Rückeroberung der Hagia Sophia zur Moschee

Karin Senz, Erstes Gebet seit 86 Jahren, tagesschau.de, 24.7.2020

Christian Buttkereit, Die „Rückeroberung“ der Hagia Sophia, tagesschau.de, 24.7.2020

Christian Buttkereit, Tausende bei Freitagsgebet: Hagia Sophia ist wieder Moschee, BR24, 24.7.2020

Katja Belousova, Was hinter Erdogans Inszenierung steckt, ZDF heute, 24.7.2020

Hagia Sophia: Geht ja gut los – Imam Ali predigt mit Schwert des Todes!, 1984 Magazin online, 24.7.2020

İhlas Haber Ajansı (İHA), Erbaş: Çiğneyen lanetlenir, Sözcü online, 24.7.2020

Meriç Velidedeoğlu,  ‘24 Temmuz Lozan Günü’, Cumhuriyet online, 24.7.2020

Martin Gehlen, Der Kalif fordert den Gehorsam der Muslime, Stuttgarter Zeitung online, 6.7.2014

Pelin Ünker (Mit Agenturen), Daniel Derya Bellut, Verena Greb, Die Hagia Sophia ist wieder eine Moschee, Focus online, 24.7.2020

Susanne Burkhardt, Leitmotiv der Eroberung, im Gespräch mit Susanne Güsten, 24.7.2020

Bundesamt für Verfassungsschutz, Bundesamt für Verfassungsschutz stuft AfD-Teilorganisation „Der Flügel“ als gesichert rechtsextremistische Bestrebung ein, Pressemitteilung vom 12.3.2020

Istanbul Tourist Information, Hagia Sophia – Die Heilige Weisheit

— Presseberichte —

Das Datum für die erste Predigt nach der Rückeroberung der Hagia Sophia war mit Bedacht gewählt:

„Der Termin 24. Juli scheint nicht zufällig gewählt. Die regierungsnahe Zeitung Sabah hat darauf hingewiesen. Am gleichen Tag im Jahr 1923 schloss die Türkei mit damaligen Großmächten den Vertrag von Lausanne. In ihm sind die Grenzen mit Griechenland festgeschrieben.“ (Senz)

Am Tag, an dem sich der Friedensvertragsschluss von Lausanne (Lozan Barış Antlaşması) zum 97. Mal jährte, enterte der Präsident des Amts für Religiöse Angelegenheiten (Diyanet İşleri Başkanı), sprich für Islamismus türkischer Prägung, Ali Erbaş, die Kanzel der rückeroberten Hagia Sophia und predigte mit der Rechten auf das Schwert gestützt (kılıçla) dem auserwählten Volk mit Erdoğan an der Spitze:

“Bugün müminlerin sevinç gözyaşları içinde kıyama durduğu, huşu ile rükuya vardığı ve şükürle secdeye kapandığı gündür”

Heute ist der Tag, an dem wir [Allah] Treuen in Freudentränen ausbrechen und voll Ehrfurcht und Dank uns [vor ihm] niederwerfen.

„Ayasofya’nın ibadete açılması […] İslam medeniyetinin bütün zorluklara rağmen yükselmeye devam edişinin ispatıdır.“

Die [Wieder-]Öffnung der Hagia Sophia für das [islamische] Gebet […] ist der Beweis dafür, dass die Islamische Zivilisation trotz aller Schwierigkeiten voranschreitet.

Bereits die AKP-Initiative zur Umwidmung der Hagia Sophia wurde martialisch mit Schwert-Rhetorik vorgetragen:

„Begleitet wurde die AKP-Initiative von nationalistischer Rhetorik. „Die Hagia Sophia ist unser geographischer Besitz. Wer es mit dem Schwert erobert hat, besitzt auch die Eigentumsrechte“, polterte etwa der stellvertretende AKP-Vorsitzende Numan Kurtulmuş. „Die Hagia Sophia ist Teil unserer Souveränität.““ (Focus; im Original kein Fettdruck)

Nicht mal IS-Kalif Abu Bakr al-Baghdadi (Ibrahim Awad Ibrahim al-Badri) inthronisierte sich mit dem Schwert in der Hand. Das blieb auf Geheiß des neo-osmanischen Sultans seinem Obereinpeitscher Erbaş vorbehalten. Allāhu akbar!

„Es war Erbas, der Chef der Religionsbehörde, der die Gebetskanzel fast wie ein Eroberer bestiegen hatte: Mit einem Schwert in der Hand. Eine islamische Geste, bei der es darauf ankommt, in welcher Hand das Schwert getragen wird: Wer es rechts trägt, offenbart seine Absicht, es zu benutzen und zielt darauf ab, den Feind einzuschüchtern. Erbas trug es rechts.“  (Buttkereit; im Original kein Fettdruck)

Katja Belousova wies zudem darauf hin, dass die Inszenierung auch eine Rolle für den Sultan bereit hielt! Denn es war der Präsident der Republik Türkei, Erdoğan höchst-selbst, der zu Beginn der Zeremonie als Imam auftreten und die erste Sure des Korans, Al-Fātiḥa (Fatiha Suresi), beten durfte.

„1. Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen.

2. Aller Preis gehört Allah, dem Herrn der Welten,

3. Dem Gnädigen, dem Barmherzigen,

4. Dem Meister des Gerichtstages.

5. Dir allein dienen wir, und zu Dir allein flehen wir um Hilfe.

6. Führe uns auf den geraden Weg,

7. Den Weg derer, denen Du Gnade erwiesen hast, die nicht (Dein) Mißfallen erregt haben und die nicht irregegangen sind.“

Ein Staatsoberhaupt als Imam:

Für Beobachter in Istanbul ist klar: Durch diese Geste stellt sich Erdogan in eine Reihe mit den großen osmanischen Sultanen.“ (Belousova; im Original kein Fettdruck)

Die Richtigkeit dieser Mutmaßung zeigte sich u.a. zudem darin, dass Erdoğan unmittelbar nach Ende des Freitagsgebets das Grab von Mehmed II. besuchte, der 1453 Konstantinopel eroberte. Die historische Bedeutung wird klar, wenn selbst die vermeintlich „objektiv“ berichtende Website des türkischen Istanbul Tourist Information meint, explizit darauf hinweisen zu müssen:

„Nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen wurde die erste große Andacht am 3. Juni 1453 als Freitagsgebet mit dem Eroberer Fatih Sultan Mehmet abgehalten.“ (im Original kein Fettdruck)

In dieser Tradition also sieht sich der zum Imam ausgebildete Präsident der Türkei. Der 24. Juli 2020 wird in die Geschichte eingehen als Tag der neo-osmanischen Rückeroberung, der Re-Inthronisierung des Sultans, des Endes der durch Atatürk gegründeten Republik Türkei und…

— Analyse und Fazit —

Website-Stellungnahmen: Die Tagesschau-Redaktion sendete ein divergentes Bild. Während Karin Senz auf das Auftreten und die Botschaften von Erbaş nicht einging, sprach Christian Buttkereit schriftlich (nicht aber in seinem Audio-Beitrag für den BR!) Klartext. ZDFheute ging auf seiner Website sogar noch ausführlicher als Buttkereit auf die Botschaft des „Gebets“ ein.

vs.

