ja?]

Ich meine, im Gefängnis stellt man fest, die Leute interessieren sich alle für Islam. Die halten sich alle für Muslime selbst, haben aber überhaupt keine Ahnung von Islam. Die wissen gar nicht, was Islam ist, das heißt weil eben in den letzten 20 Jahren gar kein Unterricht stattgefunden hat. Die ganze junge Generation ist völlig ungebildet, und die hören dann nur diese Sachen, wenn dann jemand kommt, der denen beibringt, das ist der Islam. Und wenn sie dann noch die nötigen Voraussetzungen dafür haben, sie werden diskriminiert, sie haben Wut in sich, sie haben vielleicht schwierige familiäre Situationen, dann sind sie dafür möglicherweise anfällig.

CS: Herr Meyer, ich danke Ihnen sehr, dass sie hier waren. Und weiterhin viel Erfolg.

Oh, welch Freude, solch von der Mehrheit, den scheiß kuffār, gedemütigte, diskriminierte, klammheimliche Wutbürger-Experten um uns zu haben.

„Wußten sie denn nicht, daß Allah ihre Geheimnisse kennt und ihre vertraulichen Beratungen und daß Allah der beste Kenner des Verborgenen ist?“ (9,78)

Frohlocket, ihr Bürger.

Frohlocket, ihr einfältiges Dhimmigezücht.

Auch die Bundesregierung sieht Erdoğan als Islamisten – klammheimlich!!

Frog1(Arnd Henze, Türkei „Aktionsplattform“ für Islamisten, tagesschau.de, 16.8.2016)

(Nach dem Eklat kommt die Verteidigungsministerin, ZEIT online, 1.7.2016)

(tagesthemen 17.08.2016 22:16 Uhr)

(Thomas de Maizière, „Da ist nichts zu bereuen“, tagesschau.de, 18.8.2016)

(Günter Meyer, „Erdogan will sunnitische Herrschaft“, tagesschau.de, 18.8.2016)

(Bernd Benthin,Türkei empört über Terror-Analyse, mo:ma, 18.8.2016)

Nun ist es amtlich: Die Oberschleimer der Nation, Steinmeier – Politbarometer-Dauersieger – und Wir schaffen dasMerkel, verarschen das deutsche Volk. Ob ihre Wähler, die zugelullten und Verstand amputierten Gutmenschen nun aufwachen?? – Wohl eher nicht…

Hier die hübschesten Passagen aus dem Text von Arnd Henze, ARD-Hauptstadtstudio:

„Die Zusammenarbeit mit islamistischen und terroristischen Organisationen im Nahen und Mittleren Osten ist nach Einschätzung der Bundesregierung seit Jahren bewusste Politik der türkischen Regierung und wird von Präsident Recep Tayyip Erdogan aktiv unterstützt.

Das geht aus einer als vertraulich eingestuften Antwort auf eine Anfrage der Linkspartei im Bundestag hervor, die dem ARD-Hauptstadtstudio exklusiv vorliegt: „Die zahlreichen Solidaritätsbekundungen und Unterstützungshandlungen für die ägyptische MB (Muslimbruderschaft, Anmerkung der Redaktion), die HAMAS und Gruppen der bewaffneten islamistischen Opposition in Syrien durch die Regierungspartei AKP und Staatspräsident ERDOGAN unterstreichen deren ideologische Affinität zu den Muslimbrüdern.“ (Hervorgehoben im Original, Anmerkung der Redaktion) [Eigennamen in Henzes Text nicht hervorgehoben]

Beziehungen zur Hamas gezielt intensiviert

Damit stellt die Bundesregierung erstmals offiziell eine direkte Verbindung zwischen dem türkischen Präsidenten und einer Terrororganisation her – denn als solche wird zumindest die Hamas seit 2003 in der Europäischen Union eingestuft. Die Türkei habe die Beziehungen zur Hamas und anderen Organisationen sogar gezielt intensiviert, heißt es in dem Papier: „Als Resultat der vor allem seit dem Jahr 2011 schrittweise islamisierten Innen- und Außenpolitik Ankaras hat sich die Türkei zur zentralen Aktionsplattform für islamistische Gruppierungen der Region des Nahen und Mittleren Ostens entwickelt.“

