Antigone-Adaption frei nach Thea Dorns „Trost“-Gesang

Thea Dorn, Trost. Briefe an Max, München, 2021

Wolfgang Ambros, Es lebe der Zentralfriedhof, google.com, zugegriffen am 25.2.22021

Thea Dorn singt in ihren Briefen an Max den Zorn Johannas (wie einst Homer in der Ilias den Zorn des Achill):

„Ich lasse mir meinen Zorn nicht ausreden!!!!“ (152)

Johannas Zornesausbruch gründet im Tod ihrer betagten Mutter:

„Aber meine Mutter, meine brillante, dauerumtriebige, vierundachtzigjährige, bescheuerte Mir-kann-keiner-was-anhaben-Mutter – sie musste stur nach Italien fahren, obwohl sich dieses Land bereits mit einem Bein im Ausnahmezustand befand. Obwohl es bereits Reisewarnungen gab.“ (11)

Vier Gründe nennt Johanna für ihren Zorn im ersten Brief:

„Meine Mutter ist tot.

  1. Gestorben, weil sie sich in ihrem verdammten Leichtsinn für unsterblich hielt.

  2. Gestorben, weil blinde Politiker nicht sehen wollten, welche Gefahr auf uns zukommt.

  3. Gestorben, weil Wissenschaftler fröhlich verkündet haben, mit ein bisschen Händewaschen und In-die-Armbeuge-Niesen sei dieses Virus schon auszutricksen.

  4. Gestorben, weil unsere Krankenhäuser von einer Seuche heillos überfordert sind.“ (9)

Den Bezug zu Sophokles′ Tragödie Antigone stellt Dorn wie folgt her:

„Die grassierende Staatsräson ist um kein Haar weniger brutal als die von König Kreon, der Antigone verbieten will, ihren toten Bruder zu bestatten. Nur dass unser Staatsfeind Nr. 1 ein Virus ist.“ (16)

—-

Bleiben wir ein wenig bei Sophokles Tragödie Antigone.

In der Tat ist die Ausgangskonstellation vergleichbar. Antigone möchte ihren Bruder bestatten, doch Herrscher Kreon verbietet es. In einer Nebenrolle tritt als dritte Maske Antigones Schwester Ismene auf: Antigone widersetzt sich dem Herrscher; sie steht für Rebellion. Ismene hingegen unterwirft sich dem Herrscher; sie steht für Duckmäusertum. Aus der Schar der weiteren, kleineren Nebenrollen sticht vor allem der Seher Teiresias heraus. Denn er verkündet das Wort Gottes. Den Chor schließlich bilden die Greise aus Theben, der Stadt, in der die Tragödie spielt.

Unsere Corona-Adaption könnte dann wie folgt aussehen:

  • Johanna, die Zornige übernimmt die Rolle der aufmüpfigen Antigone (gesprochen von Thea Dorn persönlich);
  • Mutti, gefühlskalt-emotionslos, zahlenvernarrt-technokratisch und einschläfernd-verstaubt ersetzt als eingeblendete Sprechblase den machtgeilen, zynischen Kreon;
  • Doktorchen der Volksverdummung Karl Lauterbach, der TV-Lieblings-Politikerklärer für Markus Lanz und Co., ebenso fantasie- wie humorlos, spielt Muttis Lieblingsagent (des VEB Horch und Guck);
  • Professor Lothar H. Wieler verkündet – anstatt Seher Teiresias – drei Mal täglich die Schluck-Botschaften des Inzidenz-Orakels;
  • den Chor der dümmlich Alten bilden (beliebige) Omas und Opas aus der Verwahrstation Zum lieben Jesulein.

Als Zusatzgast wäre Heribert Prantl denkbar, der, um das Thema Corona in einen größeren, allübergreifenden Gutmensch-Diskursrahmen einzubetten – anstatt des Chors –, die Schlussweisheit verkünden darf:

„Vergesst mir ob Corona die Flüchtlinge nicht!“

—-

Oder sollten wir den Soff nicht eher in eine

Komödie

verpacken und das Virus auf die Anklagebank setzen?

Wie herrlich-unbedarft war doch die Zeit, als Sänger Wolfgang Ambros noch echt Wienerisch makaber den 100. Jahrestag des Bestehens des Zentralfriedhofs feiern durfte:

Es lebe der Zentralfriedhof
Und olle seine Toten
Der Eintritt is‘ für Lebende
Heit‘ ausnahmslos verboten,
Weü da Tod a Fest heit‘ gibt die gonze lange Nocht,
Und von die Gäst‘ ka anziger a Eintrittskort’n braucht

Dank da recht schee, Woifi! Du fehlst ma!

 

 

Corona: Notstand-Politik-Verarsche

Andrea Maurer, Corona-Maßnahmen im Streit der Wissenschaft, heute-journal, 19.2.2021

Alexander Weinlein, »Panikmache«, in: Das Parlament, 15.2.2021

Peter Römer, Die einfachen Notstandsgesetze, in: Kritik der Notstandsgesetze, hrsg. v. Dieter Sterzel, Frankfurt am Main 1968, 187-207

Es war einmal in Zeiten, als die Studenten noch aufmuckten, dass die Regierung vergeblich versuchte, die Demokratie durch Notstandsgesetze auszuhebeln. Es war einmal, 1968, dass Kritiker Peter Römer schrieb:

Die Sicherstellungsgesetze sind Ermächtigungsgesetze. Sie enthalten keine Bestimmungen, die unmittelbar anwendbar und vollziehbar sind. Sie ermächtigen vielmehr die Bundesregierung und gegebenenfalls einzelne Bundesminister zur umfassenden wirtschaftlichen Lenkungsmaßnahmen“. (188; im Original kein Fettdruck)

Heute, in den Zeiten der Pandemie muckt höchstens noch die böse, böse AfD auf. Doch die ist ja in den Augen aller anderen im Bundestag vertretenen Parteien (Neo-)NaziPartei und folglich nicht ernst zu nehmen und tot zu schweigen — oder wenn das nicht geht: zu diffamieren. Und so findet es denn auch Gutmensch Alexander Weinlein reine „»Panikmache«“ der AfD, dass in dem vom Bundesinnenministerium im März 2020 in Auftrag gegebenen Papier Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen ein

„Worst Case“-Szenario einer ungehemmten Durchseuchung der Bevölkerung mit bis zu einer Million Toten [suggeriert wird]. Um dies zu verhindern, müssten der Bevölkerung die Konsequenzen dieses schlimmsten Falles deutlich vor Augen geführt werden. Auch, um die „die Akzeptanz und Sinnhaftigkeit von freiheitsbeschränkenden Maßnahmen“ zu erhöhen, heißt es ganz offen.“ (im Original kein Fettdruck)

Wer macht hier Panik? Die Wissenschaftler als zu Regierungsberatern bestellte Lobbyisten, Verräter des Wissenschaftsethos, die z.B. das Worst Case-Szenario bewusst an die Wand malen (helfen)? Oder die, die solche Machenschaften geißeln?