TV-Stellungnahmen: Doch weder in Jörg Brases Bericht für das heute-journal noch in Oliver Mayer-Rüths Beitrag für die tagesthemen vom 24.7.2020 wurden weder Erdoğan als Imam noch Prediger Erbaş auf das Schwert gestützt gezeigt. Auch die Moderatoren beider Sendungen übergingen (verschweigend, aber politisch höchst korrekt) die Thematisierung dieser Symbolik: und zwar völlig!!

Stört das doch das Bild des ach so friedfertigen Islams und der ach so friedfertigen Migranten, die sich dank Mutti und Gutmenschenpack mittlerweile millionenfach in Deutschland tummeln, dank Lobbyisten ungestört (auch aus den Parlamenten heraus) agieren und zudem noch großzügig alimentiert werden.

Nur wenig beachtete Medien (u.a. auch Deutschlandfunk Kultur: Audio, nicht TV!) und die böse, böse, ach so böse AFD redet wieder mal Klartext. Auf dass der Verfassungsschutz diese Störer des dhimmi-Wohlgefühls endlich komplett – und nicht nur den „Flügel“ – liquidieren möge!! Auf dass es auch in Deutschland bald von den Minaretten schalle:

Allāhu akbar!

 

Migrantenfeindliche Übergriffe der Frankfurter Polizei

Otobong Nkanga über unser Verhältnis zur Natur, ttt, 19.7.2020

Frankfurt erlässt nach Krawallen Betretungsverbot für Opernplatz, Welt online, 20.7.2020

Nicolai Hagedorn, Ein strukturelles Problem, neues-deutschland.de, 1.1.2019

Was steckt hinter den Gewaltausbrüchen?, tagesschau.de, 20.7.2020

— I —

In einem in ttt am 19. Juli ausgestrahlten Beitrag äußert(e) sich Otobong Nkanga zum Thema Migration:

„Es geht ihnen [den Migranten] doch nicht unbedingt um den neuen Ort oder die Menschen dort, sondern sie möchten sich im Land verwurzeln. Sie wollen vielleicht nicht die Kultur übernehmen, nicht das Essen, aber sie brauchen Boden, um ihr Essen anzubauen. Das sind ganz verschiedene Denkweisen, ob man nun annimmt, jemand müsse sich dort integrieren, wo er lebt, oder ob er an einem Platz kommt, um ihn zu gestalten und seine eigenen Bedürfnisse anzupassen. Das sind zwei ganz verschiedene Dinge.“

Wie schön, dass eine Schwarzafrikanerin mal klar sagt, was die ach so süßen Flüchtlinge nach Europa zieht: Sie wollen hier Fuß fassen, Wurzen schlagen, sich reproduzieren und genauso weiterleben, wie sie es aus ihren Herkunftsländern gewohnt sind!! — Wie sagte einst Erdoğan so schön:

„Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“

Seid zahlreich und mehret euch, bis Deutschland unser ist.

Nur unser verblödet-naives Multikulti-Gutmenschenpack weigert sich beharrlich, das zu sehen:

Nicht sein kann, was nicht sein darf. 

— II —

Zuletzt in Frankurt kam es in der Nacht vom 18. zum 19. Juli zu einer Randale, an der sich überwiegend aus dem Umland angereiste Migranten beteiligten:

In der Nacht zum Sonntag war es auf dem Opernplatz in Frankfurt zu Ausschreitungen gekommen. Nach Angaben von Polizeipräsident Gerhard Bereswill wurden die Einsatzkräfte aus der Menge mit Flaschen angegriffen, obwohl sie deeskalierend gehandelt hätten. Mindestens fünf Beamte seien verletzt, mehrere Polizeifahrzeuge seien beschädigt worden. 39 Personen wurden festgenommen.

Die 39 festgenommenen Personen hätten überwiegend Migrationshintergrund, sagte Polizeipräsident Bereswill bei der Pressekonferenz. „Das reicht von Syrien, Türkei bis zu Spanien und Marokko.“ Es handele sich um 38 junge Männer und eine Frau. Sie seien zwischen 17 und 23 Jahre alt.

Die Personen der Gruppe seien überwiegend polizeilich bekannt, unter anderem wegen Körperverletzung, Diebstahlsdelikten und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Zum Teil seien die Personen alkoholisiert gewesen. Von den 39 Personen seien lediglich zehn Personen in Frankfurt wohnhaft. Gegen die Verdächtigen laufen Ermittlungen wegen schweren Landfriedensbruchs, Körperverletzung und versuchter Körperverletzung.“ (im Original kein Fettdruck)

Übrigens: Alle 39 Randalinskis wurden umgehend von der Justiz wieder auf freien Fuß gesetzt. Sind doch alle ach so süß, die Schläger, insbesondere die ach so süßen Flüchtling-Zuckerpüppchen unter ihnen!

Kann aber auch sein, dass die Haftrichter — wie Durchblicker Daniel Loick bereits vor über einem Jahr — das fiese Spiel der Polizei durchschauten:

„Daniel Loick ist Fellow am Center for Humanities and Social Change in Berlin. Soeben hat er im Campus-Verlag das Buch »Kritik der Polizei« herausgegeben, das sich u.a. mit polizeilichem Rassismus und mit der Frage von Polizei und Rechtsstaatlichkeit auseinandersetzt.“ (im Original kein Fettdruck)

Loick stellte damals bereits fest:

„Betroffenenverbände und Opfergruppen weisen schon seit sehr langer Zeit auf den Rassismus bei der Polizei hin.“

Nun ist ’s klar: Die im TV gezeigten Videos der Randale sind allesamt fake! Die Randale ging eindeutig von der durch und durch rassistischen Polizei aus! Die Polizei-Provokationen (z.B. einem Verletzten zu Hilfe kommen zu wollen) wurden (wieder mal) unterschlagen!! Die gegen die Polizei Agierenden hatten also alles Recht auf ihrer Seite: Sie mussten sich gegen die rassistisch-migrantenfeindlichen Übergriffe der Polizei wehren. Ihr gutes Recht!

— III —

Wird also Zeit, dass die Legislative alsbald einschreitet und der Polizei asap und absolut, striktest untersagt, Migranten auch nur in die Nähe zu kommen!!

Und außerdem sollte es von Staats wegen allen Staatsorganen, der Presse und allen Bürgerinnen und Bürgern verboten werden, Unschönes, id est Unwahres*, über Migranten zu sagen:

„Die Vorfälle in Frankfurt erinnern an die Krawalle in Stuttgart Ende Juni: Dort hatte es Auseinandersetzungen auf dem Schlossplatz zwischen Feiernden und der Polizei gegeben, an denen mehrere Hundert Menschen beteiligt waren. Im Anschluss war die Polizei in die Kritik geraten, weil sie bei ihren Ermittlungen auch das Umfeld der Verdächtigen und deren familiären Hintergrund – zum Beispiel die Nationalität der Eltern – untersuchte.