Bisher bewusste Zurückhaltung der Bundesregierung

Wie brisant diese auf Einschätzungen des BND basierende Stellungnahme ist, wird im frei zugänglichen Teil der Stellungnahme deutlich. Eine offene Beantwortung könne „aus Gründen des Staatswohls“ nicht erfolgen, schreibt der Parlamentarische Staatssekretär im Innenministerium, Ole Schröder.

[Nicht nur dem stinkt ’s…]

Tatsächlich ist der Widerspruch zu den öffentlichen Aussagen der Bundesregierung offensichtlich: Seit Beginn der Flüchtlingskrise hatten sich vor allem Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit kritischen Äußerungen zur türkischen Politik bewusst zurückgehalten und zuletzt sogar Verständnis für das harte Vorgehen der Behörden nach dem gescheiterten Putsch geäußert.

[… Denn auf offiziellem Weg ist stets gutmenschiges Abwiegeln, Kuschen und Schleimen angesagt.

Daher wurde das brisante Papier – Schröders Antwort auf eine „Kleine Anfrage der Abgeordneten Sevim Dağdelen u. a. und der Fraktion DIE LINKE“ denn auch der ARD ohne vorherige Einbindung und ohne Absprache mit dem von der SPD geführten Außenministerium, insbes. Oberschleimer Steinmeier zugespielt… wohl zudem noch mit freundlicher Ermutigung des BND, den der Schmusekurs von Merkel und Co. gegenüber Erdoğan ebenso ankotzen dürfte wie den Verfassungsschutz Muttis Wir schaffen das-Gequake… (siehe Verfassungsschutz-Kritik an Merkel)]

Offenbar keine Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt

Doch nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios hat sich das Ressort von Innenminister Thomas de Maizière dabei nicht mit dem für diese Fragen eigentlich zuständigen Auswärtigen Amt abgestimmt. Der an die Linkspartei versandte Text liege bisher auch nicht vor, heißt es. [Haha!…]

Formal gilt die Antwort des Innenministeriums an den Bundestag allerdings nun dennoch als offizielle Position der Bundesregierung. [Wer immer der/die Whistleblower ist/sind: Das habt ihr herrlich eingefädelt. Danke!] Ein Vorgang, den der SPD-Außenpolitiker Rolf Mützenich scharf kritisiert. Er befürchtet Konsequenzen im Verhältnis zu Ankara: „Bei einer so sensiblen und weitreichenden Einschätzung hätte das Auswärtige Amt einbezogen werden müssen. Immerhin handelt es sich bei der Türkei um ein NATO-Land, und deutsche Soldaten sind dort gegenwärtig stationiert.““

Die aber dürfen von Bundestagsabgeordneten aus ihrer Heimat nicht besucht werden -, was freilich Nachrück-Mutti von der Leyen nicht von ihrem fotogen vermarkteten Schleimkurs abbringen konnte…

Und so gilt denn auch jetzt und allezeit der Regierungs-Imperativ: Es darf, soll und so wird denn auch voll Freude, volle Pulle gutmensch-korrekt abgewiegelt und weitergeschleimt werden. Von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Beweise gefällig?