Immerhin: Andrea Maurer durfte es im heute-journal (vom 19.2.2021) wagen, die AfD-Kritik aufzugreifen und das Vorgehen der Regierung kritisch zu hinterfragen:

„Welcher Wissenschaftler, welche Wissenschaftlerin findet Gehör? Die Antwort ist in der Jahrhundertkrise Pandemie auch politisch. Die Kanzlerin [Mutti im Vorruhestand] hat sich für eine Schule entschieden, wie sie selbst erklärt:

„Die eine Schule sagt, wir müssen alles dafür tun, dass wir die Zahl der Infizierten so klein halten, dass wir das nachverfolgen können und dass uns das Virus nicht aus der Kontrolle gerät und

die andere sagt, schützt doch mal die vulnerablen Gruppen und dann können die anderen ihr Leben so weiterführen, wie sie‘s immer schon geführt haben. [!!!]

Und diese zweite Variante ist für mich nicht die Variante.“

Tatsache ist, die zweite Schule wird im Kanzleramt weniger gehört. Auch bei der Beratung der Bund-Länder-Runde, zu denen das Kanzleramt einlädt, ist sie kaum vertreten. Von einseitiger Beratung ist die Rede. Der Chef der Runde [Michel Müller, Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz] widerspricht:

„Derjenige, der einlädt, sieht natürlich auch, dass er Beratung hat, die noch mal die eigene Position reflektiert, gegebenenfalls aber auch unterstützt. Nur wir lassen uns ja nicht aus einer Richtung und in einer Situation beraten. Also die Beratungsrunden nach dem Kanzleramt haben dann oft eine Folgewirkung ja auch in den jeweiligen Landesregierungen.“

Der Virologe Klaus Stöhr war lange Forschungskoordinator bei der WHO. Aktuell gehört er zu denen, die als Maßnahmenkritiker gelten. Stöhr beklagt Lagerbildung und fordert ein unabhängiges nationales Expertengremium:

„Es ist natürlich schwierig für uns als Wissenschaftler, die wir den wissenschaftlichen Diskurs lieben und suchen, auch in gewissen Lagern nicht nur eingeteilt zu werden, sondern auch zu bleiben.“

Es geht um Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit. Expertise auf Bestellung, diesen Eindruck erweckt ein sogenanntes Geheimpapier [mit Titel: Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen], das das Innenministeriumletzten April bei Wissenschaftlern in Auftrag gab. Von „gewünschte[r] Schockwirkung“ ist im Papier die Rede. [!!] Ein Anwalt hat jetzt die Herausgabe der dazugehörigen Korrespondenz beim RKI [Robert-Koch-Institut] erstritten. 200 Seiten Mail-Verkehr [!] zum Großteil geschwärzt. [!] Der Innenausschuss des Bundestagesbeschäftigt sich mit dem Fall.“

Was es da wohl zu schwärzen gab??

Was bei der Untersuchung wohl herauskommen wird??

 

ttt warnt vor Islamisierung

Joachim Gaertner, Islamismus auf dem Bildungsweg, ttt, 17.1.2021

In seinem am 17.1.2021 in der Sendung ttt ausgestrahlten Beitrag stellt Joachim Gaertner fest:

„Es gibt einen europäischen Jihadismus. Doch wie sich die Täter radikalisieren, wie ihre Ideologie verbreitet wird, wie gezielt auch mitten in Deutschland fundamentalistische Institutionen aufgebaut werden – darüber ist in der Öffentlichkeit kaum etwas bekannt.“

Gaertner will dies ändern, also aufklären.

Um die Wege der Indoktrination aufzuzeigen, führte er Experten-Interviews, von denen zwei in seinen Video-Beitrag integriert sind.

I
Expertenmeinungen
1. Hugo Micheron, Terrorismusforscher an der Princeton University
Micheron behauptet:

„Ich habe viele Interviews mit Jihadisten im Gefängnis geführt und war sehr überrascht, dass das Wichtigste für sie Bildung und Erziehung von Kindern ist.“

„Für sie ist das die Zukunft. Sie sagen: Wir waren ein paar Dutzend in den 90er Jahren, wir sind heute 6.000 in Europa. Wenn wir in zehn Jahren 100.000 sind, werden wir siegen.“

2. Heiko Heinisch, Islamismusforscher

Ziel der Islamisten ist also die Machtübernahme durch tausendfache Nachwuchsrekrutierung/-züchtung von klein auf. Als Mittel dienen Radikalisierungszentren, deren Aufbau von unserem Dhimmi-Staat zumindest toleriert, zum Teil sogar mit Steuergeldern bewusst gefördert wird,

wie Heinisch überzeugt ist:

„Es ist nicht nur so, dass deutsche Stellen, staatliche Institutionen, Politiker, mit diesen Organisationen zusammenarbeiten“

„Einige dieser Organisationen werden auch jährlich mit Millionenbeträgen vom deutschen Staat, vom deutschen Steuerzahler gefördert.“

Gaertner geht in seinem Beitrag auf zwei dieser von der Regierung auf Länder- wie auf Bundesebene tolerierten Unterwanderungsbewegungen ein.

II

Islamistische Organisationen in der EU und auf deutschem Boden

  1. Ditib

Die Organisation, die wie keine andere bislang die deutsche Gesellschaft unterwanderte und mit Billigung der Regierung auch weiterhin unterwandern darf und soll (!), ist Ditib.

„Die größte Moschee Deutschlands, die neue Zentralmoschee in Köln, wird, so wie 900 weitere Moscheen in Deutschland, vom Verband Ditib betrieben. Ditib untersteht direkt dem türkischen Ministerpräsidenten Erdoğan und seiner islamistischen Agenda. Sie unterläuft das deutsche Bildungssystem, denn ihre Imame werden in der Türkei ausgebildet und sind Beamte des türkischen Staates. Erdoğan selbst eröffnete die Moschee. Die deutsche Zivilgesellschaft blieb ausgeschlossen. Ditib arbeitet mit dem türkischen Geheimdienst zusammen.