Kritik an Äußerungen zu Migrationshintergrund der Verdächtigen

Auch in Frankfurt gibt es Kritik über die Äußerungen zum möglichen Migrationshintergrund der Randalierer. Der Frankfurter Landtagsabgeordnete Turgut Yüksel (SPD) bezeichnete sie als völlig verfehlt.“

Gut dass wir in deutschen Parlamenten integre Persönlichkeiten —: da mit Migrationshintergrund — wie Turgut Yüksel — vom Namen her unschwer als Türke identifizierbar — sitzen haben, die ungeniert Migrationslobbying betreiben (dürfen): auf dass die Maulkorbgesetze rasch kommen mögen!

* Wenn Platon recht hat und das Wahre, Gute und Schöne identisch sind, so sei denn auch der Analogieschluss dem Idealisten wohlfeil, dass das Unwahre, Ungute und Unschöne identisch sind. Also spricht der Gutmensch: Über wen oder was Unschönes zu sagen, ist a priori unwahr. Nur Schönes ist Wahres. — Wir sehen (wieder mal), Primitivphilosophie kann durchaus nützen.

Übrigens: Ein von der bloßen Richtigkeitsthematik entkoppeltes Wahrheitsverständnis gibt Heidegger in Vom Ereignis (abgefasst zwischen 1936-38): „Wahrheit [als Wahrheit des Seyns] »ist« als Da-gründung und Da-sein.“ (329)

 

Ayasofya ist wieder unser, elhamdülillah!

„Das vergiftet die Beziehungen zur Türkei“, tagesschau.de, 11.7.2020

Merkel: „Dann ist das nicht mein Land“, ntv, 15.9.2015

Erkan Arıkan, Kommentar: Die Hagia Sophia wird wieder Moschee – Ein Schachzug Erdogans für den Machterhalt, Deutsche Welle online, 10.7.2020

Turgay Yildiz, YAŞASIN AYASOFYA İBADETE AÇILDI!, youtube, 10.7.2020

Freut euch, Ihr Brüder, Ihr Schwestern!

Endlich ist die Ayasofya (Hagia Sophia) wieder unser. Gepriesen sei Allah! Sein Prophet und Sultan Erdoğan, der Beste, der Schönste, der Herrlichste — nach dem Propheten!

Fluch über die Ungläubigen!

Im Land steht ’s freilich nicht zum Besten, aber wen schert ’s!! YAŞASIN AYASOFYA İBADETE AÇILDI!

Und Mutti nebst Gefolge, was machen die?? — Sie zeigen ihr kleinmütig „freundliches Gesicht“, kuschen und ducken sich. — Doch umsonst! Denn das Schwert ist unser!! Und wir haben erst begonnen…

„Sie sprachen «Oh weh uns, wir waren wahrlich Frevler !»

Und dieser ihr Ruf hörte nicht eher auf, als bis Wir sie niedermähten, in Asche verwandelnd.“ (Sure 21, 15f.)

Allāhu akbar!

Gewalt gegen Frauen: Der Fall Nurtaç Canan

Anna-Sophie Schneider, Blutige Botschaft einer Überlebenden, Spiegel online, 6.7.2020

Son dakika haberi: Kanıyla not yazmıştı! Nurtaç Canan’ı yaralayan Ragıp Canan yakalandı, Hürriyet online, Erstveröffentlichung 19.6.2020

Son dakika haberler: Nurtaç Canan dehşet anlarını anlattı! Kendi kanıyla Ragıp Canan tarafından kurşunlandığını yazmıştı, Hürriyet online, 21.6.2020

Oliver Mayer-Rüth, Sogar Mafia-Bosse kamen frei, tagesschau.de, 16.4.2020

„Als Nurtac C.

Nurtaç Canan — Die türkischen Medien sind nicht so rücksichtsvoll: Sie veröffentlichten nicht nur den vollständigen Namen, sondern zusätzlich noch die Adresse des Opfers, damit die Noch-Überlebende (ehrlose Schlampe) leichter gefunden werden kann…

Anfang Juni

Falsch: Der Fall hat sich (laut Hürriyet) bereits am 4. Mai 2020 zugetragen. Doch es dauerte einige Wochen, bis die türkische Presse (laut Sabah: Hürriyet am 19. Juni 2020) den Fall überregional aufgriff. Dann erst setzte die (geheuchelte) Empörung ein…

beschloss, ihre Tasche zu packen und ihren Mann zu verlassen, hatten die beiden bereits 23 Jahre Ehe hinter sich. Jahre, in denen sie jeden einzelnen Tag gelitten habe, sagt die 46-Jährige weinend in einem TV-Interview,

am 20. Juni auf Tele1

„unter Schlägen, Erniedrigungen und Folter“. Dass Nurtac C. ihre Geschichte erzählen kann, grenzt an ein Wunder. Denn den Versuch, aus ihrer Ehe zu fliehen, hätte sie fast mit dem Leben bezahlt.

Genau in dem Moment, in dem Nurtac C. aufbrechen wollte, sei ihr Ehemann aufgetaucht. „Geh nicht“, habe er gesagt. Dann schoss er. Fünf Mal. Anschließend nahm Ragip C. seiner schwer verletzten Frau Handy und Kreditkarte ab und ließ sie in der Wohnung im Istanbuler Stadtteil Zeytinburnu zurück.

In diesem Moment war sich Nurtac C. sicher, dass sie sterben wird. Eine letzte Botschaft wollte sie der Welt jedoch noch hinterlassen: „Ragip hat mich erschossen. Seid nicht traurig. Ich bin jetzt frei“, schrieb sie mit ihrem Blut auf den Laminatboden. Dann wurde ihr schwarz vor Augen.

Betrogen, verbrüht, zum Sterben zurückgelassen

Die Bilder vom Tatort wurden später in türkischen Medien veröffentlicht und haben landesweit für Entsetzen gesorgt – auch weil Nurtac C. gerettet wurde und seither ausführlich über die Ehe mit ihrem gewalttätigen Mann gesprochen hat.

Er habe das Geld der Familie verspielt, getrunken und sie betrogen. Im gemeinsamen Café habe er zudem Mitarbeiterinnen und Kundinnen belästigt. Immer wieder habe sie darüber nachgedacht, ihn zu verlassen. Mal hätten sie jedoch wirtschaftliche Ängste davon abgehalten, mal ihre Familie.

Bereits ein Jahr nach der Hochzeit habe sie sich von ihrem Mann scheiden lassen, ihn aber auf Druck der Familien, seiner und ihrer, noch einmal geheiratet.

Alles im Namen der Ehre. Das Wichtigste in der müslüman kültürü, muslimischen Kultur türkischer Prägung: Şerefe! Auf die Ehre!

„Drei Tage vor der Tat warf er eine heiße Teekanne nach mir. Meine Arme und mein Rücken wurden verbrüht. Ich beschloss zu fliehen und kaufte mir ein Busticket“, sagte sie im TV-Interview.

In einer Blutlache liegend wurde Nurtac C. schließlich von ihrem Sohn gefunden. Er ließ sie in eine Klinik bringen, sie überlebte – mit ihr aber vorerst auch die Angst vor ihrem Ehemann.

