Der Populismus der GroKo: Der Fall Maaßen

An keinem anderen Vorgang aus dem letzten halben Jahr lässt sich deutlicher ablesen, wie Politik in Deutschland gemacht wird als am Fall Maaßen. An diesem Fall kann man/frau hervorragend studieren, wie

1)     die Gutmensch-Presse politisch relevante Aktionen filtert, politische Entscheidungen (subtil) vor-initiiert, je Gusto mal sanft, mal scharf kommentierend begleitet, umjubelt, was ihr gefällt, und abstraft, was ihr missfällt – und

2)     die Bundesregierung nicht selbstbewusst agiert, wie sie sollte, sondern stattdessen lediglich von Angst (vor dem Wähler) getrieben, verschreckt und duckmäuserisch RE-agiert.

Die (Chronologie der) Berichterstattung in den Tagesthemen zeigt dies paradigmatisch.

 

Auslöser:

Tagesthemen, 26.8.2018, 07.06-07.35

„NACH TÖDLICHEM STREIT Proteste im Zentrum von Chemnitz“

Nicht der tödliche Streit macht den Nachrichtenwert aus, sondern die Reaktion darauf.

„Im sächsischen Chemnitz sind mehr als 800 Demonstranten durch die Innenstadt gezogen

[Dies für sich ist kaum spektakulär genug: und eine Meldung wert, ABER:],

unter ihnen viele Anhänger der rechten Szene, so Medienberichte.

[Soll heißen: Zu diesem Zeitpunkt lagen den Tagesthemen keine gesicherten Informationen dazu vor. Im Klartext: Die Aufnahme dieses Vorgangs in die Tagesthemen erfolgte auf Verdacht hin, dass Anhänger der rechten Szene Böses taten: nämlich demonstrierten. Wären es Anhänger der linken Szene gewesen, so hätten die Tagesthemen dies wohl kaum thematisiert. Ist doch das Demonstrationsrecht ein Grundrecht –, aber natürlich nur, solange es nicht die rechten Bösmenschen in Anspruch nehmen (wollen). Ferner, allein, dass dies wahrscheinlich so passiert sei, begründete für die Gutmenschen der Tagesthemen dann bereits die (Pflicht zur) Berichterstattung. –– Anschließend geht es objektiv weiter, indem faktisch/objektiv berichtet wird:]

Zu den spontanen Demonstrationen war im Internet aufgerufen worden. Dabei gab es Rangeleien. Die Polizei verstärkte ihre Präsenz. Hintergrund sei der Tod eines 35-jährigen Deutschen in der Nacht zum Sonntag, so die Polizei. Er starb nach einem Streit, an dem mehrere Menschen unterschiedlicher Nationalität beteiligt gewesen sein sollen, so die Polizei.“

Zynismus pur: Nicht der Tod eines Menschen und nicht das zugrundeliegende Gewaltverbrechen ist beklagenswert, sondern (erst) die Reaktion darauf, weil sie – nicht von links, sondern – von rechts erfolgte. Die, die Wut zeigen, das sind die Wutbürger, die Bösmenschen. Die würden die Gutmenschen am liebsten inexistent machen, id est vernichtet sehen. Hierin sind sie sich mit den ach so süßen Koranjüngern einig. Was den einen die kuffār, die es zu vernichten gilt, sind den andern die scheiß Wutbürger.

Nur einen Tag später dann wird das Vorkommnis, das am Vortag nur im Nachrichtenblock (ab Minute 7 knapp eine halbe Minute lang) besprochen wurde, bereits Eingangs- und Hauptthema, mit dem sich die Tagesthemen nun fast 12 Minuten, mehr als die Hälfte der knapp 22 Minuten dauernden Sendung!! lang beschäftigen.

 

Tagesthemen, 27.8.2008, 0.16-12.08

„Am Wochenende hatte Chemnitz noch ein friedliches Fest zu seinem 875-jährigen Bestehen feiern wollen. Jetzt steht die Stadt im Mittelpunkt einer Konfrontation voller Gewaltpotenzial. Nachdem in der Nacht zum Sonntag ein 35-jähriger erstochen worden war und gestern spontan rechtsextreme Gruppierungen durch die Innenstadt zogen und offenbar

[Auch hier wird wieder ein Verdacht, der durch die Integration in einen Bericht zu einem Quasi-Fakt umstilisiert wird. Wenn Bösmenschen dies tun würden, würde die Gutmensch-Presse, Tagesthemen inklusive, augenblicklich fake news wittern. Doch Gutmenschen: Die tun so etwas Böses bekanntlich nicht. Nein, die sind doch die (sich selbst feiernden) Guten – über jeden (bösen) Zweifel erhaben.]

Ausländer attackierten, folgte heute ein Haftbefehl gegen zwei Tatverdächtige, einen Syrer und einen Iraker. Doch beruhigt hat das die Lage nicht, im Gegenteil. Am Abend gab es wieder Demonstrationen. Auf der einen Seite die rechte Bewegung Pro Chemnitz, darunter Rechtsextreme und Neonazis

[Liebe Zuschauer, falls ihr es noch nicht begriffen habt: Das sind die schlechthin Bösen.],

auf der anderen das Bündnis Chemnitz Nazifrei.

[Das sind die schlechthin Guten, ihr Zuschauer! Dazwischen gibt es nichts. Tertium non datur. Begreift das endlich und entscheidet euch! Seid links!]

Es kam zu Ausschreitungen. Laut Polizei gab es zwei Verletzte. [Welch imponierend große Anzahl!] Über eine Stadt im Ausnahmezustand“…

Ausnahmezustand? Bei zwei Verletzten?

Auffallend auch die Strukturierung in rechts versus links. Hier die Guten, dort die Bösen. So wird der Antagonismus, die Spaltung der Gesellschaft, der Zivilgesellschaft, hier der Demonstrierenden in Gut und Böse nicht nur festgestellt sondern auch festgeschrieben, zementiert.

„Ein paar hundert Meter weiter, getrennt durch Polizisten [von den Demonstranten der Gegenseite] demonstrierte das linke Bündnis Chemnitz Nazifrei. Von mehr als 1000 Teilnehmern berichten Beobachter vor Ort. [Wer genau? Das bleibt uns vorenthalten.] Darunter sind auch viele Chemnitzer, die Haltung zeigen wollen.“

Haltung zeigen ist also eine Zuschreibung der Tagesthemen-Macher an die Gutmenschen(-Seite). Nur die Linken, die Gutmenschen zeigen Haltung. Haltung sei per se Haltung gegen rechts, heißt das. Und rechts: das ist der Mob. Differenzierung? Fehlanzeige.

„Amateurvideos im Netz zeigen Personen, die Menschen anderer Hautfarbe jagen. Jagdszenen auf Chemnitz‘ Straßen.

[Hierzu ist zu sagen, dass immer und immer wieder dieselben 2 Kurzvideos gezeigt werden, auf denen man/frau lediglich erkennen kann, dass Personen herumlaufen bzw. vor anderen weglaufen. Vor wem sie weglaufen, so sie denn weglaufen, bleibt verschwommen. Mehr passiert nicht.]

Eindeutig die Reaktion der Bundesregierung: „Solche Zusammenrottungen, Hetzjagden auf Menschen anderen Aussehens, anderer Herkunft oder der Versuch, Hass auf den Straßen zu verbreiten, das nehmen wir nicht hin, das hat bei uns, in unseren Städten keinen Platz, und, das kann ich für die Bundesregierung sagen, dass wir das auf das schärfste verurteilen.““ (Steffen Seibert)

Zusammenfassend kommentieren die Tagesthemen dann:

„Hetzjagden in der Chemnitzer Innenstadt, ein rechter Mob offenbar mit Bereitschaft zur Selbstjustiz“.