In de[re]n Koranschulen lernen die Kinder etwas ganz Anderes als an öffentlichen Schulen, mussten sogar türkisch-nationalistische Kriegsszenen nachspielen. Dennoch hält die Bundesregierung an einer Zusammenarbeit mit Ditib fest.“ (im Original kein Fettdruck)

Was ist der deutsche Staat doch für ein schwächlich-jämmerliches Waschlappen-Gebilde, der einen Potentaten und Antidemokraten mit nicht-deutschem Pass nebst seiner ihm hörigen Entourage von Primitivlingen ermächtigt, auf einem diesem fremden: dem deutschen Hoheitsgebiet ungeniert türkische Politik zu treiben, und das heißt anti-demokratische, also gegen die Verfassung des deutschen Staates und der deutschen Bevölkerung gerichtete Politik!

2. Muslimbruderschaft in der EU

Eine weitere der durch deutsche Stellen genehmigten Bildungsanstalten (Plural!) ist das Europäische Institut für Humanwissenschaften in Frankfurt. Gaertner merkt hierzu an:

„Tatsächlich bauen Islamisten ein ganzes Bildungssystem auf. Von Koranschulen über Kulturvereine bis zu Universitäten. Meist unter wohlklingenden Namen wie das „Europäische Institut für Humanwissenschaften“ in Frankfurt. Nach Erkenntnissen des hessischen Verfassungsschutzes eine Kaderschmiede der international tätigen Muslimbruderschaft. Ihr Ziel ist die Errichtung eines Gottesstaates. Sie liefert den ideologischen Hintergrund für militante Islamisten, auch für den Mord an Samuel Paty.“ (im Original kein Fettdruck)

Für Heinisch steht fest, dass der Aufruf zum Mord an Paty aus der Muslimbruderschaft heraus initiiert wurde:

„Die Kampagne gegen ihn wurde nicht von Salafisten, nicht von Jihadisten initiiert. Sie wurde von Personen aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft initiiert“.

„Der legalistische Islamismus startet die Kampagnen, arbeitet mit dem Wort, benennt quasi das Ziel, das es zu attackieren gilt. Und irgendein Jihadist greift dann eben zur Waffe und attackiert dieses Ziel tatsächlich gewaltsam.“

3. Muslimbruderschaft in Deutschland

Doch die Muslimbruderschaft ist nicht nur im französischsprachigen Europa, sondern auch in Deutschland aktiv. — Der sich ahnungslos stellenden Bundesregierung ist also Mittäterschaft an der Ermordung Patys vorzuwerfen! —
Besonders lehrreich: Laut Gaertner ist die Muslimbruderschaft ausgerechnet in den neuen Bundesländern aktiv, die von Merkel & Co. doch so gern — pauschal — als Neonazi-durseucht diffamiert werden:

„In den letzten Jahren waren die Muslimbrüder besonders im Osten Deutschlands, in Sachsen aktiv. Hier – wo bis vor fünf Jahren kaum Muslime gelebt haben – baute die sogenannte „Sächsische Begegnungsstätte“ gezielt Bildungszentren auf, in denen ein extremistischer Islam gelehrt wird.“

Gemäß des Spruchs Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich völlig ungeniert genießen die Islamisten in diesen Gemeinden Narrenfreiheit. Denn wo sich alles auf die Beobachtung der und den Kampf gegen die Neonazi-Szene konzentriert, können sich andere Biotope (Krebsgeschwüren gleich) wohlgemut und unbehelligt etablieren und wuchern und sich ggf. auch noch bei den Dhimmi-Gutmenschen als Opfer inszenieren:

Die Sachsen: Sind doch alle verkappte Rechte, alle Neonazi-Sympathisanten, die den friedfertigen Islam unterdrücken. Pfui Teufel!

Islamisten also sind die Profiteure der wert-indifferenten deutschen Dhimmi-Gesellschaft, die einerseits sich aus ihrem Holocaust-Trauma heraus instinktiv gegen alles, was rechts ist oder sein könnte lautstark (medienwirksam: verbal!) distanziert und andererseits vor Minderheitenansprüchen kuscht und sich wegduckt. Die Islamisten nutzen und verstärken nur den Trend. Gaertner:

„Das Ziel der Islamisten ist immer, die Gesellschaft zu spalten, autonome muslimische Communities zu schaffen.“

III

Deutschland, einig Dhimmi-Land

Gerade schon vor-polarisierte Gemeinden — sei es, dass ihnen Gespaltenheit lediglich (erst) unterstellt wird, oder dass sie tatsächlich (bereits) gespalten sind — sind also für weitere Spaltung empfänglich. In einigen unserer europäischen Nachbarstaaten ist dies in fortgeschrittenem Stadium schon zu besichtigen.

Heinisch:

„Das lässt sich in manchen Ländern – Frankreich, Belgien, Großbritannien – bereits beobachten.“

„Es gibt dann tatsächlich Parallelgesellschaften, abgeschottete Gebiete, in denen mehrheitlich Muslime leben, in denen nach islamischen Regeln gelebt wird, quasi die Scharia Gültigkeit besitzt.“

Also, Freunde, was Deutschland wahrlich und wahrhaftig braucht: das ist ein wunderschöner, anarchisch wilder Multikulti-Garten!! Ein Paradies –:

unter dem Diktat des Islamismus! Hurra!

Denen, die das nicht wollen — falls es die doch gibt —, sei ins Gedächtnis gerufen: In § 92 Strafgesetzbuch heißt es unter Abs. 3, S. 2:

„Bestrebungen gegen die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland [sind] solche Bestrebungen, deren Träger darauf hinarbeiten, die äußere oder innere Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland zu beeinträchtigen.“

Letzteres, siehe Beispiele in Gaertners Beitrag, ist die Agenda von Merkel & Co. Und die einzige Partei (im Bundestag), die dagegen opponiert, ist die AfD. Und folglich gilt es, die mundtot zu machen: auf dass es niemanden mehr gebe, der Merkel & Co auch nur zu attackieren wage!