Schröders Kommentar zu seinem angeblichen Büroversehen in den Tagesthemen am 17.8.2016:

„Wenn ein Mitglied des Deutschen Bundestages mich nach Informationen innerhalb des Zuständigkeitsbereichs der Bundesregierung fragt, dann ist es meine Verpflichtung auch entsprechend zu antworten. Wenn eine nachgeordnete Behörde entsprechende Informationen hat, da kann ich nicht einfach Informationen unterdrücken, wie das Auswärtige Amt das offensichtlich möchte.“

Sawsan Chebli, Stellv. Sprecherin Auswärtiges Amt:

„Das, was wir da lesen, machen wir uns in dieser Pauschalität nicht zu eigen.“

Quod erat demonstrandum…

Übrigens: Thomas de Maizière stellte sich nachträglich hinter Schröder:

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat die Einstufung der Türkei als „zentrale Aktionsplattform“ für Islamisten im Nahen Osten verteidigt. Das sei eine „pointierte Darstellung“ eines „Teilaspekts türkischer Wirklichkeit“, sagte er dem rbb. Die Realität in der Türkei und die Zusammenarbeit der Bundesregierung mit Ankara gingen darüber hinaus. Auf die Frage, ob er das Papier bereue, sagte de Maizière in dem Interview: „Da ist nichts zu bereuen.“ (im Original keine Hervorhebungen)

Damit ist nun endgültig klar, wo die Oberschleimer sitzen…

Meinungen von Türkeiexperten:

Günter Meyer:

Während sich das Auswärtige Amt von den kritischen Aussagen des Innenministeriums zur Türkei zumindest teilweise distanziert, hält Experte Günter Meyer die Einschätzung für realistisch. Im tagesthemen-Interview sagte er, der türkische Präsident Erdogan habe auch dem IS aktiv geholfen.

[…]

Günter Meyer, Leiter des Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt, teilt diese Einschätzung. In den tagesthemen sagte er, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan habe auch der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) bei der Ausbreitung in den Kurdengebieten im Norden Syriens aktiv geholfen – mit Waffen, der Einschleusung von Dschihadisten, der Versorgung verletzter Kämpfer und durch Ölschmuggel. „Erst als es auch in der Türkei zu einzelnen Anschlägen durch den ‚Islamischen Staat‘ gekommen ist, erst da hat sich Erdogan gegen den IS gewandt – allerdings nur in sehr begrenzter Form.““

Guido Steinberg:

„Also das wirklich Brisante scheint in diesem Papier nicht vorgekommen zu sein oder es wurde ganz einfach nicht zitiert. Das Brisante ist nämlich die Duldung des IS. Ohne das wohlwollende Schweigen, ohne die wohlwollende Duldung der Türken hätte der IS im Irak und in Syrien gar nicht so stark werden können.“ (mo:ma)


 

 

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Seid gefälligst tolerant, ihr kuffar!!

Frog1(Heike Klovert, Schüler verweigert Handschlag: Liebe Lehrer, bleibt gelassen, SPIEGEL online, 12.7.2016)

(Pierre Vogel, Den Handschlag verweigern ist nicht böse gemeint!!, YouTube, 15.4.2016)

(Matthias Bartsch, Andrea Brandt, Simone Kaiser, Gunther Latsch, Cordula Meyer, u. Caroline Schmidt, Haben wir schon die Scharia?, SPIEGEL online, 26.3.2007)

(Michael Kiefer, „Dann halt Hand aufs Herz“, ZEIT, 21.7.2016, 67)

—-

Heike Klovert fordert Toleranz:

Andrea Lüdtke leitet eine Schule in Hamburg, an der ein muslimischer Abiturient seiner Lehrerin nicht die Hand geben wollte. Aus religiösen Gründen. Die Lehrerin hatte ihm nach der mündlichen Prüfung gratulieren wollen. Der Schüler kündigte an, bei der Abifeier auch Rektorin Lüdtke nicht die Hand schütteln zu wollen. Na ja, wahrscheinlich nicht. Er sei sich noch nicht sicher.