Die einen werden abgewertet: seien Mob und lynchbereit; die anderen werden aufgewertet: seien charakterstark, zeigten Haltung.

Und dann äußert sich der Verfassungsschutzpräsident. Endlich.

Doch anders als erwartet. Objektiv gesehen: Er opponiert gegen den Mainstream. Also: Er zeigt Haltung. Doch er opponiert gegen links, dieser Spielverderber! Und sofort ist die Aufregung auf Seite der sich als Gutmensch Feiernden groß.

 

Tagesthemen, 7.9.2018, ab Sekunde 16

„Was genau ist am vorvergangenen Wochenende in den Straßen von Chemnitz passiert? Die Ermittlungen zu möglichen Straftaten sind noch gar nicht abgeschlossen,

[Soll heißen: Er äußert sich zu früh, ohne Kenntnis, unbedarft, als Idiot.]

da meldet sich der Mann zu Wort, der qua Amt eine Autorität in Fragen der inneren Sicherheit ist und zweifelt mal eben in der Bild-Zeitung daran, dass es überhaupt Hetzjagden gegeben habe. Mehr noch: Ein im Internet kursierendes Video mit Jagdszenen sei eine gezielte Fälschung.

[fake news von links? DAS muss fake news sein!]

Das behauptet der Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz Hans-Georg Maaßen, hat aber selbst weder Beweise vorgelegt, noch Zeugen benannt. Denn

[Liebe Tagesthemen-Macher: Es sollte Doch heißen. Denn Sie wollen doch einen Gegensatz konstruieren.]

die gibt es. [Wen denn?] Es gibt Aussagen [Von wem denn?], wonach Menschen mit ausländischem Aussehen in den Chemnitzer Straßen sehr wohl angegriffen und verfolgt wurden.“

So kommt es vorgeblich zur Irritation. Realiter jedoch haben sich die Tagesthemen schon längst ihr Urteil gebildet. Die behaupteten Hetzjagden von (den bösen, bösen rechten Inländern) diesem lynchbereiten Mob, auf die süßen, süßen Ausländer, insbesondere die süßen, süßen Flüchtlinge) sind Fakt. Punkt! Und Maaßen kuscht, bekennt sich und gesteht.

 

Tagesthemen, 11.9.2018, 0.37 – 1.06

Es „herrscht weiter große Irritationen über die Aussagen von Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen. Der hatte ja zunächst der Kanzlerin in der Frage widersprochen [Majestätsbeleidigung! So was geht gar nicht!], dass es vor zwei Wochen in Chemnitz Hetzjagden auf Ausländer gegeben habe und angezweifelt, dass ein Video [Welches?] dazu authentisch sei, um dann in einem Brief an Innenminister Horst Seehofer umzuschwenken und diese Aussage zu relativieren: Er sei falsch verstanden worden.“ …

Und da nicht sein kann, was nicht sein darf, gilt es nun, den bösen, bösen Irritator, Idioten und Majestätsbeleidiger zu bestrafen.

 

Tagesthemen, 18.9.2018, 0.15-0.48

„Gehen oder bleiben? Darum ging es heute im Kanzleramt, als die Chefs der Regierungsparteien zusammensaßen. Und am Ende einigte man sich auf Gehen und Bleiben. Hans-Georg Maaßen muss als Chef des Bundesverfassungsamtes abtreten und tritt künftig als Staatssekretär im Innenministerium auf. Diese Karriereentwicklung besprach sein alter und neuer Dienstherr Horst Seehofer zuerst mit der Kanzlerin und später auch mit SPD-Chefin Andrea Nahles.“

Was in den Tagesthemen zunächst sehr nüchtern berichtet wird, wird einen Tag später kommentiert, bewertet: natürlich negativ bewertet, kritisiert. Maaßen, diese rechte Drecksau. In den Staub mit ihr/ihm!

 

Tagesthemen, 19.9.2018, ab Sekunde 19

„Am Ende eines Tages, an dem im Land mal wieder heftig über politische Beschlüsse diskutiert wurde und man das Gefühl nicht loswird: Gewonnen hat bei der gestrigen Personalentscheidung nur einer: Hans-Georg Maaßen selbst, also derjenige, der zwar als Verfassungsschutzchef gehen musste, dafür aber eine Etage weiter hochfährt und nun Staatssekretär im Innenministerium wird. In der Großen Koalition schiebt man sich gegenseitig die Schuld und Verantwortung zu für den, sagen wir mal, bemerkenswerten Karrieresprung, [Das hättet ihr auch wohl gern, ihr heuchlerischen Neider.] und viele Wähler sind vor allem eins: verärgert.“

Klar: Um vom eigenen Neid abzulenken, wird er als dem Wahlvolk eigen diesem suggeriert. Soll heißen: Wir Journalisten sind unschuldig. Es sind die Wähler. Schaut her! Wir geben lediglich die Stimmung wider. Zum Beleg werden Kurz-Statements von je zwei Passanten aus Hamburg, Köln, Leipzig und München eingespielt. Nicht zu plump, aber doch berechnend, ausgesucht. Erkenntnis ist Interesse geleitet. Doch nur im positiven Sinn, selbstredend. Habermas ist schließlich einer der Guten, ist links.

Und dann, endlich, reagiert die Politik und endlich so, wie gewünscht.

 

Tagesthemen, 21.9.2018, ab Sekunde 16

„Manchmal hilft es ja im Leben wie am Computer die Reset-Taste zu drücken, also nach vorne zu schauen und gleichzeitig wieder von vorne zu beginnen. In einem Brief an die Kanzlerin und den Innenminister bittet heute Andrea Nahles den Maßen-Deal von Mitte der Woche zu überdenken. Was heißt, lasst uns drei noch einmal zusammensitzen. Merkel und Seehofer haben nicht abgelehnt, und so dürfte es, was erstaunlich genug ist, wohl noch an diesem Wochenende ein zweites Treffen geben. Was aber zumindest genauso erstaunlich wie auch bedenklich erscheint,

[Ob die Tagesthemen hierin die eindeutig populistische Grundhaltung erkennen und sich deswegen bedenklich zeigen? Wird doch Populismus von der Gutmenschen-Presse a se rechts verortet]

ist, dass Nahles erklärt, die negativen Reaktionen aus der Bevölkerung zeigten, dass, Zitat, wir uns geirrt haben. Hat sie tatsächlich geglaubt, das Volk würde Beifall spenden?“

Paradigma einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung: Nicht sein kann, was nicht sein darf!

Nahles‘ Rückrudern und Forderung nach Neuverhandlung wird also eindeutig populistisch begründet.

Zwei Tage später dann berichten die Tagesthemen über deren Ergebnis, den neu gefundenen Kompromiss.

 

Tagesthemen, 23.9.2018, ab Sekunde 10

„In dieser Woche hat die Politik einige Dinge auf den Weg gebracht: ein Kita-Gesetz zum Beispiel oder mehr Geld für mehr Wohnungen und mehr Bauland.

[Wozu? Was soll das Positives bewirken? Was ist der Zweck?]