 

IV

Relativierung der Kritik

Doch Gaertner ist kein Revoluzzer (höchstens ein ganz klein bisschen). Und auch den Islam findet er, ganz Dhimmi, der er ist, gar nie nicht problematisch. Und um das auch allen Zuschauern und Lesern ja einzuhämmern, kommt zum guten Schluss — wie könnte es denn anders sein — die Aussage, die in einem Gutmenschen-Beitrag in einer Gutmenschen-Sendung in einem Gutmenschen-Programm… auf keinen Fall fehlen darf. Gaertner:

„Rechte Propagandisten missbrauchen die Gewalttaten, um Stimmung gegen die Millionen hier lebender, friedliebender Muslime zu machen. Diese Spaltung ist ganz im Sinne der Islamisten. Man bekämpft sie am ehesten, indem man die fundamentalistischen Einrichtungen enttarnt, ihre Strategie offenlegt und indem man die muslimischen Deutschen darin bestärkt, einen gemäßigten Islam zu leben. Einen Islam, der die strikte Trennung von Religion und Staat bedingungslos anerkennt.“ (im Original kein Fettdruck)

Dass es einen solchen Islam nicht gibt und gar nie nicht geben kann, weil dies dem Islam grundsätzlich widerspricht, ficht Gaertner freilich nicht an.

Er will ja nur den Saul geben

und dabei höchstens ein klein bisschen wider den Stachel löcken…

(Luther; Lukas-Evangelium, 26, 14)

 

Anmerkungen zum Buch „Unberechenbar“

Harald Lesch und Thomas Schwartz und unter Mitarbeit von Simon Biallowons, Unberechenbar. Das Leben ist mehr als eine Gleichung, Freiburg im Br., 2020

Ob Mutti dieses Machwerk in Auftrag gegeben hat? Diesen Aufruf zur grenzenlosen Verdummung? Zwei Stellen mögen genügen, um die (versteckte) Intention der Autoren Harald Lesch, Thomas Schwartz (und Simon Biallowons als Mitarbeiter) vorzuführen:

1 „Vorab: Sollte im Folgenden der Eindruck entstehen, wir wären Dorfromantiker, dann ist das nicht etwa irreführend, im Gegenteil, wir sind tatsächlich Dorfromantiker. Aber keine naiven.“ (127)

2 „Gesellschaftsspiele haben in der Corona-Krise geboomt. Klar, man war auf die kleinen Beziehungsräume von Familie oder WG zurückgeworfen und hatte jede Menge Spielzeit. Es war ein zeitlicher Freiraum entstanden, der gefüllt werden musste und bei dem das Gesellschaftsspiel, egal ob Skat, Trivial Pursuit oder Siedler von Catan, wieder oder sogar neu entdeckt wurde.“ (149f.)

Die nachfolgend geschilderte Episode aus dem Leben des Vorsokratikers Heraklit möge dazu dienen, Pseudoweisheit vs. Weisheit klar zu kontrastieren. Von Heraklit ist uns – nebst etlichen Fragmenten – überliefert, dass er, einer von denen, die in seiner Stadt Ephesos das Sagen hatten, einst floh, um im außerhalb der Stadt gelegenen Artemis-Tempel Asyl zu suchen. Dort saß er dann und spielte (Würfel) mit den Kindern.

Dazu 2 Kurzkommentare:

1

Vorsokratische und sokratische Philosophie entwickelten sich in den Metropolen ihrer Zeit und nicht in den Dörfern. In denen lebten nur einfältige Bauern; einfältig: weil sie ihre Zeit zum Überleben und zur Reproduktion nutzen mussten und nur dazu nutzen konnten. Grundvoraussetzung für das Denken ist Muße, σχολή (Phaidros 228a.) — Im Neugriechischen bedeutet σχολή Schule. — Muße entsteht nur aufgrund der Entlastung vom Alltag. — In der Schule sollen die Kinder vom Alltag entlastet lernen. — Dies war in den arbeitsteiligen und mit Sklaven reichlich bestückten Städten weit eher gegeben als in (abgelegenen) Dörfern. Denker – damals wie heute – sind zudem auf den Umgang mit anderen Denkern angewiesen. Insbesondere aus den Dialogen Platons mit diversen Gesprächspartnern unterschiedlichster Couleur wird dies überdeutlich.

Sokrates bezeichnet sich als φιλομαθής, als Lernfreund und führt mit der ihm typischen unterschwelligen Ironie näher aus, von wem er sich denn Belehrung erhofft:

τὰ μὲν οὖν χωρία καὶ τὰ δένδρα οὐδέν μ᾽ ἐθέλει διδάσκειν, οἱ δ᾽ ἐν τῷ ἄστει ἄνθρωποι.

weder Felder noch Bäume wollen mich lehren, aber die Menschen in der Stadt. (Phaidros 230d)

2

Spiele spielen ist etwas für Kinder. Sie dien(t)en zur Charakterdiagnostik und -bildung, zur Erziehung und Vorbereitung auf das Erwachsenenleben als Mann im bzw. für den Staat. (Auch dies ist bei Platon, u.a. in Politeia, detailliert nachzulesen.) Es kam darauf an, im politischen Leben der Stadt zu bestehen. Dazu musste man sowohl körperlich als auch geistig fit sein. Körperlich, weil kriegerische Auseinandersetzungen die Regel und nicht die Ausnahme waren; geistig, weil man die politischen Spiele der Stadt durchschauen musste, um sie zu beherrschen (und nicht von ihnen beherrscht zu werden). — Wurde man z.B. angeklagt, so musste man sich selbst verteidigen. (Schulungen hierzu offerierten die Sophisten…)

Auch wenn wir Heutige uns (eher) nicht politisch engagieren (müssen), so gilt auch für uns: uns aus unserer selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien (Kant). Depperlspiele spielen hilft da nicht weiter, sondern nur (Selbst-)Bildung.

Was die drei Pseudoweisen verschweigen

Analog zur Pädagogik, Kinderführung/-leitung, entwickelt und formuliert Platon Grundsätze der ψυχ-αγωγία, der Führung/Leitung der Psyche, für Erwachsene. (Phaidros, 271c) Doch solch ein Plädoyer für Bildung fehlt in der Schrift der drei Pseudoweisen aus Deutschland. Und das ist auffällig. Denn Lesch und Schwartz sind Professoren. (Was der dritte, Simon Biallowons, macht, wird uns nicht verraten.) Sie leben (recht einträglich) davon, den (wissenschaftlichen) Nachwuchs zu belehren. Wenn Sie also das Thema Bildung geflissentlich übergehen, so muss das einen Grund haben.

Und so unterstellen wir: Sie wollen einlullen.

Ihre eigentliche Rede — Schwartz ist Theologe — lautet:

Das Leben ist nicht berechenbar, ihr Bürger*innen. Krisen wie die jetzige sind Teil des Lebens. Da müssen wir durch. Fürchtet euch nicht! Und so werdet ihr der Verzweiflung resilient widerstehen! Wir schaffen das! Wir haben so vieles geschafft. Wir schaffen das! Auch Corona schaffen wir! Vertraut auf eure Führer, ihr Bürger*innen. Euer aller Mutti wird‘s schon richten. Sie entlastet euch vom Denken. Seid dankbar, ihr Dörfler, und amüsiert euch frohgemut in der Zwischenzeit, bis es wieder aufwärts geht, mit Gesellschaftsspielen.