Festnahme erfolgte erst nach Medienberichten

Mit ihrer blutigen Botschaft wollte Nurtac damals sicherstellen, dass er dafür bestraft wird. „Wenn ich schon sterbe, wollte ich wenigstens einen Beweis zurücklassen“, sagte sie der türkischen Zeitung „Hürriyet“. Doch erst, nachdem die ersten Medienberichte über den Fall aufgetaucht waren, nahm die Polizei Ragip C. Mitte des vergangenen Monats fest.

Hat er doch nur seine Ehre verteidigt: Also kein Grund, gegen ihn, einen Ehrenmann vorzugehen…

Bis zu diesem Zeitpunkt war Nurtac C. überzeugt, ihr Mann werde nicht aufgeben, bis sie tot sei. „Er lässt mich nicht in Ruhe, weil er es nicht geschafft hat, mich zu töten“, sagte sie damals türkischen Medien.

Was nicht ist, kann – ja muss – noch werden: Blutrache ist schließlich Sache der Ehre. Das war schon zu Zeiten des Propheten so. Darauf stehen folglich mildernde Umstände — bis zur Begnadigung (ggf. durch den Präsidenten)…

Mittlerweile sitzt Ragip C. im Gefängnis, ihm wird versuchter Mord vorgeworfen. Ein Teil seiner Aussage ist öffentlich geworden.

„Ich habe die Kontrolle verloren. Es war eine plötzliche Aktion, ich bereue es“, sagt er über die Tat. Türkischen Medien zufolge soll Ragip C. zudem ausgesagt haben, dass er die Tür zur Wohnung offen gelassen habe, damit die Nachbarn seine verletzte Frau hätten finden und einen Arzt rufen können.

Wie fürsorglich!

Wie die Waffe in seine Hand gekommen sei, wisse er nicht mehr.

Melek Önder von der Frauenrechtsorganisation We Will Stop Femicide fordert derweil, dass die Regierung den Waffenbesitz im Land stärker kontrolliert.

Unter Erdoğan?, der mit Mafiosi und bozkurtlar, Grauen Wölfen gemeinsame Sache macht? — Wie naiv ist die denn!!

„Nurtacs Nachricht in ihrem eigenen Blut zeigt, wie sehr Frauen zu kämpfen haben“, sagte sie der türkischen Nachrichtenseite „Euronews“.

Zahl der Frauenmorde steigt

We Will Stop Femicide verzeichnet seit Jahren einen Anstieg der Femizide in der Türkei. Seit 2015 hat die Zahl der Frauenmorde demnach um 63 Prozent zugenommen, von 303 auf 474 Fälle im vergangenen Jahr.

Die jüngste Statistik der Organisation ist von Mai 2020. Allein in diesem Monat wurden demnach 21 Frauen ermordet, 18 weitere Fälle seien zudem verdächtig. Mehr als die Hälfte der Ermordeten kamen demnach durch Schusswaffen ums Leben. Neben schärferen Kontrollen des Waffenbesitzes fordern Frauenrechtsaktivistinnen zudem seit Langem, dass der Staat die Rechte von Frauen besser schützt und die Täter konsequenter bestraft.

Gar nie nicht!

Auch Nurtac C. will ihren Mann für eine lange Zeit hinter Gittern wissen. „Er hat mein Leben 23 Jahre lang zum Kerker gemacht. Ich will, dass er auch mindestens 23 Jahre im Kerker bleibt“, sagt sie. Ihr geht es mittlerweile besser, jedoch können die Ärzte nicht sagen, ob sie je wieder laufen wird. Von ihrem Krankenbett aus fordert sie nun, dass die Gewalt gegen Frauen in der Türkei endlich aufhört.“ (im Original kein Druck in Rot)

Und was sagen unsere Linken dazu: Nichts!! — Is‘ ja nur ein Einzelfall. Und was ist schon ein Einzelfall eines Frauenschicksals gegen das allgemeine muslimisch-türkische Recht (der Männer) auf Ehre!! —

Freilich: Wenn es ein deutsches Recht wäre, wäre Ehre selbstredend nazihaft: also verwerflich, böse. Sind wir Deutschen seit dem Holocaust doch – insbesondere nach eigener Ansicht – ein durch und durch verdorbenes, ehrenloses Pack und auf Ewigkeit zur grenzenlosen Scham verpflichtet!! — Doch muslimisch: das heißt in Deutschland: Minderheit:

das heißt Sonderrechts-Status: Kein social profiling!!

das heißt: Das darf nicht kritisiert werden. Immer schön politisch korrekt!! 

— um weiteren Verbrechen und damit weiterer Notwendigkeit zur kollektiven Scham a priori und a limine vorzubeugen…

 

 

Gekauft: Sozialdemokrat Gabriel beriet Fleischmogul Tönnies

Robert Bongen, Lea Busch u. Oliver Schröm, Sozialdemokrat Gabriel beriet Fleischmogul Tönnies, Panorama, 2.7.2020

Saskia Esken, „Oder wo man lieber Abstand halten sollte“, Panorama, 2.7.2020

SPD-Vorsitzende empört Parteibasis mit hoher Aufwandsentschädigung, Focus online, 26.6.2020

Während ganz Deutschland sich über die Zustände im Schlachtimperium Tönnies entsetzt zeigt, offenbart Sozialdemokrat Sigmar Gabriel diesmal, dass ihm 10.000 EUR Monatsgehalt für „Kommunikationsberatung“ vom Großschlächter Clemens Tönnies in Corona-Zeiten weit mehr bedeuten als der Einsatz für soziale Belange: nicht nur der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im und ihren Lebensverhältnissen außerhalb des Betriebs, sondern auch der in Nachbarschaft zu den Produktions- und Wohnstätten lebenden Bevölkerung, die unter den von der Politik beschlossenen Corona-Eindämmungsmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus über Tönnies hinaus zu leiden hat.

Tönnies: Persönlich um die Personalie gekümmert

Firmenchef Clemens Tönnies hatte sich nach Panorama-Recherchen persönlich um die Personalie gekümmert. Panorama liegt eine Präsentations-Folie aus der Sitzung des Konzern-Beirats vom 26. Februar 2020 vor. Darin heißt es: „Es ist Clemens Tönnies gelungen, Herrn Sigmar Gabriel als Berater zu verpflichten. Er wird seine weiten Kontakte für die Tönnies Gruppe zur Verfügung stellen und aktiv Projekte begleiten.““

Soll heißen: Probleme unter Parteifreunden klein reden und um Verständnis für die moralisch zwar verwerflichen, aber ökonomisch recht lohnenden Zustände bei Tönnies werben.

Welch großartig neu-sozialdemokratisches Programm. Hurra!!