Diese Koalition arbeitet also [effektiv? und effizient?] und stand doch mal wieder kurz vor dem Zusammenbruch. Doch nun scheint der Bruch abgewendet, und eine gewisse [Bitte präziser!] Erleichterung darüber herrscht bei allen drei Parteien nach dem nachmittäglichen Gespräch im Kanzleramt. Hans-Georg Maaßen wird Sonderberater im Innenministerium und verdient keinen Cent mehr als bisher.

[Populistisches Zugeständnis an all die Neider im Land!]

Da hat man, so scheint es, beiden Seiten genüge getan. Seehofer entlässt Maaßen nicht und die SPD kann vorweisen, Maaßen hat seinen ursprünglichen Posten verloren und wird nicht befördert.“

So sehen gesichtswahrende Kompromisse aus. Die Politik macht vor, was die Tagesthemen-Vortragenden nicht einmal versuchen: Gräben überbrücken, statt sie festzuschreiben; Zusammenhalt erarbeiten und demonstrieren, statt Konfrontation aufzeigen und schüren.

„Keine halbe Stunde später [nachdem Seehofer die Einigung verkündete] nennt die SPD-Chefin die Einigung ein Signal, dass die GroKo öffentliche Kritik ernst nehme und sich korrigieren könne. Und jetzt, so Nahles: Ab an die Regierungsarbeit.“

Ein Appell für die Arbeit an konstruktiven Lösungen, statt mehr und mehr Verstrickung in destruktiven Schuldzuweisungen. Doch nur einen Tag später verkünden die Tagesthemen genüsslich Muttis populistisches Schuldeingeständnis.

 

Tagesthemen, 24.9.2018, ab Sekunde 54, nicht als Hauptmeldung

„Ein sorry, eine politische Entschuldigung ist bei der Kanzlerin ganz, ganz selten. Heute jedoch drückte sie ihr Bedauern aus: [Merkel:] „Wenn ich mich persönlich frage, dann habe ich mich im Zusammenhang mit der Entscheidung vom Dienstag zu sehr mit der Funktionalität und den Abläufen im Bundesinnenministerium beschäftigt, aber zu wenig an das gedacht, was die Menschen zu Recht bewegt, wenn sie von einer Beförderung hören; und dass das geschehen konnte, das bedauere ich sehr.“

Dem Druck der Straße nachgeben, das nennt man/frau gemeinhin Populismus. Schön, dass Merkel nun so freimütig einräumt, Populist zu sein, populistisch zu handeln!

Und dann, zum guten Schluss, tut Maaßen dem Triumvirat aus Merkel, Seehofer und Nahles auch noch den Gefallen: sich zum Abschuss selbst feilzubieten; ein Geschenk, das von Seehofer dankend angenommen wird.

 

Tagesthemen, 5.11.2018, ab Sekunde 16

„Nun also doch: Nach den Vorfällen in Chemnitz wäre beinahe die Bundesregierung an dem Streit um die Äußerungen von Bundesverfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen zerbrochen. Der wurde dann erst befördert, dann versetzt und heute nun doch vor die Tür gesetzt.

[Klammheimliches Frohlocken an der heuchlerischen Gutmenschfront.]

Innenminister Horst Seehofer, der sich erst vehement vor seinen obersten Mitarbeiter beim Bundesverfassungsschutz gestellt hatte, sah nun auch keinen anderen Weg mehr, als Maaßen in den einstweiligen Ruhestand zu versetzen. Nach giftigen Bemerkungen über seine Kritiker in einer Rede vor internationalen Geheimdienstchefs war er nun nicht länger haltbar.“

Ende gut, alles gut? Klappe zu. Affe tot.

Prügelnde Asylbewerber

Jugendliche verprügeln wahllos Passanten in Amberg, SZ online, 30.12.2018

Ein besonders herzliches Willkommen bereiteten unsere süßen, netten Flüchtlinge gestern zu Amberg frisch angekommenen Bahnreisenden. Ein Fall, der nicht fake news sein kann, weil ja sogar die sich zur politischen Korrektheit selbst-verpflichteten Gutmenschen der SZ hierüber berichten (mussten):

„Vier Jugendliche haben in Amberg offenbar wahllos auf Passanten eingeschlagen und mehrere von ihnen verletzt. Neun Menschen wurden der Polizei zufolge am Samstagabend geschlagen und mussten zum Teil im Krankenhaus behandelt werden.

Ihre Prügeltour begannen die vier jungen Männer im Alter zwischen 17 und 19 Jahren demnach im Bahnhofsbereich: Sie schlugen einem ankommenden Reisenden mehrfach ins Gesicht. Wenige Minuten später prügelten sie auf dem Bahnhofsvorplatz auf zwei weitere Passanten ein und konnten anschließend zunächst fliehen.

Kurz danach waren die Männer vom Bahnhof aus Richtung Altstadt unterwegs, wieder schlugen sie ohne Vorwarnung auf verschiedene Passanten ein, ein Opfer wurde zu Boden geschleudert und auch dort noch weiter getreten. Sechs weitere Personen wurden dabei verletzt.

Wenig später konnte die Polizei die Jugendlichen in Bahnhofsnähe festnehmen, alle vier sind offenbar Asylbewerber.“

Merkwürdig nur, dass die SZ-Schreiberlinge diesmal gar nicht davon laberten, dass man/frau Verständnis für die armen, in völliger Ungewissheit ob ihres Asylbescheids zu uns Gekommenen haben müsse. (Dass von SZ und Konsorten die Zusammengedroschenen nicht bedauert werden, verwundert ohnehin nicht: sind ja schließlich nur scheiß Einheimische. Warum fahren die auch Bahn? Selbst schuld…)

Mord im Auftrag der Göttin Athene – Thea Dorns Krimi „Die Hirnkönigin“


Göttin Athene im Roman Hirnkönigin

Die Anrufung der Göttin Ἀθηνᾶ erfolgt erst spät im Text (auf S. 53). Zuvor hat (u.a.) die Frau des ersten Opfers das Wort. Ihr werden Zitate aus Hugo von Hofmannsthals Elektra (Kap. 2 u. 3) zugestellt. –Warum nicht einer der altgriechischen Dramatiker (im Original) zitiert wird, bleibt offen. — Zwei Mal spricht Elektra (danach auch noch Klytämnestra). (S. 24f) Doch die Elektra-(Klytämnestra-)Spur endet (spätestens) mit dem Selbstmord der Nicht-Mörderin.

Ab da an (spätestens) hat die Mordende, die Hirnkönigin Nike Schröder, das Sagen. Sie ist kein sich am Ehemann rächendes Weib. O nein: Sie ruft Athene an und mordet ihr zu Gefallen, zum Sieg über die Männer, Opferlämmer, die sie sich zur Beute nimmt.

Einschub: Die Hirnkönigin als Weiterentwicklung (der Heldin) des Romans Berliner Aufklärung

Athene kommt schon in Dorns erstem Roman, Berliner Aufklärung, vor:

„Der silberne Brieföffner, der am Griff in ein Relief der Göttin Athene auslief“, (S. 63)

wird zum Mordinstrument.