Pfarrerstochter Mutti und Pfarrer Schwartz wissen:

Selig die Armen im Geist, denn ihr ist das Reich der Himmel (Matthäus, 5:3)

schon auf Erden,

hurra!!

Erdoğan – Verteidiger der Glaubensfreiheit

Andrea Nüsse, Macron nimmt den Kampf mit den geistigen Brandstiftern auf, Tagesspiegel online, 27.10.2020

Erdogan nennt europäische Politiker „Kettenglieder der Nazis“, Tagesspiegel online, 26.10.2020

Gudrun Harrer, Macron und der Islam: Nichts daraus gelernt, Standard online, 26.10.2020

Susanne Güsten, Türkei beklagt deutschen „Hass“ nach Razzia, Tagesspiegel online, 24.10.2020

Hans Monath, Der blinde Fleck der Linken, Tagesspiegel online, 22.10.2020

– I –

Auf Macrons Verurteilung des Mords an Samuel Paty und seiner Ankündigung auf kompromisslose Verteidigung der Meinungsfreiheit in seinem Land: Frankreich —

schwieg das unsolidarische, kriecherische Deutschland:

„Und in Deutschland? „Herrscht weitgehende Stille“, wie der Juso-Chef und SPD-Vize [Kevin Kühnert] nun in einem Gastbeitrag im „Spiegel“ völlig zutreffend geschrieben hat.“ (Monath) —

Anders Erdoğan: Er, der sich gern als Kalif vom Bosporus inszeniert, (siehe Rückeroberung der Hagia Sophia zur Moschee) fühlte sich bemüßigt, nicht nur Macrons Haltung, sondern ihn persönlich anzugreifen:

Erdoğan „zweifelte am Montag, wie schon am Wochenende, die psychische Gesundheit des französischen Präsidenten an.“ (Tagesspiegel, 26.10.2020)

Kommentar Gudrun Harrer:

a) zum Fehlen der Vernunft in muslimischen Kreisen:

„Nun kann man nüchtern feststellen, dass sich Menschen, die nicht tiefer reflektieren können oder wollen als der sprichwörtliche Stier angesichts des roten Tuchs, eben leicht mobilisieren lassen.“

b) zur Kalif-Anwärterschaft von Erdoğan:

Erdoğan „kann in der islamischen Welt zeigen, dass die Türken – und nicht die Araber – die wahren Verteidiger der Ehre des Propheten sind.“

– II –

Erdoğan, der die Re-Islamisierung seines Landes: Türkei mit all der ihm zur Verfügung stehenden Macht vorantreibt, geriert sich nun auch noch als Verteidiger der Glaubensfreiheit.

„Der türkische Präsident kritisierte zudem erneut eine Razzia in einer Berliner [Mevlana-]Moschee wegen Verdachts auf Corona-Subventionsbetrug.

Erdogan verweist auf die Glaubensfreiheit

„Von hier aus appelliere ich natürlich auch an Kanzlerin Merkel. Bei euch gibt es doch angeblich Glaubensfreiheit? (…) Wie kann es dann sein, dass bei einem Morgengebet mehr als 100 Polizisten die Moschee angreifen?“, sagte Erdogan. In der Türkei könne so etwas nicht passieren, „denn bei uns gibt es wahre Glaubensfreiheit“.“ (Tagesspiegel, 26.10.2020)

Glaubensfreiheit à la Erdoğan: soll heißen:

Unterwerft euch gefälligst, ihr scheiß Ungläubigen!

Werdet Dhimmis — besser noch: konvertiert, oder wir zertreten euch.

Allāhu akbar!

Und was macht Mutti-Deutschland?

Alternativlose Politik! Sprich:

Maul halten! und Dhimmi-Kuschelkurs fortsetzen!

Hurra!

 

Macrons verzweifelter Appell an die Einheit der Franzosen

Kulturzeit vom 19.10.2020

Kulturzeit vom 28.10.2020

NACH MESSER-MORD IN DRESDNER ALTSTADT: VERDÄCHTIGER ALS ISLAMISTISCHER GEFÄHRDER BEKANNT, tag24.de, 21.10.2020

Friedrich Merz, Warum ist dieser islamistische #Syrer…, 21.10.2020

Friedrich W. J. Schelling, Von der Weltseele, Sämtliche Werke, Bd. 2, Stuttgart u. Augsburg, 1857

In Simon Brolls Beitrag für die Kulturzeit vom 19.10.2020 ist folgender Auszug aus Emmanuel Macrons Ansprache anlässlich der Ermordung von Samuel Paty eingearbeitet (und – von wem?– so übersetzt):

„(1) Sie werden uns nicht spalten. (2) Das versuchen sie. (3) Und wir müssen gerade deshalb zusammenhalten. (4) Ich rufe die Gesamtheit aller Mitbürger auf, gemeinsam zu stehen, vereint zu sein ohne Unterscheidungen, die uns trennen könnten. (5) Denn wir sind vor allem Bürger, die vereint sind durch die gleichen Werte, eine Geschichte und ein Schicksal.“

Macrons Appell läuft ins Leere: muss ins Leere laufen.

Schon eine knappe Satz-für-Satz-Analyse des von Broll zitierten Rede-Auszugs zeigt dies auf.

(1) Behauptung (objektiv): dass sie uns nicht spalten werden, wobei beide Gruppen (sie und wir) nicht benannt/identifiziert werden.

(2) Unterstellung (subjektiv): dass sie uns spalten wollen. Die Absicht des Spaltens setzt bereits (vermeintlich oder tatsächlich) bestehende Divergenz voraus. Sie, die anderen, und wir, die einen, werden als antagonistische Gruppen vorgestellt.

(3) Appell: zunächst an die mit wir angesprochene Gruppe zum Zusammenhalt in der eigenen Gruppe. Im zugrunde gelegten Vorkommnis manifestiert in den zu Protest und Trauer versammelnden zehntausenden Demonstranten.

(4) Appell: an die Gesamtheit/Totalität aller, i.e. unter Einschluss derer, die zuvor mit sie (als die vom wir Ausgeschlossenen) bezeichnet wurden, eine Einheit zu bilden ohne auf Divergenzen zu achten.