Fünf Jahre früher war Gabriel freilich als Noch-Regierungsmitglied brav auf SPD-Wähler-Einlullungskurs:

„Anfang 2015 hatte Sigmar Gabriel – noch als Bundeswirtschaftsminister – das System der Ausbeutung in der deutschen Fleischindustrie als „Schande für Deutschland“ bezeichnet.“

Und so verwundert es auch nicht, dass die derzeitige SPD-Vorsitzende Saskia Esken Gabriel für sein jetziges Tönnies-Intermezzo kritisiert — wobei sie selbst schon jetzt fürstlichst absahnt:

„Die SPD-Vorsitzende [Saskia Esken] hat kein Regierungsamt, verdient aber rund 25.000 Euro im Monat.“

Dagegen ist Gabriel ein relativ arm-alimentiertes Schwein…

Mal sehen, was Esken nach ihrer – auf eher kurz als lang erfolgenden – SPD-Entpflichtung hin zu tun selbst so einfallen wird…

Alex Michaelides‘ Plädoyer für Alkestis in ‚Die stumme Patientin‘

Alex Michaelides, Die stumme Patientin. Psychothriller. Aus dem Englischen von Kristina Lake-Zapp. München, 2019

Euripides, Ausgewählte Tragödien in zwei Bänden. Griechisch und Deutsch. Aus dem Griechischen von Dietrich Ebener. Herausgegeben von Bernhard Zimmermann. Mannheim, 2010

Euripides, Alcestis, ed. David Kovacs, perseus (online)

Yassin Musharbash, Jenseits. Thriller. Köln, 2019

Wilhelm Nestle, Euripides. Der Dichter der griechischen Aufklärung. Stuttgart, 1901

Alex Michaelides eröffnet seinen Psychothriller mit einer Frage: „Aber warum spricht sie nicht?“, die er vorgibt, aus „Euripides, Alkestis“ (im Original kein Fettdruck) entnommen zu haben. Im Lauf der Handlung kommt der Autor immer wieder auf die Sprachlosigkeit zu sprechen, wobei er Parallelen zwischen seiner Protagonistin, der stummen Patientin, und der Alkestis (Ἄλκηστις) des Euripides zieht.

Die angesprochene Stelle bei Euripides lautet: τί γάρ ποθ᾽ ἥδ᾽ ἄναυδος ἕστηκεν γυνή; (1143) Dietrich Ebener übersetzt diese Stelle sehr nah am Original: „Warum steht eigentlich mein Weib so schweigsam [ἄ-ναυδος: sprachlos/stumm] da?“ Der deutsche Titel des Psychothrillers Die stumme Patientin trifft insofern das im Stück des Euripides beobachtete und genannte Verhalten sehr genau.

Als Grund für dieses Verhalten lässt Euripides durch Herakles dem Ehemann der Alkestis, Admetos, der die Frage stellte, antworten:

„Du darfst noch nicht vernehmen ihren Gruß, bevor / den Göttern sie der Unterwelt als Sühneopfer / gespendet und bevor der dritte Tag anbricht.“ (1144-46; Übersetzung Ebener)

Alkestis, die sich für ihren Ehemann opferte und starb, wurde in Euripides‘ Stück von Herakles dem Tod (der im Stück als Akteur auftritt) entrissen und als von den Toten Auferstandene ihrem Ehemann zurückgebracht.

Im Unterschied zu Euripides‘ Alkestis wird die Protagonistin in Michaelides‘ Psychothriller in nicht zwei, sondern drei Phasen vorgestellt: als Ehefrau vor dem Verstummen, als Verstummte (und Mörderin ihres Ehemanns) und nach ihrem Verstummen (während der Therapie). Zudem fehlt bei Michaelides der Bezug zur Welt der Götter und Heroen. Er reduziert die Figur Alkestis auf den Aspekt der Selbstopferung:

„Alkestis ist die Heldin eines griechischen Mythos, eine Liebesgeschichte der traurigsten Art. Alkestis opfert aus freien Stücken ihr Leben für ihren Ehemann Admetos, stirbt an seiner Stelle, da niemand sonst dazu bereit ist. Ein verstörender Mythos der Selbstopferung, zumal es unklar war, in welchem Zusammenhang er mit Alicias [der stummen Patientin] Situation stand. Die wahre Bedeutung dieser Anspielung erschloss sich mir eine geraume Weile lang nicht. Bis eines Tages die Wahrheit ans Licht kam …“ (17; im Original kein Fettdruck)

— Frauen, die sich freiwillig opfern, kommen bei Euripides häufig vor:

Iphigenie ringt sich nach zwar heissem aber natürlichen Kampfe mit jugendlicher Lebenslust zu dem Entschluss durch, sich für Hellas zu opfern (Iph. Aul.1386 ff.); Makaria geht für das Wohl der Ihrigen in den Tod (Heraklid 500 ff.); Andromeda lässt sich von ihrem Vater Kepheus an einen Felsen schmieden, um das Land von einem Ungeheuer zu befreien, während [nicht nur] Alcestis [sondern auch], Euadne und Polyxena aus persönlichen Motiven mutvoll dem Tod ins Auge schauen.“ (Nestle, 279; im Original kein Fettdruck)

Euripides hingegen beginnt sein Stück mit dem Auftritt des Gottes Apoll, der berichtet, dass und warum er sich am Hof von Admetos aufhält. Gottvater Zeus habe ihm befohlen, sich als Tagelöhner zu verdingen zur Strafe dafür, dass er die Kyklopen erschlug. Apoll freilich mordete aus Rache, da Zeus zuvor „die Brust [von Apolls Sohn Asklepios] ihm traf mit seinem Blitz.“ (3; Übersetzung Ebener)

Die griechischen Götter der Zeus-Ära: Ein Geschlecht von Mödern!! Der oberste Gott, Gott Zeus, selbst Mörder, der seinen Bruder, Gott Apoll, ebenfalls Mörder, als Mörder bestraft: vorübergehend einem Sterblichen!! zu dienen. Welch unerhörter Fall!! Welch Schmach!! die Euripides der Aufklärer hier kundtut!!

— In den Buchreligionen undenkbar: Gott ist unfehlbar – wie auch sein mächtigstes Fußvolk: Propheten und Papst. Wehe dem, der daran frevelt!  — Im Islam ist sogar des Propheten Kinderficken und Massenmord – zumindest – toleriert. Hierauf baut der IS seine Ideologie auf. In Yassin Musharbashs Thriller Jenseits liest sich die Selbstrechtfertigung und -ermächtigung eines IS-Kämpfers zu morden (in Form eines fiktiven Gesprächs mit Abu Karim, als dem Strenggläubigen aber Friedfertigen, der ihn zum Islam brachte) so:

„Wenn ich zu Lebzeiten des Propheten gelebt hätte, habe ich zu dir gesagt, was hätte der Prophet, Friede sei auf ihm, wohl entgegnet, wenn ich ihm gesagt hätte: »Halte inne, Muhammad! Töte die Ungläubigen nicht! Verschone ihre Hälse, ihre Frauen, ihre Dattelpalmen – der Islam ist doch die Religion des Friedens!« Du wärest doch heute gar kein Muslim, Abu Karim, wenn es so gelaufen wäre – weil der Islam es niemals auch nur bis nach Mekka geschafft hätte. Das habe ich dir an den Kopf geworfen.

Der Prophet, Abu Karim, hat selbst ein Schwert geführt. Er hat getötet.