[…] wenn es darum geht, wer wem nicht die Hand geben will, regen sich derzeit zu viele Menschen zu schnell auf. Dann geht es gleich um „Werte“ und um „uns“ und „die anderen“. Dann fallen Sätze wie: „Wer hier leben will, soll sich gefälligst anpassen“. Dann geht es stets auch darum, ob der Islam zu Deutschland gehört, ob er überhaupt dazugehören kann und darf. […]

Rektorin Lüdtke […] hat ihren muslimischen Schüler ernst genommen. Sie hat nicht versucht, ihn zu verbiegen [!!], damit er in ein vermeintlich deutsches Raster von Gepflogenheiten passt. Sie hat verstanden, dass Respekt [!!] nicht an einen Handschlag gekoppelt ist und dass nicht jeder zum frauenfeindlichen Extremisten wird, der sich mit einem Handschlag schwertut. In Japan verbeugt man sich voreinander. Das funktioniert auch. [Ja, weil DAS die – allgemein akzeptierte – Konvention ist (wie bei uns nun mal das Händeschütteln)…]

Für ihre Entscheidung muss Lüdtke nun viel Kritik einstecken. Sieben von dreizehn Lehrern aus dem Abiturjahrgang boykottierten die Abifeier am Donnerstagabend aus Protest. Das kann man machen. Mal [!!] ein Zeichen setzen und so. Doch es straft auch die Schüler, die sich gefreut hätten, mit allen Lehrern das bestandene Abitur zu feiern. Und wem hilft es?

Lüdtke kam mit ihrer Art offenbar weiter. Der betreffende Schüler habe ihr bei der Feier doch noch die Hand gereicht, sagte sie dem „Hamburger Abendblatt“.

Mit ihrer Haltung ist Frau Klovert voll der Ideologie Pierre Vogels (Kampfname Abu Hamsa) aufgesessen: Der sagt: Frauen nicht die Hand zu geben, ist ein Zeichen von Respekt. Also liebe männliche Deutsche, ihr scheiß kuffār, richtet Euch gefälligst danach!! Allahu akbar!!

Dass unsere verbeamteten Islamgelehrten das freilich ganz anders sehen: Wen wundert ’s?? — Michael Kiefer: „Ich warne davor, die Sache zu dramatisieren.“

Da heißt es — politisch (Gutmenschen-)korrekt — immer: Wir wollen keine Parallelgesellschaft! Und dann das. Beim Tolerieren der Handschlagverweigerung fängt ’s an, bei der freiwilligen!! Unterwerfung unter das Schweinefleischverbot in Kantinen von Schulen, Hochschulen und Asylantenheimen geht ’s weiter und beim richterlich tolerierten Verprügeln von Ehefrauen —

„In einer dienstlichen Erklärung legte die Richterin in Sachen Islam noch einmal nach: In Sure 4 Vers 34 enthalte der Koran „neben dem Züchtigungsrecht des Mannes gegenüber der ungehorsamen Ehefrau auch die Feststellung zur Überlegenheit des Mannes gegenüber der Frau“.“ (Haben wir schon die Scharia?) —

und der Anerkennung von Kinderehen (Urteil OLG Bamberg) per Dekret muss noch lang nicht Schluss sein… Hurrah!! Allahu akbar!!

Frog4

 


 


 

 

Can Dündar über die Silvesternacht-Grapschparty zu Köln

Frog1(Can Dündar, „Frau Merkel, hören Sie auf den türkischen Kerker!“, WELT AM SONNTAG online, 16.1.2016)

(Anant Agarwala, Mariam Lau und Khuê Pham, Der Albtraum, ZEIT, 7.1.2016, 2)

(Heinrich Wefing, Unter Schock, ZEIT, 7.1.2016, 1)

Can Dündar, derzeit prominentestes Opfer des Racheengels Erdoğans, über das Silvesternachtgegrapsche in Köln:

Köln? Das passiert auf dem Istanbuler Taksim-Platz jedes Jahr

Das, was in der Silvesternacht in Köln passiert ist, kam uns Türken wohlbekannt vor. Es war dasselbe, was sich jedes Jahr auf dem größten Platz von Istanbul, dem Taksim-Platz, zuträgt. Ein Ausdruck einer konservativen Machokultur und des Hungers auf Frauen, den diese selber produziert; Ausdruck einer Kultur, die in der Schule, bei der Arbeit, in allen Bereichen des Lebens Frauen von Männern trennt und versucht, sie in ihrer Rolle als Mütter zu Hause einzusperren.