(5) Begründung (eingeleitet durch denn) mittels der Aussage: wir, und zwar jetzt alle Bürger, sind eins in Werten, Geschichte und Schicksal.

Verzweifelt ist Macrons Appell, weil er unrealistisch ist. Denn er unterstellt als Tatsache, dass sich alle Bürger (bereits) als Einheit begreifen (5), was jedoch gerade nicht der Fall ist, wie just die Ermordung Patys (wieder mal) zeigte. (siehe auch Frankreich trauert um von Flüchtling enthaupteten Lehrer)

Bereits das Denken der alten Griechen kreiste um den Zusammenhang von Einem und Allem (ἓν καὶ πᾶν): die Alleinheit. (Vgl. die Redensart: Du bist mein Ein und Alles.)

Von Friedrich W. J. Schelling wird der Zusammenhang von Gesamtheit, Einheit und Vielheit — doch anders als bei Macron — unter Bezug auf das Universum so thematisiert:

„wirkliche Ganzheit (totalitas) [bestehe…] durch die Einheit in der Vielheit. Die Ganzheit fordert daher die Einheit (identitas), und kann ohne diese auf keine Weise gedacht werden.“  (Schelling, 362)

(Wobei für den Gläubigen Schelling Universum die Menschenwelt nicht ausschließt, sondern mit einschließt.)

Macron differenziert ebenfalls zwischen Gesamtheit (4) und Einheit (4), (5). (Auf Vielheit hingegen bezieht er sich in den oben zitierten Sätzen nur indirekt.) Gesamtheit ist für ihn die Menge aller Bürger. Identität aber ist nichts Gegebenes, sondern Aufgegebenes, durch Vereinigung erst zu Bildendes.

Wie soll Identität jedoch gelingen, wenn sie nicht wollen und wir (nämlich die Franzosen, zu denen sich Macron zählt) auf die Einhaltung unserer Werte bestehen? Durch Umerziehung à la China? (siehe Chinas Griff nach Europa – laut „Kronzeugin“ Sayragul Sauytbay)

Oder sollen wir – anderes Extrem – eingeschüchtert das Handtuch werfen und allesamt zu Dhimmis mutieren à la Deutschland? Haben wir uns denn vom Christentum selbst-aufklärend emanzipiert, um uns jetzt erst recht fremd-knechten zu lassen? Wie masochistisch veranlagt sind wir denn?

Patrick Pelloux, ehemaliger Charlie Hebdo-Mitarbeiter drückt das in einem Beitrag von Simone Hoffmann für die Kulturzeit (vom 28.10.2020, in der sie die Frage stellt „hat der islamistische Terror der Republik längst einen Maulkorb verpasst?“, so aus:

„Es muss eine Empörungswelle geben. Wir haben Jahrhunderte lang gebraucht, um uns von der Diktatur des Klerus zu befreien, der die Macht hatte. Die Unterdrückung des Volks durch die Kirche war einer der Motoren der Französischen Revolution.“ (Übersetzung von?)

Reicht es denn nicht, dass wir in Vielheit, sprich Multikulti-Beliebigkeit zerfaseln? in der jede Gruppe und jedermann/frau vermeint, ein Recht darauf zu haben, seine/ihre Privat-Identität nach eigenem Gusto auszuleben und mancher meint, seine einzig wahren Eliten-Werte mit Gewalt durchsetzen zu dürfen? (siehe Frankreich trauert um von Flüchtling enthaupteten Lehrer) —

Anlässlich des jüngsten Beispiels aus Deutschland: NACH MESSER-MORD IN DRESDNER ALTSTADT: VERDÄCHTIGER ALS ISLAMISTISCHER GEFÄHRDER BEKANNT  stellt Friedrich Merz auf Twitter die vorgeblich naiv-dümmliche Frage:

Warum ist dieser islamistische #Syrer nach Verbüßung seiner Haftstrafe nicht in Sicherungsverwahrung genommen oder abgeschoben worden? (FM) #Dresden @derspiegel

Weiß Kanzleranwärter Merz denn nicht, dass syrische Flüchtlinge, die uns 2015 heimsuchten, insbesondere die Polizei bekannten Jungspunde unter ihnen mit Duldungsstatus, unter dem Schutz von Mutti persönlich stehen und eine Bereicherung für Deutschland sind?? — Der muss noch viel lernen, der Grünschnabel, will er Muttis Nachfolger werden…

Ayasofya ist wieder unser, elhamdülillah!

„Das vergiftet die Beziehungen zur Türkei“, tagesschau.de, 11.7.2020

Merkel: „Dann ist das nicht mein Land“, ntv, 15.9.2015

Erkan Arıkan, Kommentar: Die Hagia Sophia wird wieder Moschee – Ein Schachzug Erdogans für den Machterhalt, Deutsche Welle online, 10.7.2020

Turgay Yildiz, YAŞASIN AYASOFYA İBADETE AÇILDI!, youtube, 10.7.2020

Freut euch, Ihr Brüder, Ihr Schwestern!

Endlich ist die Ayasofya (Hagia Sophia) wieder unser. Gepriesen sei Allah! Sein Prophet und Sultan Erdoğan, der Beste, der Schönste, der Herrlichste — nach dem Propheten!

Fluch über die Ungläubigen!

Im Land steht ’s freilich nicht zum Besten, aber wen schert ’s!! YAŞASIN AYASOFYA İBADETE AÇILDI!

Und Mutti nebst Gefolge, was machen die?? — Sie zeigen ihr kleinmütig „freundliches Gesicht“, kuschen und ducken sich. — Doch umsonst! Denn das Schwert ist unser!! Und wir haben erst begonnen…

„Sie sprachen «Oh weh uns, wir waren wahrlich Frevler !»

Und dieser ihr Ruf hörte nicht eher auf, als bis Wir sie niedermähten, in Asche verwandelnd.“ (Sure 21, 15f.)

Allāhu akbar!

Nida-Rümelin fordert stoizistisches Dulden

Julian Nida-Rümelin, Das Virus und die Stoa, Kulturzeit, Corona-Tagebuch mit Julian Nida-Rümelin, 30.4.2020

„Wir schaffen das“ war eigentlich Gabriels Idee, WELT online, 1.9.2016

        Also sprach der vom Staat für das Lesen und Schreiben von philosophischem Klimbim reichlich alimentierte und sich folglich — in Gegensatz zu manch anderem Bürger — weder um seine derzeitigen noch künftigen Einkünfte auch nur die geringsten Sorgen machen müssende Philosophie-Professor aus München frohgemut, beflissen-lächelnd in die Kamera:

Möchte mich der Frage stellen, ob die antike, genauer gesagt die hellenistische Philosophie und Lebenspraxis der Stoa, des Stoizismus eine Hilfe sein kann in dieser Krise.