Du nicht. Aber Abu Muhammad schon! So habe ich mit dir geredet.“ (167; im  Original kein Fettdruck)

Ein weiterer Unterschied zu Euripides ist, dass die stumme Patientin nicht auf die Rolle Ehefrau restringiert dargestellt wird. Nicht nur, dass sie als Mörderin die Rolle des Todes übernimmt, sie wird auch – und das wird für die Entwicklung des Thrillers entscheidend – (bereits zu Beginn) als Künstlerin vorgestellt:

„Alicia schwieg zwar – aber sie machte dennoch eine Aussage. Ein Gemälde. Sie fing an, es zu malen, nachdem sie aus dem Krankenhaus entlassen und unter Hausarrest gestellt worden war, bevor der Fall vor Gericht ging. Laut der vom Gericht bestellten psychiatrischen Betreuerin aß und schlief Alicia kaum – alles, was sie tat, war malen. […]

Bei dem Bild handelte es sich um ein Selbstportrait. Sie betitelte es in der unteren linken Ecke der Leinwand, in hellblauer griechischer Schrift.

Der Titel bestand aus einem einzigen Wort:

Alkestis.“ (16)

Eine weitere Schlüsselszene im Psychothriller ist die Stelle, wo Alicia ihren Vater unbeabsichtigt belauscht, nachdem seine Frau den von ihr willentlich verursachten Autoaufprall gegen die Wand nicht überlebte, seine auf dem Beifahrersitz angeschnallte Tochter jedoch schon:

„Eva … Warum musste sie sterben? Warum ausgerechnet sie? Warum konnte nicht stattdessen Alicia sterben? […]

So wie Admetos Alkestis zum physischen Sterben verurteilt hatte, hatte Vernon Rose seine Tochter zum psychischen Tod verdammt. Admetos musste Alkestis auf eine gewisse Art geliebt haben; in Vernon Rose dagegen war keine Liebe zu finden, nur Hass. Was er getan hatte, was seelischer Kindsmord, und Alicia wusste das.“ (308)

Dieses Erlebnis wird als Grund für den Mord am Ehemann nachträglich benannt:

„Aber eines Tages brechen all der Schmerz, all die Wut wieder hervor, wie Feuer aus einem Drachenbauch – und man greift zu einer Waffe. Man richtet seinen Zorn nicht gegen den Vater, der tot und unerreichbar ist, sondern gegen den Ehemann, der einen Platz im eigenen Leben eingenommen hat, der einen liebt und das Bett mit einem teilt.“ (309)

Doch das ist freilich nicht die ganze Wahrheit: Michaelides‘ Thriller ist wesentlich komplexer und entwickelt sich in eine für den Leser unerwartete Richtung — vorgetragen in einer Art Doppelbiographie, deren Stränge gekonnt aufeinander zu geführt und ineinander verschlungen werden…

Prädikat: lesenswert!

EU-Abgeordnete P. Herzberger-Fofana: Brüsseler Polizei kriminalisiert Schwarze

Thomas Kirchner, Anzeige gegen EU-Abgeordnete nach Rassismus-Vorwürfen, SZ online, 29.6.2020

In SZ online berichtet Thomas Kirchner (in vordergründig? sachlichem Stil) den Fall der 71-jährigen deutschen? Oma mit Migrationshintergrund, die für die Grünen im EU-Parlament sitzt, reichlich Steuergelder absahnt, sich bislang aber höchstens durch nicht-weiße Hautfarbe und Beiträge in Form von Rumgelaber qualifizierte…

„Gegen die deutsche EU-Abgeordnete Pierrette Herzberger-Fofana, die sich über rassistisch motiviertes Verhalten der belgischen Polizei ihr gegenüber beklagt hat, ist auf Bitten der Staatsanwaltschaft nun ihrerseits Anzeige wegen „Verleumdung“ erstattet worden. Das bestätigte eine Sprecherin der Brüsseler Polizei der Zeitung De Standaard. In der Anzeige stehe auch, dass sich die Grünen-Politikerin „renitent“ verhalten und „Drohungen“ gegen Polizeibeamten ausgestoßen habe.

Die in Mali geborene Herzberger-Fofana hatte europaweit Aufsehen erregt, als sie sich im Plenum des Europäischen Parlaments, auf dem Höhepunkt der antirassistischen Proteste in den USA, über einen Vorfall am Brüsseler Nordbahnhof beschwerte. Dort habe sie neun Polizisten gesehen, die zwei schwarze Männer belästigt hätten, sagte sie.

[9 Polizisten-Schweine gegen 2 süß-unschuldige Schwarze. Pfui, wie unfair!!]

Als sie die Szene mit ihrem Telefon fotografiert habe, seien vier Polizisten auf sie zugegangen und hätten ihr das Handy aus der Hand genommen.

[4 Polizisten-Schweine (gar notgeile Männer?) gegen 1 tattriges Migranten-Frauchen. Pfui, wie unfair!!]

[…]

Laut den Aussagen der Polizei waren die betroffenen Beamten auf der Suche nach mehreren Eritreern, die zuvor am Bahnhof einen Marokkaner mit einer Eisenstange niedergeschlagen und beraubt hätten.

[Also Ausländer gegen Ausländer: Was geht das die scheiß-rassistische Bullerei an!! Die soll sich gefälligst raushalten!! Dieses scheiß Fascho-Pack!!]

Sie seien von einem Ladenbesitzer gerufen worden, der als Zeuge gegen die Eritreer aussagen wollte, sich von diesen aber bedroht fühlte, weil sie vor seinem Geschäft standen.

[Wahrscheinlich ein scheiß weißes Kapitalisten-Schwein, vermutlich männlich, das in die Hose scheißt. Der soll gefälligst die Fresse halten!! Sich in seinen Laden aufs Klo verpissen!!]

In diesem Moment sei die EU-Abgeordnete hinzugekommen. Sie sei sehr „barsch“ aufgetreten, sagen die Beamten, habe sie „Diebe“ und „Kriminelle“ genannt, die nicht das Recht hätten, Schwarze zu kontrollieren.

[Schwarze kontrollieren wollen: Unverschämtheit!! Welch Anmaßung!! So was geht gar nicht!! Das ist antidemokratisch!! Das ist Rassismus pur!! Sklavenhalter-Mentalität!! Scheiß rassistisches Polizei-Pack!! Des Gschwerl sofort entfernen!! Eliminieren!! Macht kaputt, was euch kaputt macht!!]

Weil immer mehr Menschen zusammenkamen, habe man die Papiere der 71-Jährigen überprüft, eine weibliche Kollegin habe sie abgetastet. „Alles, was wir behaupten, ist von Sicherheitskameras aufgezeichnet worden“, zitiert De Standaard einen Beamten. „Wir sind uns unserer Sache sicher.“

Herzberger-Fofanas Anwalt Alexis Deswaef wies die Aussagen der Polizei gegenüber der Zeitung zurück. Sie seien falsch. „Wir werden vor Gericht beweisen, dass wir die Wahrheit sagen.“ Es gebe auch einen Zeugen dafür, einen Professor für Menschenrechte von der Universität Gent.“ (im Original kein Fettdruck)

Zu guter Letzt dann noch ein Menschenrecht-Gutmensch-Professorchen als Zeugen-Dreingabe: Welch supi-reiner Zufall aber auch!! — Manchmal funktioniert die prästabilierte Harmonie eben doch —

Die arme Brüssler Polizei: Da nutzt jetzt auch der klarste Videobeweis nichts mehr: Am besten gleich in Scham versinken und klammheimlich Dienst quittieren…