In der Türkei kämpfen seit Jahren Frauen und Männer unter Lebensgefahr gegen dieses Weltbild und für ein laizistisches, modernes Leben und eine demokratische Republik. Sie sind davon überzeugt, dass man sich nicht mit den Symptomen, sondern mit den Ursachen auseinandersetzen und eine Politik entwickeln muss, die diese Ursachen bekämpft.

Auf welcher Seite aber stehen die westliche Welt und die Europäische Union und insbesondere Deutschland und Frau Merkel, wenn diese beiden verschiedenen Auffassungen in Istanbul oder in Köln aufeinanderprallen? Wir kennen die Antwort auf diese Frage. Und genau darum lächeln wir bitter, wenn wir von Merkels harter Reaktion auf die Angreifer von Köln hören.“

Und zum Kontrast das Gutmensch-Relativierungsgeschwätz von Anant Agarwala, Mariam Lau und Khuê Pham in der vorzeige-liberalen ZEIT:

Die „schlimmsten Vorurteile scheinen bestätigt.“ Wohl gemerkt: Sie scheinen bestätigt, sie sind es nicht. Die begrapschten Damen müssen sich geirrt haben.

Über das als Lea Westerkamp vorgestellte Opfer heißt es:

„Westerkamp tut sich schwer damit, ganz genau zu sagen, was sie denkt, vielleicht weiß sie es selbst noch nicht.“

War wohl alles nur ein Traum, ein böser Traum…

Und dann das Relativierungsgesülze:

„Nein, sie [Westerkamp] will keine politische Geschichte aus den Vorfällen machen.“

Natürlich nicht. Denn sie weiß ja, so wie auch die Autoren und mit ihnen all die Willkommenskultur-Apologeten:

„Dass Frauen in Nächten wie Silvester belästigt werden, bestohlen und betatscht, kommt immer wieder vor.“

Alles (nicht mal) halb so schlimm also. Gewaltexzesse seien ja schließlich, insbesondere in Köln, ohnehin nichts Besonderes:

„Dass ein Mob in der Kölner Innenstadt wütet, ist kein ganz neues Phänomen. Schon im Oktober 2014 verletzten 4000 überwiegend junge Männer 45 Polizisten [..]. Damals sprachen die jungen Männer Deutsch, trugen Glatze und nannten sich Hooligans gegen Salafisten.“

Was die  ZEIT-Relativierer freilich nicht wegvergleichen können: Diese Wahnsinnigen fielen nicht durch kollektive Grapschattacken auf.

Naiv-drollig auch die Empfehlung der frisch-gekürten Oberbürgermeisterin Henriette Reker: Frauen sollten „eine Armlänge“ Distanz zu fremden Männern halten. Dümmlicher geht’s kaum noch. Und so was ist Oberbürgermeisterin. Armes Köln!!

Ähnlich dümmlich äußerte sich auch Claus-Ulrich Prölß, Geschäftsführer des Kölner Flüchtlingsrats:

Flüchtlinge „lesen keine deutschen Zeitungen und schauen nicht WDR“. Und die Autoren ergänzen: „Von der Gewalt in der Silvesternacht hätten sie [die Flüchtlinge] noch gar nichts mitbekommen.“

Als ob Mann dazu Zeitung lesen oder fernsehen müsse… Was für Trottel!!