Über die später hiermit Ermordete, Rebecca, heißt es:

„Als Kind hatte sie [Rebecca] oft neben dem Schreibtisch ihres Vaters gestanden, wenn er mit diesem schweren Briefmesser die Seiten alter Folianten aufgeschnitten hatte. Sie war immer stolz gewesen, wenn er sie dann »meine kleine Athena« genannt hatte. Mit sieben konnte sie große Teile der Ilias und Odyssee auswendig, war mit den griechischen Göttern vertraut wie andere Kinder mit Rotkäppchen und den sieben Geißlein. Es hatte für sie unverrückbar festgestanden: Sie wollte Athene sein, die mutterlose Göttin des Krieges und der Weisheit.“ (S. 63)

Doch sie versagte: nahm ihre Opferrolle ergeben (passiv) an, statt (aktiv) zu morden:

„Ein ruhiger Tod. Ein stiller Tod. Sie hat sich nicht gewehrt. Alles blieb still.“,

sprach der (schwule) Mörder, der den Selbstmord seines (schwulen) Freundes rächte. (S. 193) Dem wurde Aphoristiker Nietzsche zum Verhängnis.

„WICHTIG NEHMEN ALLE DAS STERBEN, ABER NOCH IST DER TOD KEIN FEST. NOCH ERLERNTEN DIE MENSCHEN NICHT, WIE MAN DIE SCHÖNSTEN FESTE WEIHT.“ (Also sprach Zarathustra I, Krit. Studienausg., Bd. 4, S. 93, Z. 10-12; bei Dorn in Großbuchstaben mit geänderter Interpunktion)

Nicht eingearbeitet wird von Dorn das Motto Vom freien Tode, dem das Zitat entnommen ist:

„Stirb zur rechten Zeit: also lehrt es Zarathustra.“ (eb., Z. 4)

Auch die Enttarnung des Philosophieprofessorengequakes im Institutssumpf (einer Uni) als eitles Kokettieren kakophonen Froschgesangs: von jedem gegen jede(n), Position A gegen Position B, Mann gegen Mann, Frau gegen Mann, Homo gegen Homo, Lesbe gegen Schwulen, etc. – in der Hinsicht sind sie alle gleich: jede(r) dem/der andern ein Wolf (Plautus, Hobbes): Jede(r) der 54 Institutler bekam folglich einen Teil des ersten Opfers des Übermenschen säuberlich in sein/ihr Postfach gelegt – bleibt im (Hals-)Ansatz stecken. Von wegen: herrschaftsfreier Diskurs. Wie wär’s mit einem Preis für Habermas für konsequentestes Realitätsentfremdungsgeblödel. Schade, dass Sie nicht tiefer bohr(t)en, Frau Dorn…

Die persona Hirnkönigin

In der Hirnkönigin ist es dann soweit. Nike mordet im Auftrag der Kopfgeborenen.

(Im Roman Berliner Aufklärung hingegen bestraft die (lesbische) Heldin, Anja, (den schwulen „Übermenschen“ mit seinen „stahlblauen Augen“ (S. 186)) lediglich — in persona eines sadistisch Pseudo-Schwulen).

In der Hirnkönigin wird die (nun pur verkopfte, pur asexuelle) Heldin von Anfang an als Beutemacherin vorgestellt. (Ihr Lieblingsopfer sind intelligente, aber irrational Handelnde, sie als Frau begehrende Männer.)

Nach einem kurzen Verweis auf die Anfangszeile der Oyssee (Ἄνδρα μοι ἔννεπε, Μοῦσα, πολύτροπον, ὂς μάλα πολλὰ), um den Bildungs-/Rechtfertigungskontext Nikes anzureißen, werden von Nike die Eingangszeilen des xxvii. Homerischen Hymnus ΕΙΣ ΑΘΗΝΑΝ. zitiert (Z.1-6):

Παλλάδ᾽ ᾿Αθηναίην, κυδρὴν θεόν, ἄρχομ᾿ ἀείδειν,

γλαυκῶπιν, πολύμητιν, ἀμείλιχον ἦτορ ἔχουσαν,

παρθένον αἰδοίην, ἐρυσίπτολιν, ἀλκήεσσαν,

Τριτογενῆ, τὴν αὐτὸς ἐγείνατο μητίετα Ζεὺς

σεμνῆς ἐκ κεφαλῆς, πολεμήϊα τεύχε᾽ ἔχουσαν,

χρύσεα παμφανόωντα·

Nike (Nίκη) sieht sich und handelt als einer Siegesgöttin gleich. Sie versucht dem von ihrem (als Ζεύς-gleich) verehrten Vater, einem erblindeten, auf einen Rollstuhl angewiesenen, pensionierten Latein- und Griechisch-Lehrer, in sie eingepflanzten Ideal purer Geistigkeit zum Sieg zu verhelfen. Sie erlebt sich als Produkt seiner Erziehung, als (dessen) Kopfgeburt (ἐκ κεφαλῆς, wie es im Hymnus heißt).

„Und Nike Schröder ging hinab und trennte das greise Haupt ihres Vaters vom Rumpf und öffnete den Schädel und weinte, als sie die Höhle wiedersah, der sie vor neunzehn Jahren entsprungen war.“ (297)

Das von der körperlichen Hülle, res extensa, befreite Hirn, das sie all ihren Opfern entnimmt und in Einweggläsern konserviert, verkörpert für sie das Eigentliche des Menschen, bloßes res cogitans. (Bei Descartes reduziert auf die Amygdala.) Durch den Mord des (Begehrens des) Körpers ist das Geistige/der Geist zu befreien. Um an die Hirne heranzukommen, mordet sie. Die Körper macht sie sich zur Beute. Sie ist die Wiedergeburt der (Athene) Ageleie (ἀγελείη):

„»Ageleie ist kein Blumenname, du Dummkopf«, sagte sie leise [zu einem frisch Ermordeten]. »Ageleie heißt Beutemacherin.« (121)

Nike versteht sich demnach (auch) als μαῖα. (Ein Bezug zu Sokrates‘ Mäeutik, μαιευτική.) Sie will, dass die Hirne der von ihr Auserwählten zu sich selbst kommen, dass sie frei werden mögen, auf dass sie an und für sich selbst seien. (Phänomenologie des Geistes. Hegel pur). So wie auch für sie selbst gilt:

Sie war Hirn. Reines Hirn. Von Kopf bis Fuß.“ (63)

Unter Verweis auf Trump

I have a gut, and my gut tells me more sometimes than anybody else’s brain can ever tell me.” (Trump zitiert nach Dana Milbank, Washington Post online, 28.11.2018)

ist diese Position durchaus vernünftig

Gemordet wird von ihr (ab dann vornehmlich) während des Rezitierens einschlägiger Ilias-Stellen – auf Griechisch, φυσικά!, wenn auch ohne Verwendung griechischer Schriftzeichen (z.B. 4, 134ff) und Stellenangaben. Schade…

Doch das hat(te) auch sein Gutes. Um alle Stellen zu entdecken, las ich nun erstmals sowohl die Odyssee als auch die Ilias komplett und beschäftigte mich zudem auch noch mit den Hymnen und den Fragmenten der epischen Poesie.

(Spaß machte es auch, all die Stellen aus Goethe, Benn, Trakl,…, aufzusuchen und -zufinden.)

Hierfür besten Dank, Frau Dorn!

Ohne Sie wüsste ich gar nicht, dass die Ilias nur die Zeit zwischen dem Rückzug Achills vom Kampf und der Bestattung (des von ihm getöteten) Hektors umfasst. Wir lasen ja seinerzeit im Gymnasium nur die ersten paar Seiten… –– Mit Schaudern denk ich noch heute an die Stunden bei Oma St. und Onkel F. Die verdarben mir jegliches altphilologisches Lüstlein. Wie gut, dass es seinerzeit auch Pu gab!! Danke, mein Lehrer!!… (Nikes Vater scheint wie Pu fähig gewesen zu sein, Begeisterung entfachen zu können.) –– Interessant fand ich auch, dass die Odyssee bis auf den Kampf Odysseus‘ gegen die Freier (und die Zeit danach) – im Gegensatz zur Ilias – recht unblutig bleibt.