 

Äsop über die Schamlosigkeit der Eromenoi (ἐρώμενοι)

Äsop, Fabeln. Griechisch / Deutsch. Übersetzung und Anmerkungen von Thomas Voskuhl. Nachwort von Niklas Holzberg. Ditzingen, 2005

In dem bereits früher besprochenen Buch von Vanessa Springora Die Einwilligung heißt es u.a.:

„1974 veröffentlichte G. [Gabriel Matzneff] eine Abhandlung mit dem Titel Les Moins de seize ans – Die unter Sechzehnjährigen -, eine Art Manifest für die sexuelle Befreiung Minderjähriger“. (132)

„G. stellt darin insbesondere die Behauptung auf, dass die sexuelle Initiation Heranwachsender durch einen Erwachsenen dem Wohl der Jugendlichen diene und daher von der Gesellschaft gefördert werden solle.“ (133)

Wie bereits gesagt, insbesondere (auch sehr namhafte) Linke fanden bis zu Springoras Abrechnung mit Matzneff dessen Petitionen auf Legalisierung des Kinderfickens durchaus unterstützenswert. Erwachsene wissen halt viel besser, was den süßen Kleinen zu eigenem Lustgewinn gut tut, nicht wahr Herr Cohn-Bendit?

Schließlich hätten doch schon die alten Griechen Päderastie gelobt. Als guter Europäer gelte es daher, diese Tradition fortzuführen. Im Anschluss an obiges Zitat fährt Springora denn auch fort:

„Durch diese Praxis, die im Übrigen in der Antike weit verbreitet gewesen sei, werde gewährleistet, dass die Heranwachsenden frei über die Wahl ihres Partners und ihre sexuellen Wünsche entscheiden könnten.“ (133)

Gerade Springoras Buch zeigt denn en dé­tail den widerlichen Euphemismus dieses Vorurteils.

Dass Päderastie als gesellschaftlich weithin akzeptiertes Verhalten selbst bei den alten Griechen durchaus kritisch begleitet wurde, ja gar als schamlos angesehen wurde, zeigt Äsop in seiner Fabel Zeus und die Scham (Fabel 109):

„Als Zeus die Menschen gemacht hatte, pflanzte er ihnen sofort die anderen Eigenschaften ein, allein die Scham vergaß er. Deshalb war er in Verlegenheit, wie er sie hineinbekommen sollte. Er befahl ihr also, durch den Hintern hineinzukriechen. Sie aber weigerte sich zuerst und sagte, das sei unwürdig. Als er ihr aber heftig zusetzte, sagte sie: »Ich gehe doch nur unter der Bedingung hinein, dass ich, wenn etwas anderes nach mir da hereinkommt, sofort wieder hinausgehe!« Daher kommt es, dass alle Strichjungen keine Scham haben.“ (Äsop in der Übersetzung Voskuhls, 111)

Dass just Gottvater Zeus auf die Scham vergaß, verwundert freilich angesichts seines notorischen Fremdgehens wenig…

 

H. Yaghoobifarah sucht Polizeischutz

Hengameh Yaghoobifarah, All cops are berufsunfähig, taz online, 15.6.2020

Laut Medienbericht wird „taz“-Kolumnistin bedroht, tagesspiegel online, 28.6.2020

Jüngstes Beispiel zweiphasigen pseudo-linken Memmendiskurses:

Phase I: Provokation radikal

Auf taz online (wo sonst) empfahl Hengameh Yaghoobifarah am 15.6.2020 nach von ihr (als Linke, sprich Gutmenschin pur) geforderten Abschaffung der ach so rassistisch-bösen Polizei in Deutschland —: Polizisten seien unisono berufsunfähig —, „Ex-Cops“ auf einer „Mülldeponie“ zu entsorgen:

„Nicht als Müllmenschen mit Schlüsseln zu Häusern, sondern auf der Halde, wo sie [Ex-Cops] wirklich nur von Abfall umgeben sind. Unter ihresgleichen fühlen sie sich bestimmt auch selber am wohlsten.“ (taz)

Phase II: Voll in die Hose scheißen

Als diese Schreiberlingin (und nach eigener Einschätzung selbstredend supertolle Expertin) für „Queerness, Feminismus, Antirassismus, Popkultur und Medienästhetik“ nun für ihr Geschreibsel – völlig zurecht und nicht eben unerwartet – einen Shitstorm (von Rechts, sprich den bösen Wutbürgern) erntete inklusive vermeintlicher oder tatsächlicher Morddrohungen, wünscht sie sich nun just von denen, die sie gerade eben erst als berufsunfähig verunglimpfte und abgeschafft sehen will: Schutz.

Ja, wie schizophren-dreist ist das denn!! 

ttt-Philosoph Precht doziert über den Sinn des Lebens

Richard David Precht, Künstliche Intelligenz und der Sinn des Lebens, ttt, 21.6.2020

Anlässlich seiner neuesten Großtat, ein Buch über den Sinn des Lebens veröffentlicht zu haben, durfte Star-Philosöphchen Richard David Precht mal wieder seine quak-quak-Weisheiten einem sich als ach so erlaucht und Kultur-affin gerierenden Fernsehpublikum kundtun. Um dieses zum Kauf zu animieren, also es einerseits nicht zu überfordern und andererseits dessen Vorfreude-Appetit in die Länge zu ziehen, wurde der Prechtsche Vortrag in sechs Häppchen gestreckt serviert.

Kanapee 1

„Wir haben es mit zwei Linien zu tun. Die eine Linie ist: wir machen unser kapitalistisches System so weiter wie es bisher ist, also Super- und Turbokapitalismus-extensives Wachstum. Dann wird es dazu führen, dass wir in einer sehr überschaubaren Zeit die Erde restlos zerstört haben.

Welch grandios neue Erkenntnis!

Die andere Variante ist, wir schaffen es, den Menschen so zu verändern, dass er auf die Erde nicht mehr wie im bisherigen Maß angewiesen ist. Das heißt wir schaffen einen Übermenschen.

Wie? à la Nietzsche? — Wohl nicht, eher als: Nach-Mensch…

Das ist, was im Silicon Valley viele Leute beseelt. Es gibt viele große IT-Gurus im Silicon Valley, die genau das wollen: dass wir keine biologischen Lebewesen mehr sind, sondern dass wir unsere Intelligenz, unser Bewusstsein in Silizium pressen und dass wir auf alternativen Datenträgern überleben können.“

Cui bono? — Was aber, bittschön, hätten denn all die Silicon Valley-Unternehmen davon? Silizium, das von anderem Silizium Daten kauft? Wozu? Womit? — Welch absurdes Gefasel…

Kanapee 2

„Der große Treiber der digitalen Revolution ist es, noch in jene Bereiche vorzudringen, in die der Kapitalismus bislang nicht hat vordringen können. Das ist zum ersten die feine Unterwäsche des Bewusstseins mit Sensoren auf der Haut, Emotionen zu erforschen und dann sofort immer zu wissen, was jemand fühlt, was jemand denkt, um ihn mit allen erdenklichen Produkten voll zu knallen und versuchen an den Mann und die Frau zu bringen. Das ist im Moment der Haupttreiber der gesamten Entwicklung. Und dieser Treiber geht auf Expansion: auf mehr Konsum, auf mehr Verbrauch und so weiter. Das heißt, wir machen im Augenblick überhaupt keinen sinnvollen Gebrauch zum großen Teil von Künstlicher Intelligenz, sondern in weiten Bereichen weiterhin begehen wir Ressourcen-Raubbau.“

Wissen wir. Wo aber ist der Mehrwert der von Precht verkauften Weisheit? — Fehlanzeige.