Bravo! Darauf haben wir gewartet!

Denn in der Tat: wir sprechen ja von stoischer Ruhe, stoischem Gleichmut. Aequam memento in rebus arduis servare mentem, ist ein schöner lateinischer Spruch, der da lautet: Man bewahre Gelassenheit in schwierigen Situationen.

Bravo! Darauf haben wir gewartet!!

Und in der Tat, es gibt so eine Art neo-stoizistische Tendenz, schon seit vielen Jahren, das mag mit der Unübersichtlichkeit zusammenhängen, mit der Globalisierung, mit dem Gefühl des Kontrollverlustes.

Doch: sorget euch nicht!

Und manche Menschen reagieren darauf, indem sie umso mehr darauf achten, dass sie Selbstkontrolle über ihr Leben, über ihre Gefühle, über ihre Praxis bewahren und sich einfügen in eine größere Ordnung, in einen strukturellen Zusammenhang, den sie selbst befürworten können.

Kommet heim, ihr Wähler, ihr Sünder, ihr Untertanen… in den Schoß der Partei, von Mutter Kirche, des Staates…!!

Also ich denke, der Kern der Stoa ist genau dieses: Kontrolle zu behalten über das, was mein eigenes Leben prägt oder genauer, das, was ich beeinflussen kann; und gegenüber all den Dingen, die ich nicht beeinflussen kann, eine Haltung des Gleichmuts einzunehmen.

Die Stoa hat als eine zentrale Orientierung die ἀπάθεια [apátheia]. Das ist aber nicht apathisch, sondern das ist eher die Fähigkeit, sich von eigenen Leidenschaften und vom eigenen Leiden so weit distanzieren zu können, dass man dann nicht Gefangener, nicht Getriebener, nicht Abhängiger wird dieser Gefühlsregungen, dieser Impulse, dieser Emotionalisierung usw.

Also: duldet! und unterwerft euch! Die erste Bürgerpflicht ist Ruhe!!

Was wir gegenwärtig als Begleitphänomen der Corona-Krise erleben, ist ja auch eine große Verunsicherung: Verunsicherung der Menschen, die bei allem Vertrauen in die Regierungen

Vertrauet!

und in die Institutionen

Vertrauet!!

und in die Wissenschaft

Vertrauet!!!

doch letztlich nicht wissen, wie es weitergeht, die sich Sorgen machen um ihre wirtschaftliche Existenz.

Doch: sorget euch nicht! Duldet! und unterwerft euch!!

Die Stoa empfiehlt nicht, all dies nicht ernst zu nehmen. Ernst-nehmen ja, aber kritisch und vernünftig die verschiedenen Optionen zu prüfen und sich nicht von Augenblicks-Impulsen allzu sehr beeinflussen zu lassen.

Unterwerft euch! Die erste Bürgerpflicht ist Ruhe!!

Das ist die stoizistische Geisteshaltung. Sie hat sich in den Wirren des späten römischen Imperiums sehr bewährt und sie könnte sich in der Corona-Krise wieder bewähren.

        Duldet! und unterwerft euch!! Die erste Bürgerpflicht ist Ruhe!!!

        Auf dass all ihr verzagten Bürger, die ihr — im Gegensatz zur Beamtenschaft und Politikerzunft — nicht wisst, wie ihr die nächsten Monate überstehen sollt, nicht aufmüpfig werdet!, nicht aufbegehrt!!

Der eigens für euch von der Kulturzeit angeheuerte Staatsphilosoph verordnet euch wahrhaft belebende Medizin: Seid frohgemut, trotz Untergang! Hosianna! Und wenn das nicht hilft: Vertraut auf SPD und Mutti! Die GroKo wird ‘s schon richten. Erinnert euch an 2015: „Wir schaffen das!“ war das Credo: zuerst von Sigmar Gabriel, dann auch von Mutti, Pastorentochter der Nation.

        Und dann: werden Kohls „blühende Landschaften“ endlich überall in Deutschland sprießen. — Und wenn doch nicht hier, dann doch jenseits: im Paradies.

Also: duldet und hoffet, ihr Einfältigen! Denn nur euer ist das Himmelreich!

Kulturbanause Trump

Trump droht Iran mit Angriffen auf 52 Ziele, SPIEGEL online, 5.1.2020

Dirk Hautkapp, Irak-Krise: Trump droht mit Angriff auf 52 ii8ranische Ziele, Berliner Morgenpost, 5.1.2020

Gut gelaunt beim Säbeltanz, Nordwest Zeitung, 22.5.2017

US-Militär tötet iranischen Topgeneral, SPIEGEL online, 3.1.2020

Dass Trump ein Primitivling sondergleichen ist, ist ja schon hinlänglich bekannt, doch jetzt zeigte er erstmals seine wahre Banausenfratze.

Nach der von Trump befohlenen, völkerrechtswidrigen Ermordung von u.a. Qasem Soleimani auf irakischem Staatsgebiet durch eine Drohne, und zwar ohne Rücksprache mit dem Irak, reichte er noch ein besonders perfides Zuckerl nach.

„targeted 52 Iranian sites (representing the 52 American hostages taken by Iran many years ago), some at a very high level & important to Iran & the Iranian culture, and those targets, and Iran itself, WILL BE HIT VERY FAST AND VERY HARD.“ (Tweet vom 4.1.2020 zitiert nach SPIEGEL)

PS: Dass Trump, der Held der Christenheit, mit seiner Hau-drauf-und-Schluss-Politik freilich nicht allein steht, machte das Pentagon wieder mal unmissverständlich klar:

„Die Vereinigten Staaten werden weiterhin alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um unser Volk und unsere Interessen überall auf der Welt zu schützen“.

Koste es, was es wolle. Aufs Völkerrecht geschissen.

Dirk Hautkapp hat daher völlig recht, Trump & Freunde in eine Reihe mit den islamistischen Primitivlingen zu stellen, die einst die Buddha-Statuen von Bamiyan zerstörten. — Auch wenn Trump bislang nur als Ankündiger auftrat..

Vergegenwärtigt man/frau sich zudem Trumps gut-gelauntes Säbeltänzchen vom Mai 2017 mit seinen saudischen Waffenbrüdern, Weltmeistern im Export ihres – laut Trump – besonders „friedvollen und tolerantem Islam“ (eindrücklich im Jemen zu beobachten), verwundert Trumps jüngstes Dreingabe-Gestichel freilich nicht.