Was ich zudem nicht (mehr) erinnerte, ist, dass es (erst) Vergil war, der den Gründungsmythos Roms (mit) kreierte: der in der Aeneis den Untergang Troias schildert und den Flüchtling („profugus“, 2) Aeneas und die Seinen („nos Troia antiqua“, 375) zur Gründung Roms bestimmt(e). Sehr schön ist (dabei) Vergils Verbeugung vor dem Dichter der Odyssee – die Homer wohl zu Unrecht zugeschrieben wurde/ist –: Musa, mihi causas memora quo numine laeso (8) … Alles verweist auf alles…

Der Epilog des Krimis, der auf dem Flug von Frankfurt nach Athen spielt, schließt:

„»Haben Sie Verwandte in Athen?« [fragte der Sitznachbar.]

Sie legte den Kopf schief. »Gewissermaßen«, sagte sie. Und lächelte.“ (299)

Das Gefühl kenn‘ ich…

„Πού `ναι τα χρόνια ωραία χρόνια
που `χες λουλούδια μες στην καρδιά
πού `ναι η αγάπη γλυκιά μου αγάπη
να μας ζεστάνει στην παγωνιά“

(Άκος Δασκαλόπουλος, Πού `ναι τα χρόνια) gesungen u.a. von Γιώργος Νταλάρας

Nach Griechenland zu fahren ist für mich stets (auch) eine Reise in das Abkünftige Europas. Der Beginn von allem. ωραία χρόνια – wie in Erinnerung an eine einst Geliebte.

Dafür danke ich Frau Dorn besonders: Daran zu erinnern, von wo her Europa kommt. Und das heißt auch, sich/uns klar zu machen, welche Traumata, welche Kriege und Schlachten und Gesänge wir mit uns tragen. Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten.

Latein und Griechisch aus der Schule zu verbannen, ist ein Verbrechen. Den Haupteingang der Uni Freiburg flankieren (noch immer) die Herren Aristoteles und Homer. Doch bald wird es keine Jugendlichen mehr geben, die deren Schriften im Original lesen können. Und nachdem das erreicht ist, wollen unsere Bildungsgestalter wohl zudem erreichen, dass die beiden keinem mehr etwas sagen. Auf dass die künftigen Studierenden achtlos vorbeigehen mögen.

Der Dummen und nicht ganz-Dummen Wunsch ist es, dass auch alle andern möglichst dumm sein mögen, damit ihre Dummheit nicht länger als Mangel erscheine, keinem mehr unangenehm auffallen möge. Da kommt die Einflutung islamistisch-sozialisierter Flüchtlinge, die die Welt in Rechtgläubige (sie selbst) und kuffār (die sie aufnehmenden Willkommenskultur-ler) teilen, nach Europa gerade recht…

„Wehe! Es kommt die Zeit, wo der Mensch keinen Stern mehr gebären wird. Wehe! Es kommt die Zeit des verächtlichsten Menschen, der sich selber nicht mehr verachten kann.

Seht! Ich zeige euch   d e n   l e t z t e n   M e n s c h e n.

„Was ist Liebe? Was ist Schöpfung? Was ist Sehnsucht? Was ist Stern“ – so fragt der letzte Mensch und blinzelt.

Die Erde ist dann klein geworden, und auf ihr hüpft der letzte Mensch, der Alles klein macht.“

(Nietzsche, Also sprach Zarathustra, Zarathustra‘s Vorrede (Kap. 5), Bd. 4, S. 19, Z. 21-28)

Liegt die Wahrheit im Fragment, Frau Dorn?

 

Recht auf Kinderehe!

BGH hält Regelung zu Kinderehen für verfassungswidrig, WELT online, 14.12.2018

Robin Alexander u. Claus Christian Malzahn, Grünen-Politikerin Künast gerät in Erklärungsnot, WELT online, 24.05.2015

„Sind im Ausland geschlossene Kinderehen hierzulande zulässig? Der Bundesgerichtshof hat in der Frage eine höhere Instanz angerufen. Ein Ehemann [genauer: ein aus Syrien nach Deutschland Geflüchteter mit nicht-deutschem, syrischem Pass] hatte geklagt [wohl mit Steuergeld], weil ihm in Deutschland der Aufenthaltsort seiner Frau nicht bekannt gemacht worden war.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hält die deutschen Vorschriften zum Verbot von Kinderehen für verfassungswidrig.“ (im Original kein Fettdruck)

Richtig so! Endlich!

Nur: Wieso gilt das Recht auf Kinderficken nur für die Flüchtlinge? Wir Deutsche wollen auch!! Die Grünen, Hoffnungsträger der Gutmenschen, sollten ihre „Kindersexforderungen“ endlich wieder ‚rauskramen (dürfen). Ist doch alles OK., „wenn keine Gewalt im Spiel ist!“, nicht wahr, Frau Künast?

„Während eine grüne Abgeordnete über häusliche Gewalt spricht, stellt ein CDU-Abgeordneter die Zwischenfrage, wie die Rednerin zu einem Beschluss der Grünen in Nordrhein-Westfalen stehe, die Strafandrohung wegen sexueller Handlungen an Kindern solle aufgehoben werden. Doch statt der Rednerin ruft, laut Protokoll, Renate Künast dazwischen: „Komma, wenn keine Gewalt im Spiel ist!““ (im Original kein Fettdruck)

(Frau Künasts Redebeitrag stammt vom 29. Mai 1986.)

 

Straßburger Attentäter: Kein Islamist! Hurra?

Philipp Saul; Interview mit Farhad Khosrokhavar, „Er wollte Rache an der Gesellschaft“, SZ online, 14.12.2018

Attentäter war wohl Anhänger des IS, tagesschau.de, 16.12.2018

Am Dienstag, 11. Dezember 2018, schoss der polizeilich Gesuchte Chérif Chekatt auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt wahllos auf Passanten. Mindestens vier starben:

„Und Wir haben den Ungläubigen schmähliche Strafe bereitet“ (Koran, Sure 4, Vers 38)

Nur drei Tage später, am 14. Dezember 2018, veröffentlichte die SZ husch-husch ein Interview, das Philipp Saul mit einem Pariser Soziologen – nicht Psychologen! – führte, um in der SZ den dumm-naiven Deutschen der Gutmensch-Front in seinem einleitenden Statement in Fettdruck zu erklären, dass der nette Herr Attentäter, mittlerweile von der französischen Polizei neutralisiert, selbstredend gar nie nicht Islamist gewesen sein könne:

„Der Pariser Soziologe [und übersinnlich-begabte Ferndiagnostiker?] Farhad Khosrokhavar glaubt nicht an ein islamistisches Motiv des Attentäters vom Weihnachtsmarkt. Für ihn ist Chérif Chekatt [nur] ein Krimineller, der religiöse Motive [nur] benutzt hat, um Angst zu verbreiten.“ (im Original alles Fettdruck)

Natürlich, was sonst:

Ist doch der Islam (nach Gutmensch-Lesart) bekanntlich (und zwar wider besseres Wissen!!) per se die friedliebendste, allweise Religion überhaupt; nur dass die Nicht-Gutmenschen, sprich Islamophoben, das einfach nicht wahrhaben wollen.

