Die Friedfertigkeit der Flüchtlinge: Nur Gutmenschpropaganda

(Rüdiger Soldt, Mehr Kriminalität von Flüchtlingen im Südwesten, FAZ, 17.3.2017, 4)

Man/frau erinnere sich: Immer und immer wieder wurde uns von diversen Gutmenschen (z.B. Münkler) einzubläuen versucht: Dass die (weil ja ach so traumatisierten, ach so gewaltverstörten) Flüchtlinge essentiell, wesentlich, eigentlich ja ach so friedfertig seien: weit, weit friedfertiger jedenfalls als die Deutschen (Münkler)…

Die Statistik, sofern nicht gutmenschlich (mit alternativen Fakten) verbrämt, sprach in ihrer Nüchternheit jedoch schon immer dagegen. (siehe: Reil (AfD) contra Münkler, Schwan)

Nun sah sich die FAZ genötigt – aus welchen Gründen auch immer – zuzugeben:

„Die Zunahme der Kriminalität von Flüchtlingen in Baden-Württemberg macht der Polizei, dem Landeskriminalamt sowie Innenminister Thomas Strobl (CDU) zunehmend Sorge. […]

Die Anzahl der Straftaten unter [den im März 2017? 167 000 Flüchtlingen im Land Baden-Württemberg ] ist von 2015 auf 2016 um 140 Prozent gestiegen. […] 42 Prozent der Tatverdächtigen sind also Ausländer. Bei syrischen Flüchtlingen hat sich bei Körperverletzungsdelikten die Zahl der Verdächtigen von 2015 auf 2016 vervierfacht. Allerdings

[welch Trost:]

werden 60 Prozent der Straftaten, die Flüchtlinge begehen, in Unterkünften begangen, nur [!!] 40 Prozent in der Öffentlichkeit.“ (im Original kein Fettdruck)

Doch um die Gutmenschsicht trotz der alarmierenden Zahlen doch noch zu bedienen und das Negative überstrahlen zu lassen, beeilte sich „Martin Jäger (CDU), Staatssekretär im Landesinnenministerium“ seine Beschwichtigungsrhetorik nachzuschieben. Rüdiger Soldt zitiert ihn in seinem Artikel:

„es handelt sich größtenteils auch um Armutsdelinquenz.“ (im Original kein Fettdruck)

Man/frau beachte den auffälligen Widerspruch in Jägers Kunstfigur: „größtenteils auch“, den Widerspruch zwischen dem freudigen „größtenteils“ vorweg und dem sofort danach einschränkenden, relativierenden „auch“ hintendrein. Tja, schlechtes Gewissen demaskiert das Lügen…

Wenn Gutmenschen (bzw. zum Gutmenschentum Verpflichteten) an Abwiegelungsfloskeln nichts mehr sonst möglich scheint, dann muss eben als letzter Ausweg der Appell an das Mitleid herhalten: Flüchtlinge sind eben nicht nur ach so traumatisiert und daher ach so gewaltfrei, nein, sie sind auch ach so – bemitleidenswert!! – arm. Man/frau muss sich um sie kümmern…

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