Besonders hübsch ist auch die Relativierungserzählung von Seite 1:

Heinrich Wefing schreibt:

„Das massenhafte Einkreisen, Begrapschen und Beklauen von Frauen ist eine Form des Straßenterrors, die wir nicht kennen. [Na, da wurde es aber Zeit, dass dem abgeholfen wurde. Wie schön. Seid dankbar!!…] Aus Indien ist Ähnliches bekannt [ah, das beruhigt aber…], auch aus Kairo, vom Tahrir-Platz, wo ein [!] Exzess sexueller Gewalt den Anfang vom Ende des Arabischen Frühlings [welch Euphemismus…]bedeutete.“

Na, dazu fällt mir doch der Aufstand gegen den bösen, bösen, allzu bösen Alaviten, den Ungläubigen al-Assad ein, den die CIA (neuerdings Seit‘ an Seit‘ mit Erdoğan und Mutti) ja schon lange weg haben wollte, spätestens seit 9/11. (Günter Meyer zu CIA, Russland und IS in Syrien) Jetzt, nachdem sich das Kriegsglück gegen die von der CIA mit aufgehetzte sunnitische Mehrheit (zu Aleppo und anderswo) wendete, wollen  diese, die einst großmäuligen sunnitischen Assad-Hasser weg aus Syrien. Und wo wollen sie hin? Ins Reich der Ungläubigen, auf dass die Merkelschen sie, das sunnitische Herrenvolk, durchfüttern und ihnen die Füße küssen, und das nicht nur zu Ostern, sondern jeden Tag aufs Neue. Sagt mal, ihr depperten Gutmenschen, habt ihr es immer noch nicht begriffen?? Erst vor ein paar Stunden mordeten wieder sunnitische Radikalinskis Christen, nur weil sie Ungläubige, Christen sind: (Taliban bekennen sich zu Anschlag in Lahore, ZEIT online, 27.3.2016) Ihr heißt Leute willkommen, von denen die Mehrheit Euch verachtet, offen verhöhnt, auszutzelt und Eure Dummheit verspottet. Ihr bornierten Trottel!!

Frog4

 

 

 

 

 

 

 

 

Günter Meyer zu CIA, Russland und IS in Syrien

Frog1(Günter Meyer, Kulturzeit-Gespräch mit Günter Meyer, Im Gespräch mit Andrea Meier, Kulturzeit, 15.2.2016)

Günter Meyer, Leiter des Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt, Uni Mainz:

USA-Intervention: Sturz al-Assads um jeden Preis

“Wie der ehemalige Nato-Generalsekretär bereits zehn Tage nach den Terroranschlägen in New York und Washington [11.9.2001] erfahren musste, plante die USA bereits damals einen Sturz des Assad-Regimes. 2006 sind Informationen durchgesickert, wonach klar die Destabilisierung des Regimes, gerade auch die Anfachung der ethischen Gegensätze im Vordergrund stehen sollte. Und als dann nach Beginn des Arabischen Frühlings die Proteste ausbrachen, war es vor allem die USA, die auf die anfangs gemäßigte Opposition gesetzt hat und damit kläglich gescheitert ist.“

Wirkung: Stärkung und Proklamation des (Gegen-)Staat der Islamisten

„Wenn etwa das syrische Regime, wenn Baschar al-Asad gestürzt wird, entsteht ein riesiges Machtvakuum. Mittlerweile ist klar geworden, dass dieses Machtvakuum nur von den radikalen islamistischen Gruppen gefüllt werden kann.“

Unterstützung der syrischen Islamisten durch die USA

Unterstützung „vor allem von der USA, in der Anfangsphase. Es wurden Waffen über den CIA aus den Arsenalen von Gaddafi aus Libyen geliefert. Es wurden in großem Stil über die Türkei Waffenlieferungen durchgeführt, an gemäßigte Rebellen. Nur diesen gemäßigte Rebellen entpuppten sich dann als Nusra bzw. als Anhänger des Islamischen Staates.“

Russlands Desinteresse an einer Flüchtlingsproduktion

Russland hat kein primäres Interesse daran, die Flüchtlingsströme zu verschärfen. Davon kann keine Rede sein. Sondern bei den russischen Interessen, gerade auch beim Vormarsch im Norden des Landes geht es darum, dass die wichtigsten Teile des Landes unter die Kontrolle des Regimes zurückzubringen.“

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