„Wahrlich, Allah, Er tut nicht Unrecht auch nur für eines Stäubchens Gewicht. Und ist da irgendeine gute Tat, so verdoppelt Er sie viele Male und gibt von Sich aus großen Lohn.“ (Koran, Sure 4, Vers 41)

„Die [aber] Unseren Zeichen Glauben versagen, die werden Wir bald ins Feuer stoßen. Sooft ihre Haut verbrannt ist, geben Wir ihnen eine andere Haut, damit sie die Strafe auskosten. Wahrlich, Allah ist allmächtig, allweise.“ (Koran, Sure 4, Vers 57)

Epilog

Zu früh gefreut, ihr Verharmloser!

Am 16. Dezember 2018 heißt es nunmehr in der Tagesschau: Ätsch, der Mörder sei doch IS-ler gewesen:

„Der Vater des getöteten 29-jährigen [Abdelkrim Chekatt] sagte, sein Sohn sei Anhänger der Terrormiliz IS gewesen.“

 

Zehntausende Geduldete in Deutschland


57.000 Menschen müssten Deutschland eigentlich verlassen, WELT online, 1.12.2018

„In Deutschland halten sich derzeit mehr als 57.000 ausreisepflichtige Ausländer ohne Duldung auf. Das geht aus einer Auskunft der Bundesregierung hervor. Die Linke pocht auf „effektive Bleiberechtsregelungen“.

Insgesamt 57.112 Ausländer ohne Duldung müssten Deutschland eigentlich verlassen. Das geht aus einer Auskunft der Bundesregierung an die Linke-Abgeordnete Ulla Jelpke hervor. Als offiziell ausreisepflichtig galten Ende Oktober demnach zwar 234.986 Ausländer – doch 177.874 von ihnen und damit drei Viertel waren geduldet.“ (im Original kein Fettdruck)

Wäre interessant zu wissen, was uns die – im Grunde illegale – Gutmenschpolitik (nicht nur an Steuergeldern) kostet.

Freiburg: Stadt der Gutmensch-Besserwessis

Tagesthemen vom 24.11.2018

Maria Ladenburger Stiftung

Eingeklemmt zwischen Flüchtlingskrise Mexiko/USA

„Der Bürgermeister der Stadt Tijuana rief den Notstand aus und bat die Vereinten Nationen um Hilfe. Er wolle kein Geld aus der Stadtkasse aufwenden, um die [ca. 5000] Flüchtlinge zu versorgen“ „die in die USA gelangen wollen.“

und Bundesliga

„Und nun zur Fußball-Bundesliga. Was ist mit dem FC Bayern los?“

präsentierte Marcus Bornheim in den Tagesthemen vom 24.11.2018 die Vorstellung der Maria Ladenburger Stiftung.

Hier das Eingangsstatement:

„Die Tat veränderte Freiburg. Die Stadt die den Ruf hatte, dass hier viele ganz unterschiedliche Menschen sehr entspannt miteinander leben können. Doch dann wurde im Oktober 2016 eine [19-jährige] Studentin vergewaltigt und ermordet von einem Flüchtling, der inzwischen zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Die Eltern sorgen nun dafür, dass der Name ihrer Tochter Maria Ladenburger nicht nur als Mordopfer im Gedächtnis bleibt. Eine Stiftung, die ihren Namen trägt, fördert Studenten in schwierigen Lebenssituationen und ausdrücklich auch ausländische Studierende bei deren Integration. Ein Signal an eine Stadt, die wieder verunsichert ist. Denn erst vor gut einem Monat vergewaltigten mutmaßlich mehrere Syrer in Freiburg eine 18-jährige.“

Dann werden aus Mama und Papa Ladenburgers Ansprachen anlässlich der Vorstellung der Stiftung einzelne Passagen vorgestellt.

Papa Ladenburger spricht u.a.:

Wenn in einer Gesellschaft Taten des Hasses oder der kaltblütigen Verachtung wiederum mit Hass und mit Hetze gegenüber anderen beantwortet werden, dann droht eine zerstörerische Spirale, die die Grundlagen unseres Miteinanders angreifen kann. Dem wollen wir mit unserer Stiftung ein kleines Zeichen von Mitmenschlichkeit in Marias Sinne entgegensetzen.“

Besser-Wessi Ladenburger nimmt also klar gegen die bösen Chemnitzer Stellung, denen die Gutmensch-Presse ja immer wieder, mehrere Tage lang vorhielt, Hetzjagden auf ausländisch Aussehende veranstaltet zu haben.

Wie schön, das Vorurteil gegen die Schlecht-Chemnitzer erneut vortragen, wieder aufleben und nun durch eine Stiftung zementieren zu können: Schaut her, ihr scheiß Chemnitzer wie wir im Westen euch Gutmenschentum vorleben. Gutmensch Ladenburger trägt so selbst dazu bei, die zerstörerische Spirale zwischen Gutwessis und Schlechtossis weiter zu vertiefen. Besten Dank auch!

Und nun zur Bundesliga…

 

Asylant ermordet Opa. Natürlich NUR ein bedauerlicher Einzelfall


Grausame Tat – Rentner wird vermutlich im Schlaf die Kehle durchgeschnitten, Kölner Stadt-Anzeiger ONLINE, 18.11.2018

Entwicklung der Einwohnerzahl in Mecklenburg-Vorpommern von 1961 bis 2017, statista, 2018

Wolfgang Ambros, Zwickts mi Songtext

Mehr Gewaltkriminalität durch mehr Zuwanderer, SZ ONLINE, 2.1.2018

Stiftung erinnert an ermordete Studentin Maria, Die Stiftung ONLINE, 23.3.2018


Berichterstattungen über von den ach so süßen Flüchtlingen begangene Verbrechen folgen in der Gutmensch-dominierten Verblödungspresse stets demselben Muster. Nur der Einstieg ist unterschiedlich. Meist ist Ausgangspunkt ein singuläres (möglichst bluttriefendes) Ereignis (Paradigma A); weit seltener ist es das Gegenteil dazu: ein genereller, möglichst böser Verdacht (Paradigma B). Doch beide Wege haben dasselbe Ziel: Bestätigung des a limine zugrunde gelegten Gutmensch-Vorurteils.

Paradigma für Muster A) – pseudo-induktiv

Erster Schritt: Schilderung des (singulären) Einzelfalls:

„Ein 85 Jahre alter Mann ist in seinem Einfamilienhaus in Wittenburg (Mecklenburg-Vorpommern) – vermutlich im Schlaf – getötet worden. Ihm wurde, nach bisherigen Erkenntnissen mit einem Messer, die Kehle durchgeschnitten, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag mitteilten. Dringend tatverdächtig ist ein 20-Jähriger, der noch am Samstag festgenommen wurde.
Der Mann war mit dem Opfer persönlich bekannt und im August 2018 für eine Woche mit der Pflege des Rentners betraut. Derzeit sollte er Hilfsarbeiten am Haus des Opfers ausführen. Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen heimtückischen Mordes erlassen. Nach der Tat, die sich den Angaben zufolge am frühen Samstagmorgen gegen 2.00 Uhr ereignete, war der Verdächtige zunächst geflohen.
Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um einen abgelehnten Asylbewerber aus Afghanistan, der noch bis Ende Januar 2019 über einen Duldungsstatus einer sächsischen Behörde verfügt. Er lebte in einer Flüchtlingsunterkunft im Raum Zwickau, sagte Lange. Im Raum Zwickau sei die Tochter des Opfers in der Flüchtlingshilfe aktiv. Sie habe dem jungen Mann den Job bei ihrem Vater vermittelt.“

Wie schön, dass es – den veröffentlichten Fällen in der Presse zufolge zumindest – zumeist die naiv-dümmlichen Gutmenschen trifft, die vergewaltigt und/oder umgebracht werden. Selbst schuld.