Und was machen Mutti & Co.? — Sie schleimen um ihren Oberhäuptling Trumpi herum. — Me-too-Debatte einmal anders. — Keine und keiner in der EU-Führung, der dieses primitive etwas zu kritisieren wagt: weder hinsichtlich der Ermordung Soleimanis, noch seiner Kulturverachtung.

Und dann schwatzen diese EU-Pseudogrößen auch noch von Werten…

Willkommen zurück im Mittelalter

Zum Niedergang der SPD: Kein Mitleid mit diesem machtgeilen Opportunistenverein!

Wero Lisakowski, Männerphantasien, Kulturzeit, 19.11.2019 (ab min. 5,47)

Bruno Thoß, Freikorps, Historisches Lexikon Bayerns, 10.09.2012

Mark Jones, Am Anfang war Gewalt, Die deutsche Revolution 1918/19 und der Beginn der Weimarer Republik, Aus dem Englischen von Karl Heinz Siber, Berlin 2017

Herbert Kapfer, 1919 Fiktion, München 2019

I

In seinem Artikel Freikorps schreibt Bruno Thoß:

„Da es dem Rat der Volksbeauftragten auch im Reich nicht gelang, mit zuverlässigen republikanischen Kräften ein Weitertreiben der Revolution [von 1918] zu unterbinden, entschloss sich sein Vorsitzender Friedrich Ebert (SPD, 1871-1925) nach dem Auseinanderbrechen der Revolutionsregierung im Dezember 1918 zum generellen Aufruf für eine „Armee aus Freiwilligen“.“ (im Original kein Fettdruck)

Das zeigt wunderbar, welch Geistes Kind Genosse Ebert und Konsorten waren: Um ihrer Partei SPD die Macht zu sichern, etablierten und ermächtigten sie Freikorps, Jagd auf alles zu machen, was linker als die SPD war: mit allen Mitteln. Und sie waren extrem erfolgreich. Siehe

George Grosz‚ Karikatur: Prost Noske! das Proletariat ist entwaffnet!

II

In seinem Kulturzeit-Beitrag zum Buch Männerfantasien von Klaus Theweleit zeigt Wero Lisakowski nun klar auf, welch Korpsgeist in den Freikorps herrschte: Sie waren faschistoid durchseucht:

Attentäter

– genannt werden

„der Attentäter von Halle, der Attentäter von Christchurch, das Attentat von Utøya“ und „auf der anderen Seite [!!] islamistische Terroristen“

(Linker Terror: Fehlanzeige:

Gemäß der antagonistischen Doktrin: Wenn Rechts böse ist, muss Links – zwangsläufig – gut sein. Links: das sind die per se Guten, die Gut-Menschen) –

seien:

„Männlich, hasserfüllt und gewaltbereit. Warum? Was treibt sie um? Sind sie Opfer von Ideologien? Das Bedürfnis nach Gewalt komme nicht von außen, sondern aus dem Inneren, sagt der Kulturtheoretiker und Schriftsteller Klaus Theweleit. In seinem Buch Männerphantasien, das 1977 erschienen ist und jetzt neu aufgelegt wurde, liefert er den Begriff Fragmentkörper. Damit meint er Menschen, denen es nicht gelungen ist aufgrund verschiedener Erfahrungen, sei es durch Gewalt in der Kindheit, auf dem Weg zum Erwachsenwerden ein Gefühl von Körperganzheit auszubilden. Für sie bedeute Gewalt, sich selbst heil zu machen – durch Gewalt gegen andere. Ausgangspunkt von Theweleits Untersuchung sind die soldatischen Männer der 1920er Jahre, die sogenannten Freikorps, die sich in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg formiert hatten, um die sozialistischen Revolutionskräfte mit Gewalt niederzuschlagen. Jene Art männlicher Gewalt, so Theweleit, sei schließlich im Naziterror des Dritten Reiches aufgegangen. Sein Buch Männerphantasien ist eine Analyse des Faschismus, eine Analyse, die sich auf die Körperstrukturen der handelnden Männer bezieht. Der Faschist in uns ist damals viel diskutiert worden und erscheint heute aktueller denn je. Die neue Rechte im Land: ein Beleg seiner These.“

III

Vertieft man/frau sich eingehender in die Zeitzeugenberichte (2 Bücher sind im Vorspann genannt) wird klar, die Freikorps waren ein wilder Haufen vom Krieg Brutalisierter, geeint durch ihren Hass auf die Verräter des Reichs (Dolchstoß-Legende) und die Juden (Finanzkapitalverschwörung).

Der SPD freilich war’s seinerzeit egal.

Ja, sie befeuerten die Legendenbildung sogar. Am 10.12.1918

„verkündete Friedrich Ebert den [von der Front zurückgekehrten] Soldaten: »Kein Feind hat euch überwunden« und half dadurch mit, die Vorstellung in den Köpfen zu verankern, die Revolution sei dem deutschen Heer in den Rücken gefallen“. (Jones, 112)

Sie wollten nur die Macht, ihre Macht. Ließen sich aber feiern: als Kämpfer und Wahrer der Demokratie. Dieses verlogene Pack! — Genutzt hat’s ihnen freilich letztlich nichts. Das von der SPD (mit) inthronisierte und hochgepäppelte Freikorps-Gezücht übernahm nach wenigen Jahren – Weimarer Zwischenspiel – die Macht. Die Rattenfänger von rechts erwiesen sich als stärker massen-anschluss-tauglich als die sich selbst diskreditierten Demokraten-Spieler auf Staatstheaterposten.

Anmerkung: Bestes Beispiel aus der jüngeren SPD-Parteigeschichte: Gerhard Schröder: Der Kanzler der Bosse! Nicht der Arbeiter. Die waren und sind der SPD letztlich scheißegal. (Siehe: GroKo-Eiertänze)

Fazit

Obwohl Gutmensch Lisakowski dies gewiss nicht aussagen wollte, so zeigt gerade sein Beitrag völlig klar: Die SPD paktierte mit faschistoiden Kräften! Dass sie später unter den Nazis zu leiden hatte, ist da nur recht und billig! Selbst schuld!

Und nun endlich

hat das Wahlvolk mehrheitlich erkannt und entschieden: Es ist Zeit für diesen machtgeilen — Opposition ist Mist. (Franz Müntefering) –, „pseudo-sozialen Mutti-im-Amt-Erhaltungs-Verein abzutreten!

Verpiss dich, SPD!