Kanapee 3

„Wenn es aber irgendwann soweit ist, dass die Einstellung in eine Firma abhängig ist von der Expertise Künstlicher Intelligenz, wenn ich die Frage, ob ein Strafgefangener begnadigt wird, abhängig mache von dem, was eine Maschine errechnet, wie hoch die statistische Wahrscheinlichkeit ist, dass er wieder straffällig wird, wenn ich in eine Welt gehe, in der tatsächlich Roboterautos herumfahren, die nach „lebenswert“ die Menschen einschätzen, dann lebe ich tatsächlich in einer Welt, in der Freiheit sehr viel geringer ist als sie jetzt ist. Und ich denke, wir sollten dafür kämpfen, dass es zu einer solchen Welt nicht kommt.“

Richtig. Doch das ist unbestritten. Wozu also (nochmals) ausplaudern?

Kanapee 4

„Künstliche Intelligenz ist im weitesten Sinne vielleicht intelligent. Sie verfügt eigentlich überhaupt nicht über Verstand und nicht entfernt über Vernunft, und damit unterscheidet sie sich von menschlicher Intelligenz gravierend.

Ja, ist KI nun intelligent oder nicht? Und wenn ja, inwiefern?

Was sie unterscheidet ist, dass sie zu sich „ich“ sagt. Nur weil der Mensch emotional ist, sagt er zu sich ich. Das ist keine Intelligenzleistung, das ist eine ganz, ganz tief verwobene emotionale Leistung.

Ja, aber was ist dann Intelligenz überhaupt?

Wir haben ein Ich-Zentrum quasi, ein gefühltes ich-Zentrum. Das ist ein ganz großer Unterschied. Ein weiterer Unterschied ist, dass Menschen leben nicht so gerne in der Gegenwart.

Wenn dem so ist: Warum hängen wir dann so sehr an unserem Leben? Warum sorgen wir uns ständig, jeden einzelnen Augenblick? Warum haben wir Angst? insbesondere vor dem Tod?* —

Nur Islamisten (und ähnlich Ver-rückte) träumen vom Jenseits, vom Paradies: 72 Jungfrauen, die nach Gebrauch augenblicklich (!) wieder zu Jungfrauen werden. Welch großartig göttliche Perspektive…

Das unterscheidet uns völlig von künstlicher Intelligenz. Den größten Teil des Tages hängen wir Erinnerungen nach, machen uns Gedanken, was wir morgen machen, was wir in der Zukunft sein wird und so weiter.

Ja, aber Zukunft und Vergangenheit sind nur (je im Augen-blick) gewärtigend erschlossen, wobei „Existieren im wie immer entworfenen Sein-können primär zukünftig“ ist. (Heidegger, Sein und Zeit, §68a, Abschn. 5, S. 337)

Und weil wir so sind, sind wir auch fiktionsbedürftig. Menschen haben ein großes Interesse, gar nicht im Hier und Jetzt zu sein, sondern woanders zu sein. Und wenn man diese ganzen Aspekte des Ich, die Fiktionsbedürftigkeit, die Emotionalität sieht, dann kommt ein unglaublich faszinierendes Lebewesen am Ende dabei raus. Und damit verglichen ist Künstliche Intelligenz wirklich eine sehr, sehr bescheidene, auf ihre Art und Weise großartige Leistung,

Bescheiden, sprich gering / klein, und doch großartig: wie soll das zusammengehen?

aber doch nicht ansatzweise mit der menschlichen Leistung, all diese verschiedenen Impulse miteinander zusammen zu bringen und sowas hervorzubringen wie Glück oder wie Sinn überhaupt nicht vergleichbar.“

Als ein Anwärter auf einen Philosophie-Lehrstuhl einst seine Bewerbungsunterlagen vorlegte, studierte ein Berufungskommission-Mitglied dessen Publikationsliste, sah unter der Rubrik Bücher den Eintrag „Vom Sinn des Lebens“ und kommentierte süffisant: „Den wüsste ich auch gern.“ — Akademische Selbst-Diskreditierung pur.

Kanapee 5

„Das entscheidende am Menschen ist, dass menschlicher Wille von seiner Leiblichkeit ausgeht, und da die Roboter in dem Sinne keine physische Leiblichkeit haben, haben sie auch keinen Willen. Auch die Notwendigkeit eines solchen Willens besteht überhaupt nicht. Es ist ja tatsächlich so, dass der Mensch von seinem Willen gesteuert wird und nicht von seiner Intelligenz. Also von David Hume haben wir die wichtige Erkenntnis, dass die Willensimpulse letztlich darüber entscheiden, was wir tun, und dass der Verstand so etwas ist wie eine Marketingabteilung, die im Nachhinein legitimiert, was die Gefühle vorher entschieden haben.“

Statt Neues zu bieten, also Rückgriff auf Alt-Hergebrachtes, Hume…

Kanapee 6

„Also auf der einen Seite ist es nachvollziehbar, dass der Mensch sich qua Technik aus der brutalen Willkürherrschaft der Natur befreien wollte. Er hat aber den Fehler gemacht, sich der Natur so entgegenzusetzen, als hätte er mit ihr nichts mehr zu tun, als sei er eben das andere der Natur. Und das ist natürlich in der ökologischen Katastrophenzeit, in der wir leben und die auf uns zukommt,

Wieder mal Prechtsche coincidentia oppositorum, nur dass die Aufhebung ausbleibt…

ist das natürlich grundfalsches Denken. Wir müssen wieder lernen, dass wir ein Teil der Natur sind. Und wir müssen lernen, dass wir nicht näher mit Maschinen verwandt sind als mit der Natur, sondern dass wir in der Natur auch dann einbehalten sind, wenn wir über vielerlei technische Möglichkeiten verfügen. Und ich glaube, dieser neue Blick, und selbst wieder als Teil der Natur zu sehen, ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass wir diesen Planeten tatsächlich noch retten können.“

Auch das: nichts Neues.

Summa summarum: 6 neue Prechtsche Kanapees: wie immer adrett aufgebacken und süß verpackt, aber — nach Reinbeißen extrem inhaltsleer und fad.

(Ganz anders: Das Interview von Gert Scobel mit Björn Schuller über (angewandte) KI in der Corona-App auf Kulturzeit, 15.6.2020: präzise Fragen von Scobel, detaillierte und (wissenschaftlich/technisch) präzise Antworten von Schuller)

*Für Heidegger ist der Tod in die Daseins-Hermeneutik miteinzubeziehen (s. v. Herrmann, Transzendenz und Ereignis…, Würzburg 2019, S. 59), nicht aber das Nach-Tod-sein…