Zweiter Schritt: ein bisschen ausgewählte Statistik:

„Nach Angaben des Schweriner Innenministeriums ereigneten sich im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern 56 versuchte oder vollendete Tötungsdelikte. [Dies entspricht einer Quote von 0,0034 %.] Von den Tatverdächtigen seien 8 nichtdeutscher Herkunft gewesen, sagte ein Sprecher.“

Dies bedeutet eine Quote von knapp 14,3 %. Dieser Prozentsatz klingt absolut niedrig, ist aber in Relation extrem hoch! Dies wird deutlich, wenn man/frau den Anteil der ausländischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung Mecklenburg-Vorpommerns (von 1,611 Mio Einwohnern) betrachtet. Dieser Anteil betrug in 2017 laut Statista 4,2 % (bzw. 67.662 Einwohner).

Unter Nicht-Ausländern betrug die Quote der versuchten und vollzogenen Tötungsdelikte damit 0,003 %, unter Ausländern aber 0,011 %: Sie war unter den süßen, ach so friedvollen Ausländern also 3,6 mal !! so hoch wie unter den scheiß amoralisch-ungläubigen, provinziellen Einheimischen.

Dritter/letzter Schritt: die Relativierung:

„Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) reagierte erschüttert auf die Tat von Wittenburg. Er warnte davor, die Tat für politische Zwecke zu instrumentalisieren und sie dafür zu missbrauchen, zu Hass und Gewalt aufzurufen.“


Paradigma für Muster B) – pseudo-deduktiv

Erster Schritt: Schilderung des (generellen) Befunds, besser Verdachts:

„Seit 2015 werden bei tätlichen Auseinandersetzungen immer häufiger Messer benutzt. [Falls die AfD darauf hinweist, ist das natürlich böse Propaganda.] Die Täter sind meist junge Männer, mancherorts sind Ausländer bzw. Flüchtlinge klar überrepräsentiert.“

Zweiter Schritt: ein bisschen ausgewählte Statistik:

Prof. Dirk Baier, Gewaltforscher, Institut für Delinquenz und Gewaltprävention, Zürich
„Wir können einen zehnprozentigen Anstieg der Gewaltkriminalität feststellen, wir können auch feststellen, dass das zum Großteil mit dem Flüchtlingszuzug zusammenhängt. Das heißt, da hat Flüchtlingszuzug zu mehr Gewaltkriminalität geführt, das ist Fakt.

[Und sofort danach Schritt drei: die Relativierung:]

Der zweite Fakt ist aber auch, dass wir das gut erklären können, woran das liegt. Es sind sehr viele junge Männer nach Deutschland gekommen, junge Männer sind gewalttätiger als andere Bevölkerungsgruppen.“

Soll heißen: Selbst schuld, wenn man/frau so süße jugendliche Nichtsnutze zu sich nach Hause einlädt.


Die Verlogenheit der Gutmensch-Argumentation

Gemäß des Credos Glaube nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast, werden Fakten entweder

a) geleugnet oder b) völlig entwertet oder c) – falls b) nicht möglich – relativiert.

Wie Republikaner Trump erschaffen auch die Gutmensch-Demokraten ihre eigenen fake news bzw. alternativen Fakten. (Letzterer Begriff wurde von Kellyanne Conway benutzt, um die offensichtlich geäußerte Unwahrheit Trumps über die Zahl derer, die seiner Inauguration beiwohnten, zu relativieren.)

Beispiel Fall A)

Was der Fall A beschreibende Flüchtlings-/Pro-Asyl-Lobbyist freilich verschweigt, ist, dass nicht nur Ausländer insgesamt, sondern auch, insbesondere ausländische Jugendliche weit häufiger – etwa doppelt so oft! – gewalttätiger werden als deutsche.

Doch selbst wenn dies, dass ausländische Jugendliche weit häufiger gewalttätiger werden als deutsche, von Gutmensch-Schreiberlingen eingeräumt wird, wird dafür sofort eine wahrlich einfache Erklärung dem Auditorium nachgereicht:

„Flüchtlinge [werden] schneller einer Gewalttat verdächtigt, weil sie häufiger angezeigt werden.

[Belege? Statt eindeutig benannt, nur umwölkt, verschleiert…]

Dies lässt sich jedenfalls aus früheren Untersuchungen der Studienautoren folgern.“ (SZ)

Merkwürdig nur: In 2011 hieß es noch:

„Vergleicht man ausländische und deutsche Jugendliche aus vergleichbaren Verhältnissen, gibt es in Bezug auf Gewaltkriminalität „keine Unterschiede“. [!!] Das ist das Fazit des Kriminologen Christian Pfeiffer.“ (MIGAZIN)

Man/frau MUSS eben bedenken: Seit der Flüchtlingsflutung 2015 sind die Verhältnisse schlichtweg nicht mehr vergleichbar. Alles völlig anders, völlig neu. Alternative Faktenwelt eben:

Carsten Stahl, Anti-Gewalt-Trainer
„Wir müssen […] bedenken, was diese Menschen [gemeint sind die ach so süßen Flüchtlinge/Asylsuchenden/Migranten] erlebt haben. Die haben es ganz anders gelernt mit Gewalt umzugehen und dazu zustehen und auch vielleicht mit Waffen umzugehen“.

Sprich: Es ist doch ganz NORMAL für die ach so süßen (jugendlichen) Flüchtlinge, andere abzustechen. Akzeptiert das gefälligst, ihr scheiß ANORMALEN Ausländerfeinde. Schaut auf die Gutmensch-Familie Ladenburger, die aus Dank für ihre von einem afghanischen Asylbewerber ermordeten Tochter sogar eine Stiftung gründete. Hans-Jochen Schiewer, Rektor der Universität Freiburg, äußerte zu diesem noblen Schritt:

„Diese großherzige Stiftung der Familie berührt uns alle sehr.“

Wer weiß, vielleicht sieht ja die Familie aus Fall A) den Mord an Opa auch als großherzige Tat, der weitere folgen sollten…??


Gutmensch-Traum? oder Schlechtmensch-Wahrheit? Wohin tendiert die Welt? ̶ ̶

Wolfgang Ambros sieht das Erwachen so:

„Zwickt’s mi, I man I tram!
Des derf net wohr sein, wo samma daham?
Zwickt’s mi, ganz wurscht wohin!
I kann’s net glaub’n, ob I ang’soff’n bin?
Ober I glaub, da hülft ka Zwicken
Könnt‘ ma net vielleicht irgendwer ane pick’n?
Danke, jetzt is‘ ma klor, es ist wohr, es ist wohr“

Fragt sich nur, was.

Diyanet stockt Mittel zur Islam-Indoktrination extrem auf


Benedikt Erenz, Ach, Deutschland! Ach was., ZEIT, 8.11.2018, 19

Bülent Mumay, Mit der linken Hand essen die Teufel. Willkommens-Imame bitten Reisende zum Islam-Unterricht, FAZ, 8.11.2018, 12

Trotz Wirtschaftskrise: Für religiöse Erbauung und Indoktrination ist in der Türkei noch immer reichlich Geld da, sogar mehr als je zuvor, wie Bülent Mumay in seinem jüngsten „Brief aus Istanbul“ darlegt:

Diyanet, das Amt für religiöse Angelegenheiten […] hat diverse Ministerien überrundet und in diesem Jahr ein Budget von fast 1,4 Milliarden Euro erhalten. Für den neuen Istanbuler Flughafen wird es 33 Imame abstellen. Und das ist erst der Anfang, dabei handelt es sich lediglich um die „Willkommens-Imame“ für die Ankömmlinge in Istanbul. Den Diyanet-Plänen für 2019 zufolge werden auch Tourismus-Imame eingesetzt. Sie sollen Türkei-Touristen den Islam verkünden. Sie werden den Koran und Broschüren über den Islam und den Propheten Mohammed in Fremdsprachen an die Besucher unseres Landes [Türkei] ausstellen.“ (im Original kein Fettdruck)

Und auch der Islam-Export muss gewiss nicht leiden. Auch die Ditib-Moscheen – berühmtestes Beispiel: die „Zentral-Moschee“ in Köln-Ehrenfeld – werden gewiss profitieren gemäß dem Motto (des Tags der offenen Moschee 2018): „Religiosität – individuell, natürlich, normal“!

Und die Chancen stehen gut, zumindest im Westen der Republik:

„Ach, wir Deutschen, ach. […] Haben doch noch nie eine Revolution hingekriegt. Sind doch von Natur aus knechtselige Gestalten, die nach oben freudig buckeln und nach unten grimmig treten.“ (Erenz)

Doch so ganz stimmt Benedikt Erenz‚ Befund des Revolutionsversagen nicht – zum Glück. Zum einen ist da das häufig unterschlagene (immerhin) kurze Leben der Räte-(Stadt-)Republiken München und Berlin – dem nicht zuletzt durch das tatkräftige Mitwirken von knechtseligen SPD-Schergen der Garaus gemacht wurde – und die Selbstbefreiung der Ostdeutschen vom Joch des real existierenden Sozialismus. Vielleicht sind die Ostdeutschen ja daher hellsichtiger gegenüber – nicht nur, aber auch – religiösen Bevormundungen von außen (aufgezwungenen). Gebranntes Kind scheut das Feuer.

Doch Erenz‘ knechtseliger Traum ist ein anderer:

No border, no nation: Am Ende des langen Weges steht die République Universelle, die Weltrepublik.“

Sprich: Der Islamische Staat. Unterwerft euch, ihr kuffār! Das Paradies sei euer Lohn: im Jenseits. Allahu Akbar!

 

Ladurners Anti-Islamismus-Revöltchen

Ulrich Ladurner, Tödliches Schweigen, ZEIT, 8.11.2018, 1

Grüne fordern Dschizya-Steuer für Deutsche, PI-News, 19.9.2010

Grüne fordern „Integration für Deutsche!“ & Scharia-Kurse in Volkshochschulen!, Die Unbestechlichen, 2.5.2018

Ezra Levant, Ein unglaubliches Video von Merkel, The Rebel, 18.9.2015 (zu Merkels Statement zum Islamismus in Bern am 3.9.2015)

Im Eingangskapitel zu Tödliches Schweigen berichtet Ulrich Ladurner zunächst knapp und prägnant über den Fall Asia Bibi:

„Asia Bibi saß acht Jahre unter fürchterlichen Bedingungen im Gefängnis – zum Tode verurteilt. Die heute 51-jährige pakistanische Christen war 2010 an einem Brunnen mit muslimischen Frauen in Streit geraten. Die Musliminnen beschuldigten sie danach, den Propheten Mohammed beschimpft zu haben: Blasphemie. In Pakistan steht darauf die Todesstrafe. Asia Bibi legte ein »Geständnis« ab, nachdem sie von einer aufgehetzten Menge verprügelt worden war. Das Oberste Gericht Pakistans hat Bibi nun vor Kurzem freigesprochen. Die Vorwürfe seien nicht zweifelsfrei belegbar. Nach dem Freispruch gingen Zehntausende radikale Islamisten auf die Straße, nach zwei Tagen knickte die Regierung ein. Der Fall Bibi wird in Revision gehen, die Angeklagte bleibt im Gefängnis. Der islamistische Mob hat den pakistanischen Staat in die Knie gezwungen.“ (im Original kein Fettdruck)

Allahu akbar!

Anschließend weitet Ladurner die Perspektive, indem er Pakistan um Afghanistan ergänzt und vergleicht:

„Die Islamisten, die in Pakistan in den vergangenen Tagen auf die Straße gingen, sind aus demselben Holz geschnitzt wie die Leute, gegen die die Nato in Afghanistan seit 17 Jahren Krieg führt. Wer in Islamabad »Hängt Bibi!« schreit, der ruft in Afghanistan »Tötet die Ungläubigen!«.“

Und unmittelbar danach folgen als Fazit die beiden Sätze:

„Der radikale Islamismus versteht sich als Todfeind des Westens. Er bedroht nicht nur die Christin Asia Bibi, sondern alle freiheitsliebenden Menschen.“

Doch wenn dem so ist, lieber Herr Ladurner – und daran besteht ja kaum Zweifel –, warum sollen wir dann zehntausende offen bekennende bzw. klammheimliche Islamisten aus den genannten Ländern nebst Syrien, etc. nach Deutschland hereinholen? Um sie hier ihren Islamismus praktizieren zu lassen? Sie ihren Vorstellungen entsprechend durchzufüttern? Und ihnen mit unsern Steuern Moscheen zu bauen? Und sie lobzupreisen? — So borniert und dumm können doch nur gehirnamputierte Gutmenschen sein. Christliche zumal, die, wenn man sie auf die linke Backe schlägt, voll Freude auch noch die rechte hinhalten. — Kriecherische Demut, Kuschen vor dem Herrn: Untertanentum eben. Das ist ihre Grundhaltung – wie gestern, so heute. Einst unterwarf sich der/die Deutsche als Untertan erst dem Kaiser, dann Hitler. Nun ist der neue Herr erschienen. Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn:

Seid willkommen, ihr süßen Islamisten!, ruft der letzte Mensch (Europas), der seinen Stolz voll Ekel und Selbst-Hass von sich geworfen hat und nun in seinem Aussatz bewusst-hilflos dahinsiecht: Bekehrt uns, uns kuffār! Wir wissen es zu schätzen, dass wir es durchaus nur wert sind, von euch Rechtgläubigen geköpft zu werden! Und doch, ihr Lieblinge Allahs: Haltet ein! Seid barmherzig zu uns harbī und lasst uns dschizya zahlen. Lasst uns dhimmis sein und euch durchfüttern, dienen und anhimmeln!

Bei Ladurner klingt das Credo der Verzagtheit so:

„Die Furcht vor den Islamisten hat die europäischen Hauptstädte längst erreicht. Regierungen ducken sich weg. Gewalt wirkt eben. Diese Erfahrung haben die radikalen Islamisten immer wieder gemacht, und sie machen sie jetzt wieder.“

Und dann zuletzt, im letzten Absatz, dann – welch Überraschung – die schlussendliche Abkehr vom Gutmenschentum:

„Sich jetzt still zu verhalten ist falsch. Denn auch das Schweigen, auch das Nichthandeln hat Folgen. Es wird die Extremisten nur weiter ermutigen, in Pakistan und anderswo.“

Ja, weiß denn Ladurner nicht, dass just dies, das Zu-Kreuze-kriechen in der Gutmensch-Ideologie erwünscht ist? Umso mehr, als Gott tot ist und tot bleibt. Allahu Akbar!